Familienabenteuer: Rheinland-Pfalz mit der App entdecken!

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Mut und ein bisschen Ritter-Wissen braucht ihr, wenn ihr Rheinland-Pfalz mit der App entdecken möchtet – ein echtes Familienabenteuer!

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„Echt? Da wohnen wir?“, fragen meine Kinder, als wir den Parkplatz verlassen und durch das große Tor zum ersten Mal die Festung betreten: mächtige Mauern, geheimnisvolle Tunnel, verwinkelte Gänge. Wir durchschreiten verschiedene Tore und landen irgendwann auf dem großen Schlossplatz, von dem aus wir die Jugendherberge sehen. Mir ist schon beim ersten Anblick klar: Unser Lieblingsplatz hier wird die Terrasse vor dem Eingang sein, hier werden wir die kommenden Abende verbringen und bei Eis und kühlen Getränken den Sonnenuntergang über Koblenz bestaunen.

Was für eine Jugendherberge! Lumao-Autorin Steffi und ihre Söhne waren begeistert von der Jugendherberge Koblenu in der Festung Ehrenbreitstein ©Steffi Döring

Doch vor der Ruhe kommt erst mal Action, unser Ziel an diesem Wochenende: Wir möchten Mitglieder des Ritterorden Falkenfels werden – und das geht in Rheinland-Pfalz über eine App! Unter dem Motto Familienabenteuer Rheinland-Pfalz werden wir aus verschiedenen Regionen in Rheinland-Pfalz Koblenz und Umgebung auswählen. Wir werden der schönen Lady Loreley lauschen, die uns ein bisschen über ihr Leben und ihre Heimat erzählen wird. Und wir werden Fragen beantworten und Aufgaben lösen – die Jungs sind hochmotiviert!

Von Jugendherberge und Festung aus hat man einen atemberaubenden Ausblick auf Koblenz und das Deutsche Eck ©Steffi Döring

Spannend für Familien: Interaktiv und spielerisch den Romantischen Rhein entdecken

Doch zuerst zur App: Klar, dass auch ein Ritter seine rostigen Finger in der App hat – Ritter Reinhardt der Rüstige, er ist der Großmeister vom Orden Falkenfels. Dazu verstecken sich weitere Protagonisten in der Familienabenteuer-App, in unserem Fall führt uns Lady Loreley durch das Mittelrheintal bei Koblenz, Andernach und Neuwied. Je nach Standort kann man auch andere Regionen und Stationen auswählen.

Familienabenteuer Rheinland-Pfalz: Mit der Web-App könnt ihr verschiedenen Regionen erkunden udn jede Menge Rätsel lösen ©Steffi Döring

Unser erstes Abenteuer beginnt unweit der Festung im Garten der Schmetterlinge, der sich im Schlosspark Sayn befindet. Wir starten die App – und tauchen ein in das tropische Leben der Schmetterlinge und ihrer tierischen Mitbewohner. „Mama! Da ist ein echtes Chamäleon!“, ruft Anton (7) begeistert. Noch größer ist die Freude, als er das Reptil auf seinem Arm nehmen darf. Ganz vorsichtig klettert der Mini-Drache Antons Oberarm hinauf. „Das kitzelt aber“, flüstert er ehrfürchtig.

Mutig und eine echte Freude:Anton darf das Chamäleon hautnah bewundern ©Steffi Döring

Kurz darauf darf sich Anton auch noch riesige Raupen auf die Hand setzen. Wenn das mal nicht echten Rittermut beweist! Jetzt noch schnell die Fragen in der App beantworten: Wie heißen die fleißigen Lanzenträger in der gläsernen Burg? Und woher kommt eigentlich das Wort Schmetterling? Wir werden von Lady Loreley gelobt und sammeln die ersten Punkte auf dem Weg zum Ritterorden – jippieh, wir steigen zu Knappen auf!

Fragen beantworten, Rätsel lösen: In Rheinland-Pfalz zum Ritter werden

Am nächsten Morgen starten wir nach dem abwechslungsreichen Frühstück in der Jugendherberge zu einer Festungsführung – das Thema: 500 Jahre Festungsgeschichte. Klingt ein wenig trocken, aber Justus (10) und Anton sind Feuer und Flamme. „Bestimmt wissen wir schon das meiste!“, meint Justus – schließlich wohnen wir ja hier oben in der Jugendherberge. Die Festung ist quasi unser Urlaubszuhause – und wir können überall rumstromern, in Ruhe jede Ecke erkunden und die Eindrücke auf uns wirken lassen, so lange und so oft wir wollen.

Wirklich wunderschön: die Festung Ehrenbreitstein, die hoch über Koblenz thront ©stock.adobe.com/Comofoto

Klar, dass wir auch die Ritter-App-Fragen zu den Stationen „Jugendherberge“ und „Festung Ehrenbreitstein“ schnell beantworten können: Wie nennt man den besonderen Ritterhelm? Wie lange musste jemand in Haft bleiben, wenn er unter „strengem Arrest“ stand? Die Antworten verraten wir hier natürlich nicht, nur so viel: Die Kissenschlacht, zu der die Jungs noch aufgefordert werden, ist ihre Lieblings-Challenge!

