Schatzsuche 2.0: Geocaching mit Kindern

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Habt ihr schon einmal etwas von Geocaching gehört? Das macht selbst die größten Wandermuffel zu richtigen Outdoor-Fans. Wir verraten euch, was es mit der GPS-Schnitzeljagd auf sich hat!

Geocaching – das ist die Idee für das nächste Wochenende, den Kurzurlaub im Grünen, für Wanderferien, für einen Urlaub in Deutschland und Europa! Seit einigen Jahren gibt es weltweit einen richtigen Hype um das sogenannte Geocaching – eine moderne Form der Schnitzeljagd, bei der man sich mithilfe von GPS-Koordinaten auf die Suche nach einem versteckten Schatz begibt.

Durch das Geocaching landet ihr an Orten, die ihr sonst vielleicht nie entdeckt hättet ©Kirsten Düspohl

Da die „Caches“ in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade unterteilt sind, eignet sich das Outdoor-Abenteuer perfekt für die ganze Familie. Und ganz nebenbei ist Geocaching auch eine tolle Möglichkeit, euren Kids Lust auf einen Spaziergang zu machen!

Wie funktioniert Geocaching?

Immer den Koordinaten nach! ©adobe.stock.com/Michael Eichhammer

Ob zu Hause oder im Urlaub, ob im Sommer oder Winter – Geocaching kann zu jeder Zeit und an nahezu jedem Ort stattfinden. Installiert dafür einfach eine der vielen Geocaching-Apps (z.B. c:geo oder geocaching®) auf eurem Smartphone oder registriert euch auf einer Geocaching-Plattform (z.B. geocaching.com oder opencaching.de). Die meisten Apps sind gratis, bieten aber zusätzlich eine kostenpflichtige Premiumversion an, in der dann weitere Caches freigeschaltet sind.

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Lasst euch die Caches in eurer Nähe oder an dem Ort eurer Wahl anzeigen. Euer Smartphone oder GPS-Gerät navigiert euch nun zu den angezeigten GPS-Koordinaten. Haltet die Augen am Zielort offen, denn die kleinen Schatzdosen sind meistens gut versteckt. Manchmal erhaltet ihr in der App weitere Hinweise zum Versteck oder müsst Rätsel lösen, um den Schatz zu finden.

Cache gefunden? Dann könnt ihr einen Hinweis hinterlassen ©Kirsten Düspohl

Habt ihr den Cache schließlich entdeckt, findet ihr darin ein Logbuch, in das ihr Name und Datum eintragen könnt. Wer mag, kann den Fund zusätzlich in der App als gefunden abhaken. Zum Schluss legt ihr den Cache wieder zurück, damit ihn die nächsten Schatzsucher finden können.

Einen Stift solltet ihr immer dabeihaben, um euch ins Logbuch einzutragen ©Kirsten Düspohl

Das solltet ihr dabeihaben:

  • Smartphone oder GPS-Gerät
  • Stift (oft funktionieren die in den Boxen nicht mehr)
  • kleine Tauschgegenstände für die Schatzkiste
  • Taschenlampe
  • Notizblock (falls ihr Rätsel lösen müsst)

Unser Tipp: Damit ihr und eure Kids Spaß an der Schatzsuche habt, sucht euch anfangs leichte Caches aus.

Wie sieht ein Geocache aus?

Wer eine große Schatzkiste wie aus Abenteuer- und Piratenfilmen erwartet, der wird enttäuscht. Oftmals handelt es sich bei den Caches um kleine, wetterfeste Metall- und Brotboxen oder Filmdosen, die in jedes Astloch, unter eine Baumwurzel oder zwischen die Holzbohlen eines Stegs passen.

Dieser Cache ist in einem Schneckenhaus versteckt ©Kirsten Düspohl

In dieser „Schatztruhe“ befinden sich ein kleines Logbuch, ein Stift und manchmal ein paar kleine Schätze, wie z.B. Dekofiguren, Spielzeugautos, Modeschmuck etc. Bei diesen Gegenständen handelt es sich um Tauschobjekte, das heißt: Ihr dürft etwas aus der Schatzkiste mitnehmen, wenn ihr im Gegenzug etwas hineinlegt. Kein Gold, kein Silber? Nein, denn wer einen Cache findet, wird nicht mit Reichtum belohnt, sondern mit Spaß und einer großen Portion Stolz.

Ab welchem Alter eignet sich Geocaching?

Geocaching ist ein tolles Nachmittags- oder sogar Tagesprogramm für die ganze Familie. Am meisten Spaß haben Kinder daran, die bereits im Schulalter sind, den Umgang mit dem Smartphone beherrschen und die Hinweise etc. lesen können. Vor allem aber entwickeln sie in dem Alter erst ein Verständnis dafür, dass das Suchen an sich und nicht der „Schatz“ den Reiz von Geocaching ausmacht.

Um den Cache zu finden, ist kein Hang zu steil ©adobe.stock.com/Marcin

Wo könnt ihr geocachen?

In Hamburg gibt es viele Caches. Die grünen Icons zeigen die freien Caches an, die grauen können durch die Premium-Version freigeschaltet werden ©Geocaching®

Kaum zu glauben, aber diese geheimen Schätze gibt es nahezu überall. Allein in Deutschland sind mehr als 360.000 Caches versteckt, die darauf warten, von euch entdeckt zu werden. Ob in Wäldern, an Flussufern oder mitten in der Großstadt – egal, wohin euch die Wege führen, wohin ihr reist oder spazieren geht, ihr könnt euch sicher sein, dass bereits jemand vor euch in der Gegend war und heimlich einen Cache versteckt hat.

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Regeln für eine erfolgreiche Geocaching-Schatzsuche

  1. Die Caches müssen so versteckt werden, dass sie ohne Hilfsmittel (z. B. Schaufel oder Schraubenzieher) gefunden werden können.
  2. Der Schatz darf nicht auf Privatgrundstücken versteckt werden.
  3. Jeder Cache beinhaltet ein Logbuch, in das sich der Cacher mit Namen und Datum eintragen kann. Ist das Logbuch voll, könnt ihr einen Zettel von eurem Notizblock in den Cache legen.
  4. In einigen Caches verstecken sich kleine „Schätze“. Wer etwas aus der Schatzkiste herausnimmt, muss etwas Gleichwertiges (bitte keine Lebensmittel!) wieder hineingeben.
  5. Der Schatz muss wieder an exakt der gleichen Stelle versteckt werden, damit die Koordinaten und Hinweise stimmen.
  6. Lasst euch bei der Schatzsuche nicht von „Muggels“, also Unwissenden, beobachten – das kann gerade bei Caches an gut besuchten Plätzen zur Herausforderung werden!
  7. Schützt die Natur und nehmt Rücksicht auf Pflanzen und Tiere.
Wer die Wege verlässt, sollte Rücksicht auf die Natur nehmen ©Kirsten Düspohl

Kirsten Düspohl wuchs dort auf, wo andere Urlaub machen: in einem kleinen Ostseebad in Schleswig-Holstein. Inzwischen lebt sie seit mehr als zehn Jahren gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Hamburg. Die selbstständige Texterin und Redakteurin schreibt für verschiedene Werbeagenturen, Stiftungen sowie Blogs und Online-Portale.

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