Hotel Stern: Familienurlaub à la Bullerbü in Tirol, Österreich

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Berge, Natur und ein top Familienhotel – das sind die Zutaten, aus denen ein rundum entspannter Familienurlaub im Hotel Stern in Tirol besteht.

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Für manch einen mag es banal klingen: Mein Mann Jörn und ich haben mal die Füße hochgelegt. Auf Liegestühlen im Garten stoßen wir auf den Tag an und unterhalten uns – sogar in ganzen Sätzen. Unseren Sohn Thees (6) haben wir schon eine Weile nicht mehr gesehen, weil er mit seinen neuen Freunden das Gelände erkundet, und seine kleine Schwester Nele (2) flitzt in Sichtweite auf einem Bobbycar herum. Es ist ein Moment, in dem ich denke: Ja, das fühlt sich tatsächlich nach Urlaub an. Und wer kleine Kinder hat, der weiß: Das ist nicht banal, sondern eine kleine Sensation.

Hotel Stern: Die Tochter unserer Autorin ist auf jeden Fall superglücklich mit dem Fuhrpark ©Juliane Lauterbach

Diese Momente, die gibt er hier im Hotel Stern in Tirol ganz oft. Fünf Tage verbringen wir in dem Familienhotel in dem kleinen Ort Obsteig in Tirol. Und von der ersten Sekunde an wissen wir, dass sich jeder der knapp 900 Kilometer, die wir von Hamburg aus gefahren sind, gelohnt hat.

Zwischen Bergen und viel Grün gelegen: das Hotel Stern in Obsteig ©Hotel Stern/Alexander C. Kofler

Familienziel in Tirol: Hotel Stern in Obsteig

Nach der Ankunft dauert es nur wenige Minuten, bis die Kinder ins Spielzimmer flitzen. Das ist natürlich viel spannender als Koffer auszupacken. Und ich finde auch vieles spannender. Zum Beispiel den Blick vom Balkon: imposante Berge, sattgrüne Wiesen und oben auf den Bergen glitzert in der Frühlingssonne noch der Schnee.

Ein Traum von einer Kulisse: Das Hotel Stern liegt in Tirol ©Juliane Lauterbach

Bei einem ersten Rundgang durch das Hotel Stern fällt auf, dass hier Moderne auf Geschichte trifft. Alte Elemente eines typischen Tiroler Holzhauses wurden bewahrt und liebevoll in Szene gesetzt und mit modernen Materialien kombiniert. Tatsächlich geht die Tradition der Gründerfamilie Föger auf das Jahr 1509 zurück. In 20. Generation schreibt René Föger heute die Geschichte fort und setzt den Fokus ganz auf Nachhaltigkeit.

Bei Kindern ein Highlight: die Hofarbeit ©Juliane Lauterbach

Wenige Stunden nach der Ankunft kennen wir über unsere Kinder das halbe Hotel, sie sind wie immer die besseren Netzwerker. Schnell haben sie das Gelände für sich erobert, kicken auf dem Fußballfeld und spielen auf dem Spielplatz. Und schnell stellen wir fest: Irgendwie achten einfach alle aufeinander. Dazu passt das Stern-Motto: „I schaug auf Di, Du schaugst auf mi.“ Und auch der zweite Slogan passt: „A bissl Bullerbü auf Tirolisch“.

Wichtig im Hotel Stern: Nachhaltigkeit

Dieses Miteinander ist nicht verordnet, sondern einfach gelebt, genau wie alles andere hier. Denn das Hotel nimmt seine Gäste liebevoll an die Hand, wenn es um das Herzensthema Nachhaltigkeit geht. Gleich bei der Anreise bekommen wir ein Klima-Spiel übergeben, bei dem wir mit einfachen Maßnahmen Punkte – oder wie es hier heißt: Sterne – sammeln können. Die gibt es zum Beispiel, wenn wir auf Wurst verzichten, wenn wir die Handtücher nicht jeden Tag wechseln oder uns vor dem Schwimmen duschen, um den Chloreinsatz gering zu halten. Das beste Beispiel ist das Öko-Hallenbad, in dem nur nachhaltige Energie zum Einsatz kommt.

