Eines können wir euch versprechen: Langeweile kommt im Erzgebirge ganz bestimmt nicht auf – egal, ob ihr im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter anreist. Der Gebirgszug, der Sachsen von Tschechien trennt, steht für eine vielseitige und abwechslungsreiche Kulturlandschaft, ein Teil davon gehört seit 2019 zum UNESCO Welterbe Erzgebirge/Krušnohorí.

Und das Beste: Ihr findet hier viele Angebote und Aktivitäten, die sich speziell an Familien richten. Zum Beispiel das pfiffige Bergmännlein Tatock, der digitale Talismann führt euch zu malerischen Städten und versteckten Orten an der Silberstraße. Er erzählt allerlei Wissenswertes in Hörgeschichten und braucht außerdem eure Hilfe, um eine ganze Reihe von Geheimnissen und Rätsel zu lüften. Schließlich möchte er den Schatz seines Großvaters finden! Nun aber zu den sieben kleinen Städten für Familien im Erzgebirge!
Sieben Familien-Highlights im Erzgebirge
1. Altenberg im Erzgebirge: Ganzjahresziel für Familien
In der Kammregion des Osterzgebirges gelegen, kommt man an Altenberg kaum vorbei. Hier könnt ihr auf gut markierten Wegen durch Wald und Feld oder zum Naturschutzgebiet Georgenfelder Hochmoor wandern, die längste Sommer-Rodelbahn Sachsens hinuntersausen oder in der Weißeritztalbahn, der dienstältesten Schmalspurbahn Deutschlands, einchecken und losdampfen.

Und das ist längst noch nicht alles: Es warten Abenteuerspielplätze, Kletterpark und -labyrinth, Murmelbahn, Bergbaumuseum, die Tiere im Wildpark, ein botanischer Garten oder das hoch auf einem Felsen thronende Schloss Lauenstein auf euren Besuch.

Und weil Altenberg eines der wichtigsten Wintersportzentren im Erzgebirge ist, könnt ihr euch auch im Winter so richtig austoben, sei es auf präparierten Loipen, alpinen Abfahrten und Skiwanderwegen, beim Rodeln, Schlittschuhlaufen oder Eisstockschießen, auf Schlitten, Bob oder Icetube. Ihr seht: Perle Nummer eins ist schon mal ein echter Volltreffer für Familien!
Kleine Städte im Erzgebirge – top Ziele für Familien
2. Spielzeugdorf Seiffen – ein Kindheitstraum
Ein Dorf, das sich ganz dem Spielzeug verschrieben hat? Dieser Kindertraum wird in Seiffen wahr. In diesem malerisch in einen Talkessel eingebetteten Erholungsort pflegen die Menschen die Handwerkstradition seit Jahrhunderten, weltbekannt sind Seiffens Holzmanufakturen.

In eigenen Schauwerkstätten könnt ihr den Meistern beim Drechseln, Schnitzen oder Bemalen ihrer Erzeugnisse über die Schulter schauen, in zauberhaften kleinen Läden nach Mitbringseln stöbern oder durch das Spielzeugmuseum schlendern. Das bietet auf drei Etagen tausende Exponate, die sich zum Teil mithilfe didaktischer Spielmittel kreativ erkunden lassen. Besonders beeindruckend: Die Raumpyramide in der Mitte der Ausstellung, die weit über sechs Meter hoch ist.

Ihr möchtet mit euren Kids durch die schöne Natur des Erzgebirges wandern? Wunderbar – wir empfehlen euch die Kugeltour: An 19 Standorten in Seiffen und Umgebung warten lustige, ganz unterschiedlich gestaltete Murmelbahnen, die von euren Kindern und euch bespielt werden können. Einfach eine Kugel (2 Euro) aus dem Kugelspender ziehen und loslegen! Und danach? Geht`s auf die Sommerrodelbahn, zur Modellbahnausstellung und auf den Abenteuerspielplatz.

