Schnaubend, zischend und pfauchend rollt sie heran. Gemeint ist nicht etwa eine trotzige Vierjährige, sondern die nostalgische Murtalbahn. Ganz gemütlich schlängelt sie sich durch saftige Wiesen, dichte Wälder und an der Mur entlang. Die Strecke ist rund 37 Kilometer lang und führt von Unzmarkt in der Steiermark über Murau bis nach Lungau in Salzburg und wieder zurück.

Doch die Murtalbahn fühlt sich nicht wie ein gewöhnliches Transportmittel an, das einen von A nach B bringt, sondern nach Urlaub, Abenteuer und einer Reise in die Vergangenheit. Besonders bei Kindern sorgen die historischen Waggons der Schmalspurbahn für große Augen und offene Münder (Snacks gibt es in der Murtalbahn übrigens auch).

Ein Blick aus dem Fenster ist wie Fernsehen, nur besser. In Stadl an der Mur dann das nächste Highlight: Hier legt die Dampflok einen kurzen Stopp ein, um aufzutanken. Allerdings kommt nicht Diesel in den Tank, sondern Wasser in den Tender.
Perfekte Kombi für Familien: Murtalbahn und Murradweg
Aktive Familien können auch Bahn und Rad kombinieren. Möglich macht das der sogenannte „Murradler“, der spezielle Radzug der Murtalbahn. Er hält an ausgewählten Stationen und lässt genug Zeit, um die Räder ein- und auszuladen.

Unser Tipp für Familien mit Kindern: mit der Bahn ganz entspannt muraufwärts nach Stadl an der Mur oder bis nach Tamsweg fahren und anschließend den Murradweg zurück Richtung Murau radeln. Vor allem für Kinder ist die Strecke perfekt. Meist geht es leicht bergab, vorbei an idyllischen Bauerndörfern, Spielplätzen und gemütlichen Einkehrmöglichkeiten.
Gut zu wissen: Der „Murradler“ ist in den regionalen und österreichweiten Klimatickets, allen Tickets der Verkehrsverbünde Steiermark und Salzburg sowie im Freizeitticket Steiermark enthalten. Mit der Murau GästeCard bekommst du außerdem 30 Prozent Ermäßigung auf die Vollpreiskarte aller Dampfzüge in der Sommersaison.
Murtalbahn mit Kindern: Warum dieser Ausflug so gut funktioniert
Wer möchte, kann unterwegs einen Badestopp einlegen oder das Holzmuseum St. Ruprecht ob Murau besichtigen. Auf mehr als 10.000 Quadratmetern erfährt man dort alles über Holz und auch, was ein „Brocknlotter“ ist, wie die Balsampappel riecht und was Lärchenpech mit Husten zu tun hat. Oder man wandert durch das Arboretum, erkundet Bäume und Wildkräuter, den Barfußweg sowie den Holz-Wasser-Spielplatz.

Und auch wenn der Weg bekanntlich das Ziel ist, hat auch das Ziel selbst – in unserem Fall die mittelalterliche Braustadt Murau – viel zu bieten. Angefangen beim wunderschönen Stadtkern über das Murauer Handwerksmuseum bis hin zu Schloss Murau und gemütlichen Gasthäusern, in denen man den Tag entspannt und genussvoll ausklingen lassen kann.