Das Schwimmbad des Hotel Stern ist richtig groß und das Wasser ist schön warm ©Hotel Stern

Das Schwimmbad bietet für jeden etwas: Nele liebt den Kinderbereich und Thees testet eifrig alle drei Rutschen darauf, welche die schnellste ist. Ergebnis: die linke, ne, doch die mittlere, vielleicht aber auch die rechte. Und ich nutze jeden Morgen die Zeit von 8 bis 9 Uhr, in der Kinder hier keinen Zutritt haben und ziehe meine Runden. Kann es mehr Luxus geben?

Ein Highlight für die Kinder im Hotel Stern: die Rutschen im Poolbereich ©Hotel Stern

Bullerbü auf Tirolerisch: Familienurlaub im Hotel Stern

Klar ist: Schwimmen wollen die Kinder jeden Tag. Auch der Indoor-Spielplatz steht täglich auf dem Programm. Und für Nele gibt es täglich einen weiteren Höhepunkt: Tiere füttern mit Opa Toni. Eifrig helfen die kleinen Hotelgäste beim Ausmisten, Füttern und Streicheln. Zuerst gehts zu den Pferden, dann zu den Ziegen und schließlich zum Hasen. Opa Toni versorgt in aller Ruhe die aufgeregte Kinderschar mit Möhren, Salatblättern, Schubkarren und was man sonst noch so braucht für echte Bauernhofarbeit. Ansonsten gibt es zahlreiche Aktivitäten im „Sternchen-Club“: von Kinder-Kino bis zum Ponyreiten.

Tiere hautnah erleben – das ist im Hotel Stern Programm ©Juliane Lauterbach

Wir haben Glück mit dem Wetter, sodass wir den wunderbaren Standort auf der Westseite des Mieminger Plateaus auch für Ausflüge in die Umgebung nutzen können. Das große Plus: Räder samt Anhänger können wir kostenlos im Hotel leihen. Für die anspruchsvolleren Strecken gibt es im „Stern“ auch E-Bikes (kostenpflichtig).

Die Umgebung von Obsteig bietet auch Möglichkeiten für familienfreundliche Radtouren ©Juliane Lauterbach

Rundherum Wasserfälle, Bergwiesen mit bunten Alpenblumen

Auf unseren Touren werden wir mit tollen Ausblicken belohnt: Wasserfälle, Bergwiesen mit bunten Alpenblumen und schönen Einkehrmöglichkeiten. Nur beim Kaiserschmarrn, den Thees sich so wünscht, haben wir zunächst kein Glück. „Wir werden ihn schon noch bekommen“, sage ich.

Hoch hinaus geht es für uns mit der Bergbahn Oberperfuss – Ranger Köpfel. Die Station ist etwa 30 Minuten vom Hotel entfernt und die Benutzung ist in der Welcome-Card enthalten, die wir vom Hotel bekommen haben. Auch eine Kraxe können wir im „Stern“ leihen. Dabei waren wir uns erst unsicher, ob wir sie brauchen würden. Als Nele jedoch nach wenigen Minuten streikt, sind wir froh, dass wir sie haben. Und so können wir den letzten Abschnitt hoch zur Rosskogelhütte doch zu Fuß bewältigen. Oben gibts Frittatensuppe und Knödel. Nur den Kaiserschmarrn, den gibt es auch hier nicht.

Superpraktisch: Kraxe leihen und loswandern. Das geht im Hotel Stern in Tirol ©Juliane Lauterbach

Lecker und regional schlemmen – das ist Programm im Hotel Stern

Auf der Rückfahrt freuen wir uns wieder auf unseren „Stern“ und wir Erwachsenen ganz besonders auf das Abendessen. Da können wir zwischen einem Gericht mit Fleisch oder Fisch und einer vegetarischen Variante auswählen. Dazu erwartet uns ein liebevoll bereiteter Salat auf unserem Familientisch, Vorspeisen vom Buffet und ein Nachtisch. Alles hier stammt aus der Region, auch das gehört zum Konzept des Hotels. Dogmatismus dafür nicht. Denn zur Region gehören eben auch Fleisch- oder Fischgerichte. Heute zum Beispiel ein gedämpftes Saiblingfilet.