Auf dem Weg zu echten Rittern: Justus und Anton, die Söhne unserer Autorin Steffi ©Steffi Döring

Aber natürlich gibt es auch für uns Neues: Wir erfahren, wie aus einer kleinen Siedlung im Mittelalter erst eine Burg und später die massive Festung entstand. Wir lernen, woher der besondere Name Ehrenbreitstein stammt, sehen Kanonen und eine Armbrust. Für die Kinder besonders lustig: Sogar auf dem Plumpsklo bestand die Möglichkeit, zu schießen, falls der Feind in einem ungünstigen Moment angriff.

Mit der Seilbahn gehts von der Festung in die Koblenzer Innenstadt

„Wir müssen nicht mit dem Auto runterfahren? Wie cool!“ Anton hüpft begeistert neben mir auf und ab und kann es kaum abwarten: Nein, wenn man in die Stadt will, kann man von der Festung aus direkt in die Seilbahn steigen und mit ihr in nur fünf Minuten runterschweben zum Deutschen Eck – Wahnsinnsaussicht inklusive! Die App fragt uns unterwegs, wie lange ein Drache wohl für diese Strecke gebraucht hätte: „Na klar, weniger als 30 Sekunden“, schlagen die Kinder vor. Das scheint zu stimmen, wir sammeln weiter Punkte!

Die Koblenzer Seilbahn – übrigens eine der modernsten Seilbahnen Deutschlands – überwindet 112 Meter Höhenunterschied und eine Distanz von 890 Metern ©Steffi Döring

Unten in Koblenz angekommen, schauen wir uns das Deutsche Eck an, also jene künstliche Landzunge, wo die Mosel in den Rhein fließt. Wir schlendern durch die Altstadt und den Schlosspark, bevor wir abends mit vielen Eindrücken und müden Beinen wieder mit der Seilbahn nach oben gleiten. Den Abend verbringen wir auf der Terrasse der Jugendherberge. Und während die Jungs auf dem Festungsplatz Fußball spielen, verschwindet die Sonne orange hinter den Hügeln. Einfach herrlich!

Die Jugendherberge Koblenz bietet nicht nur eine traumhafte Terrasse, sondern auch jede Menge Familienangebote ©Steffi Döring

Highlight für Eltern und Kinder: der Besuch beim Geysir Andernach

Nächster und letzter Programmpunkt unseres Familienabenteuers Rheinland-Pfalz: Andernach, ganz genau: der größte Kaltwassergeysir Deutschlands! Bevor wir mit dem Schiff zum Geysir fahren, informieren wir uns im Geysir Museum. In der interaktiven Ausstellung dreht sich alles um die Erdgeschichte und die Entstehung von kalten und heißen Quellen. „Mama, das ist aber ganz schön tief!“, sagt Anton etwas skeptisch, als wir in den Aufzug steigen und eine Stimme verkündet, dass dieser jetzt 4.000 Meter unter die Erde fährt. Unten angekommen, können wir dann tatsächlich (simuliertes) Magma sehen, Kälte und Hitze erfühlen, Wasser pumpen und Gestein ertasten. An Bildschirmen schauen wir uns die Lage von Vulkanen an und lernen etwas über Erdbohrungen – besser als jeder Physik- oder Geografieunterricht, da sind die Jungs sich einig!

Das Geysir Museum liegt direkt an der Rheinpromenade in Andernach ©Steffi Döring

Mit dem Schiff gehts dann endlich zum Geysir: 20 Minuten schippern wir an der schönen Kulisse Andernachs vorbei über den Rhein, bis es heißt: Alle Mann von Bord! Nach fünf Minuten Fußmarsch sind wir da. Und sehen – nichts. Doch plötzlich fängt es an zu blubbern, zu rauschen – und dann schießt Wasser aus der Erde! „Mama! Vorsicht! Du wirst nass!“, ruft Anton – und ich springe ein Stück zurück, denn tatsächlich rauscht das Wasser jetzt richtig in die Höhe und setzt die ganze Umgebung unter Wasser. In der App fragt Lady Loreley, wonach das Wasser schmeckt. Die Frage kann Justus sofort beantworten, auch ohne gekostet zu haben – schließlich hat er im Museum aufgepasst!

Spektakulär: Deutschlands größter Kaltwassergeysir, der Geysir Andernach ©Steffi Döring

Lehrreich und lustig: Familienabenteuer in Rheinland-Pfalz

Mit vielen Familienabenteuern im Gepäck gehts wieder nach Hause. Ob Justus und Anton Mitglieder des Ritterorden Falkenfels sind? Auch wenn einige Aufgaben ganz schön knifflig waren, erfahren wir zum Schluss: Ihr verdient den Ritterschlag! Und den sollen wir tatsächlich selbst durchführen. Ritter Reinhardt erklärt unter Trommelwirbel und Posaunenklängen genau, wie es geht – inklusive Ritternamen, Schwert(ersatz) und Ritterschlagzeremonie mit Kniefall. Ein feierlicher Moment zum Abschluss unseres Wochenendes, und wir fühlen uns jetzt wirklich ritterlich!

Nach drei Tagen Familienabenteuer Rheinland-Pfalz zum Ritter geschlagen: Justus und Anton ©Steffi Döring

Mehr Infos zu den Familienabenteuer Rheinland-Pfalz

Weitere Infos zur Web-App und den Möglichkeiten, interaktiv Rheinland-Pfalz zu entdecken, findet ihr hier!



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