3. Oh Olbernhau: Kleine Perle im Erzgebirge
Natürlich trefft ihr Tatock auch in Olbernhau, in der „Stadt der sieben Täler“. Unser Tipp: Erkundet sie am besten auf einer speziellen Erlebnistour. Diese umfasst 14 Stationen, von denen einige direkt in Olbernhau liegen, andere in der Umgebung. Ebenfalls absolut empfehlenswert: der familienfreundliche Wanderweg Dörfelbachtal und der Sagenweg „Der Hüttenmatths“. Wer die einzelnen Highlights besucht hat und die entsprechenden Stempel im Aktionsheft sammelt, bekommt bei mindestens zehn Stempeln in der Tourist-Information Olbernhau ein kleines Geschenk.

Übrigens: In Olbernhau ist Tatock nicht allein, hier hat er Gesellschaft vom Olbernhauer Reiterlein, einem Nussknacker auf einem Schaukelpferd, der als Wahrzeichen der Stadt omnipräsent ist. Die Figur hat ihren Ursprung in den 1930er Jahren und steht heute symbolisch für das Spielzeugland Erzgebirge.

Außerdem sehenswert in Olbernhau: der Denkmalkomplex Saigerhütte. In vier Häusern wird die Geschichte des Silberbergbaus dargestellt – ein einzigartiges Areal, das zum UNESCO Welterbe zählt. Kindern wird das Thema in speziellen Erlebnisführungen nahegebracht.

4. Freiberg: Silber, Orgeln, Mineralien
Wenn ein Ort den Beinamen „Silberstadt“ trägt, muss man nicht lange raten, welches Thema im Vordergrund steht. Silber natürlich, ganz genau: das Silberbergwerk „Reiche Zeche“, das mit seiner 800 Jahre langen Geschichte und den 1.000 Erzgängen zu den größten und ältesten Bergwerken in Sachsen zählt. Darüber hinaus gibt es in Freiberg einen Silberweg, auf dem ihr wandern und die überlebensgroßen Silberfiguren bestaunen könnt. Ihr könnt mit der Silberstadtbahn ganz gemütlich durch die Altstadt schnaufen, euch im Rahmen einer Erlebnisführung erzählen lassen, welche Geschichten, Gerüchte und Geheimnisse die Bewohner von Freiberg einst beschäftigt haben.

Auch empfehlenswert: die Tour namens „Silberklang und Berggeschrey“. Sie startet neben dem Silbermannhaus, in dem früher die Werkstatt von Gottfried Silbermann angesiedelt war, einem der bedeutendsten Orgelbauer seiner Zeit. Heute könnt ihr in einer Schauwerkstatt sehen, wie so ein monumentales Musikinstrument gebaut wird.

Auch die Terra Mineralia im historischen Schloss Freudenstein gehört auf eure Bucketlist, mit 3.500 Exponaten aus allen Kontinenten die schönste Mineralienschau der Welt. Ein modernes Ausstellungskonzept macht den Besuch zu einem Vergnügen – da glänzen nicht nur die präsentierten Schätze, sondern auch die Augen der kleinen und großen Besucherinnen und Besucher …
5. Oederan: Jede Menge Highlights für Familien
Rund 200 detailgetreue Nachbildungen von Kirchen und profanen Gebäuden im Maßstab 1:25, handgefertigte Figuren und Tiere in Mini-Format, liebevoll gestaltete Landschaftsbilder und Szenerien sowie diverse Erlebnisbereiche für die Kids: Das ist das Klein-Erzgebirge, der älteste Miniaturpark der Welt, zu finden im Stadtpark von Oederan.

Klar, dass der für Familien ein absolutes Must-see ist. Ebenso das Museum „Die Weberei“, in der ihr funktionstüchtige Handwebstühle bestaunen sowie das traditionelle Handwerk des Webens aktiv erleben könnt. Als lustiger Begleiter fungiert hier Wuschel, das Maskottchen des Museums, das auch ein Quiz für die Kinder ausgearbeitet hat. Auch das Dorfmuseum Gahlenz entführt euch in längst vergangene Zeiten: In einem idyllisch gelegenen denkmalgeschützten Dreiseitenhof könnt ihr einen Rundgang durch Bauernküche, Gute Stube und Klöppelzimmer unternehmen oder am Dachboden alte landwirtschaftliche Arbeitsgeräte begutachten.