Liebevoll angerichtet, regional und nachhaltig: das Frühstücksbuffet ©Juliane Lauterbach

Wer Kinder hat, die bei gedämpftem Fisch die Augen verdrehen, dem sei gesagt: Es gibt ein Kinder-Buffet. Da gibt es auch viel Gemüse, aber eben auch immer die Klassiker: Nudeln, Reis und Würstchen. Unsere Kinder finden das toll – und essen eine Woche lang Nudeln. Wir finden: Dann ist es so. Ist ja auch ihr Urlaub – und auch wir wollen nicht dogmatisch sein.

Wandern und Wellness in Tirol

Am vorletzten Tag möchten wir nochmal die Gegend erkunden und das schöne Wetter genießen. Der Tag startet wie immer mit einem tollen Frühstück, bei dem selbst unsere Kinder Lust haben, Neues zu entdecken. Zum Beispiel die Saftmaschine, die man nach Herzenslust mit Obst und Gemüse befüllen kann. Die Säfte werden von Tag zu Tag origineller. Und siehe da: Plötzlich geht sogar Sellerie!

Kurz bevor wir nochmal mit den Rädern rauswollen, dann das: Auf der Slackline im Stern-Garten verknackse ich mir den Knöchel. An Sport ist jedenfalls heute nicht mehr zu denken. Erstmal muss das Bein hoch. Also zieht Jörn allein mit den Kindern los, und noch bevor ich mich über meine Ungeschicklichkeit ärgern kann, fällt mir die Panorama-Sauna des Hotels ein. Mit Blick auf die Berge, mit Kneipp-Becken, Liegen, chilligen Schaukeln. Und dann weiß ich, dass es wahrscheinlich keinen schöneren Ort gibt, um einen Fuß hochzulegen.

Der perfekte Erholungsort für Eltern: der Spa-Bereich im Hotel Stern ©Hotel Stern/Rene Foeger

Erst gegen frühen Nachmittag treibt mich der Hunger hinaus nach unten ins Wirtshaus. Ich werfe einen Blick auf die Speisekarte, zücke sofort mein Handy und schreibe Jörn: „Das Gute liegt so nah. Hier im Hotel gibt’s Kaiserschmarrn.“ Und dann dauert es nicht lange und die Rest-Familie kommt zurückgeradelt…

Lumao-Autorin Juliane mit Familie: mit Mann Jörn, Thees und Nele ©Juliane Lauterbach

Perfekt für Eltern und Kinder: Familienurlaub im Hotel Stern

Der letzte Tag ist der einzige, an dem es regnet. Ausgerechnet für heute hatten wir Thees für das Kinderprogramm angemeldet: Zu Fuß sollte es auf den Waldspielplatz gehen, der etwa 20 Minuten entfernt liegt und zum Hotel gehört. Einen Tag in der Natur sein, Feuer und Stockbrot machen und im Tipi-Zelt basteln. Unsere Zweifel daran, ob das alles auch bei Regen stattfindet, zerstreut die Betreuerin schnell: „Wir gehen bei jedem Wetter raus. Solange die Kinder richtig angezogen sind, ist das doch kein Problem!“

Es gibt unzählige schöne Wanderrouten rund um Obsteig in Tirol. Duirch Wälder, über Almen und auf sonnige Bergplateaus ©Juliane Lauterbach

Und sie soll Recht behalten. Als wir Thees nach ein paar Stunden wieder in Empfang nehmen, strahlt er über das ganze Gesicht. Ich sage (typisch Mama): „Du bist aber nass geworden. Frierst du nicht? “ Thees guckt mich irritiert an und sagt: „Das hab ich noch gar nicht bemerkt.“

Es folgt ein letzter Abend, ein letztes Fußballspiel, noch einmal dem Hasen gute Nacht sagen und für uns Eltern ein Getränk auf der Dachterrasse. Als unser Familienurlaub im Hotel Stern am nächsten Morgen dann wirklich zu Ende geht, erleben wir herzzerreißende Szenen: Kinder, die hier in kürzester Zeit Freunde geworden sind, verabschieden sich etwas unbeholfen voneinander, weil sie dabei wohl die vage Ahnung haben, dass es für immer sein könnte.

Mit Pusteblumen gehen (manchmal) Wünsche in Erfüllung. Was Thees und Nele sich wohl wünschen? ©Juliane Lauterbach

Und dann fließen sogar Tränen. „Ich will nicht weg, das war so schön hier.“ Ich habe versprochen, nicht zu verraten, welches Kind das gesagt hat. Nur so viel: Es sprach mir sehr aus der Seele.

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