Watteweicher Schnee, kristallklare Luft und ein atemberaubendes Panorama ringsum – ein Skiurlaub bedeutet für viele pures Wintervergnügen. Keine Frage: Damit das so bleibt, ist ein Umdenken gefragt. Nicht nur bei den Skiregionen, die sich gerade vielerorts verändern und sich mit solarbetriebenen Skiliften, umweltzertifizierten Unterkünften und Co in Richtung Nachhaltigkeit entwickeln. Auch wir Gäste können unseren Beitrag leisten, um Klimaschutz und Urlaub noch stärker zu vereinen. Wir haben zehn Tipps für euch, wie nachhaltiger Winterurlaub funktionieren kann.

1. Mit dem Zug in den Skiurlaub fahren
Wisst ihr, warum die Anreise mit der Bahn ganz oben auf unserer Liste steht? Ganz einfach: Mit der An- und Abreise sowie den Autofahrten während des Urlaubs verursachen Skifahrerinnen und Skifahrer rund 75 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes während ihres Winterurlaubs.

Der wichtigste Schritt in Richtung nachhaltigem Winterurlaub ist deshalb: das Auto zuhause lassen und mit dem Zug in die Berge fahren. Das ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern – und da sprechen wir aus Erfahrung – gerade mit Kindern deutlich komfortabler.
2. Nachhaltiges Skigebiet wählen
Es gibt mittlerweile viele Urlaubsregionen, die Wert auf sanften Tourismus auch beim Thema Winterurlaub legen. Zum Beispiel, indem sie erneuerbare Energien nutzen, klimaneutrale Bergbahnen und Beschneiungsanlagen betreiben oder weitestgehend auf Kunstschnee verzichten. Woran ihr solch ein Skigebiet erkennt? Zum einen natürlich an entsprechenden Auszeichnungen wie dem Österreichischen Umweltzeichen.

Zum anderen daran, dass sich nachhaltige Alpenregionen nicht nur auf den Winter-, sondern auch auf den Sommertourismus konzentrieren. Und eines steht natürlich fest: Ein kleines, aber feines Skigebiet ganz ohne Skigondeln, 200-Tage-Schneegarantie und Co lässt sich deutlich einfacher klimaneutral betreiben als eine riesige Skiarena. Bestes Beispiel für nachhaltige Skigebiete sind übrigens die sogenannten Alpine Pearls, eine Kooperation aus deutschen, österreichischen, italienischen und slowenischen Tourismusgemeinden, die sich für einen autofreien Bergurlaub und klimaschonende Urlaubsangebote einsetzen.
3. Nachhaltiges Urlaubsdomizil buchen
Auch mit der Wahl eurer Unterkunft könnt ihr einen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Mit erneuerbaren Energien, ressourcenschonenden Heizkonzepten, einer nachhaltigen Bauweise, naturnahen Materialien und vielen weiteren Merkmalen setzen sich nachhaltige Urlaubsunterkünfte und Bio-Hotels für den Umweltschutz ein. Ein weiterer Vorteil: Meistens beziehen sie ihre Produkte von regionalen Höfen und Betrieben – und unterstützen somit zusätzlich Wirtschaft und Wertschöpfung vor Ort.

4. Einen längeren Skiurlaub statt vieler Kurztrips in die Berge
Dieser Tipp gilt eigentlich für alle Reisen. Denn klar ist: Wenn An- und Abreise mit dem Auto den Löwenanteil des CO2-Austoßes ausmachen, sollte es nur eine Anreise und eine Abreise geben. Also lieber länger den Aufenthalt an einem Ort genießen – ist für den Erholungsfaktor auch viel besser.
5. Skibus vor Ort nutzen
Und noch ein Tipp zum Thema Mobilität: Falls die Piste nicht fußläufig erreichbar ist, nutzt den Skibus oder Shuttlebus vor Ort! In den meisten Wintersportorten hält der Skibus an jeder Ecke und bringt euch ganz ohne Parkplatzsuche und Schuhwechsel bis zur Talstation.

6. Abwechslungsreichen Winterurlaub genießen
Nachhaltiger Winterurlaub bedeutet nicht, komplett aufs Skifahren zu verzichten. Aber warum nicht mal Neuland erkunden? Ob Schneeschuhwanderung, Rodelpartie, Langlaufrunde oder Winterwanderung – in den meisten Skigebieten werden neben Alpinski noch viele weitere tolle Winteraktivitäten angeboten, bei denen ihr die Bergwelt ganz neu entdeckt und gleichzeitig deutlich weniger Ressourcen verbraucht.

7. Auf den Pisten bleiben
Zugegeben, es gibt kaum etwas Schöneres im Skiurlaub, als durch unangetasteten Tiefschnee zu wedeln. Und dennoch: Bleibt bitte auf den markierten Pisten. Damit schützt ihr nicht nur Pflanzen und Wildtiere, sondern auch eure eigene Sicherheit. Unser Tipp für Tiefschnee-Vergnügen: Einfach früh aufstehen und als eine oder einer der ersten die über Nacht eingeschneiten Pisten hinuntersausen.

8. Auf den Hütten regional, saisonal und in Bio-Qualität genießen
Was wäre ein Skiurlaub ohne Hütteneinkehr, ohne Kaiserschmarrn, Germknödel und andere regionale Köstlichkeiten? Auch beim Thema Essen könnt ihr auf Nachhaltigkeit setzen. Entscheidet euch für Hütten und Restaurants, die regionale Speisen in Bio-Qualität anbieten. Und wenn ihr dann sogar noch auf Fleisch verzichtet, gibt es eine 1+ mit Sternchen auf eurer Nachhaltigkeitsskala.

9. Bei Skiausrüstung und Skikleidung auf Nachhaltigkeit achten
Skier, Skischuhe und Skihelm vor Ort auszuleihen spart nicht nur Produktionsressourcen, sondern erleichtert auch enorm die Anreise mit der Bahn. Ein weiterer Vorteil: Ihr könnt euch sicher sein, dass eure Skiausrüstung immer top in Schuss und auf dem neuesten Stand ist. Beim Einkauf der Skikleidung könnt ihr ebenfalls auf Nachhaltigkeit achten und Kleidung aus ökologischen oder recycelten Materialien kaufen.

10. Engagement für einen nachhaltigen Winterurlaub zeigen
Last but not least fängt Nachhaltigkeit in unseren Köpfen an. Das ökologische Bewusstsein wächst – nicht nur im Alltag, sondern auch im Urlaub und beim Wintersport. Wenn wir bei der Urlaubsplanung und in den Bergen unsere Sinne für Natur und Umwelt schärfen, den Winter sanft genießen und hier und da vielleicht auch mal Abstriche machen, dann können wir ruhigen Gewissens in den Winterurlaub fahren und Bergluft, Pulverschnee und Panoramaausblick genießen.