6. Oberwiesenthal am Fichtelberg: einfach spitze!
Oberwiesenthal liegt exakt 914 Meter über dem Meeresspiegel – und gilt damit als die höchstgelegene Stadt Deutschlands. Höchster Punkt ist der Fichtelberg, den ihr von hier aus ganz bequem mit der Schwebebahn erreichen könnt. Von oben habt ihr einen atemberaubenden Ausblick auf das umliegende Erzgebirge und die Skisprungschanzen.

Was man hier im Winter unternehmen kann? Skifahren und rodeln zum Beispiel, die Naturrodelstrecke führt über 1.740 m Länge durch dichten Fichtenwald und durch so manch steile Kurve – genau richtig für mutige Flitzerinnen und Flitzer. Abenteuerlichen Fahrspaß verspricht auch die längsten Fly-Line der Welt, die sich über 1.500 Meter in spektakulären Kreiseln ins Tal windet. Kinder dürfen (unabhängig von Größe und Alter) ab einem Körpergewicht von 20 Kilo durch die Lüfte sowie an Baumwipfeln vorbei schweben, zum Ausgangspunkt bringt euch eine Vierer-Sesselbahn.

Ihr möchtet es gern ruhiger angehen lassen? Dann lautet unser Vorschlag: Dampft mit der romantischen Fichtelbergbahn über fünf Brücken und ein Viadukt. Die Bahn pendelt täglich auf eine Strecke von rund 17 Kilometern zwischen Cranzahl und Oberwiesenthal hin und her. Bei Schlechtwetter bietet sich ein Besuch im Wiesenthaler K3 an, einem einzigartigen Wintersport-Museum. Mehr Pokale und Medaillen könnt ihr nirgendwo sonst in Deutschland bewundern.

7. Eibenstock: märchenhaft und aufregend
Der Wurzelrudi, der laut Legende seit Hunderten Jahren in und um Eibenstock lebt, ist das freundliche Gesicht der Region – und die nach ihm benannte Erlebniswelt ist ganz auf Familien ausgerichtet. Auf dem fünf Kilometer langen Märchenrundweg reihen sich 15 putzige Häuschen aneinander, sie sind bekannten Figuren wie Aschenputtel, Rotkäppchen, Schneewittchen oder dem gestiefelten Kater gewidmet, zudem könnt ihr entlang der Route spannende Rätsel lösen.

Weitere Familien-Highlights in Eibenstock: Am Fuße des Adlerfelsen erwartet euch ein Wasserspielplatz samt Piratenschiff sowie eine überdimensionale Murmelbahn. Hier können eure Kids große Holzkugeln durch den Wald sausen lassen und die Strecke zum Teil sogar nach eigenen Vorstellungen umbauen.

Im Winter lockt die Skiarena Eibenstock mit einer extrabreiten, auch für Anfänger geeigneten Piste ins Tal. Und in Wurzelrudis Schneepark könnt ihr euch einen Zipfelbob ausleihen, per Zauberteppich nach oben befördern lassen und dann gemeinsam hinunterkurven. Herrlich!
Fazit: Das Erzgebirge ist ein top Familienziel
Unser Fazit: Sieben kleine Perlen, das digitale Bergmännlein Tatock, ein Dorf, in dem sich alles um Spielzeug dreht, das Erzgebirge in Miniformat und vieles mehr – das Erzgebirge ist ein top Urlaubsspot für Familien! Am besten plant ihr für jede der kleinen Perlen ausreichend Zeit ein, denn ihr wisst jetzt: Langeweile kommt hier ganz bestimmt nicht auf!














