Winterurlaub in einem Chaletdorf im Salzburger Großarltal – da hatten meine Familie und ich bei der Urlaubsplanung sofort ein Bild vor Augen. Von verschneiten Bergen mit Puderzuckerhängen zum Skifahren, von gemütlichen Familienabenden im urigen Chalet. Kurz gesagt, wir stellten uns einen Skiurlaub vor, wie wir ihn schon etliche Male zuvor mit unseren Kindern erlebt haben. Immer wieder nett, aber auch wenig überraschend. Um es vorwegzunehmen: Wir lagen komplett daneben. Dieser Urlaub im Feriendorf Holzlebn* in Großarl sollte sich von allen bisherigen Winterurlauben unterscheiden – und uns mehr als einmal überraschen.

Feriendorf Holzlebn in Großarl: Chaletdorf, Bauernhof und Skiort in einem
„Sind die niedlich“, unsere Tochter Jette (16) lässt ihren Koffer stehen und geht schnurstracks auf die drei zottigen Ponys zu, die uns Neuankömmlingen erwartungsfroh entgegenblicken. Unser Sohn Tom (14) läuft ebenfalls auf den Pferdepaddock zu, wechselt dann jedoch den Kurs, als er den riesigen Gokart-Fuhrpark entdeckt.

Mein Mann Jan und ich grinsen uns an. Klar, unsere beiden Teenies sind eigentlich schon zu alt für einen klassischen Bauernhofurlaub – aber das heißt ja nicht, dass man gegen zuckersüße Vierbeiner und rasante Kettcars immun ist.

Außerdem: Das Feriendorf Holzlebn ist so viel mehr als ein gewöhnlicher Bauernhof. Zum einen ist da natürlich die Lage. Das Chaletdorf befindet sich in Großarl im Salzburger Land, mitten in der Skiregion Dorfgastein-Großarltal. Bis zur Talstation ist es nur ein kurzer Spaziergang oder eine schnelle Fahrt mit dem Skibus. Aber auch direkt gegenüber vom Holzlebn gibt es ein kleines Winterwunderland: die Fischbacherwiese, ein familienfreundlicher Hang mit kostenfreien Attraktionen wie einem Kinderskilift, einer Rodelpiste und einem Winterspielplatz mit Reifen-Karussell.
Familienurlaub im Almdorf mitten im Großarltal
Dass die Top-Lage nicht der einzige Pluspunkt im Feriendorf Holzlebn ist, merken wir spätestens, als uns der sympathische Rezeptionist Sayed zu unserem Chalet für die nächsten vier Tage führt – vorbei am Spielzimmer, am Streichelzoo mit Ponys, Ziegen, Häschen und Hühnern, am großen Spielplatz und einer Lagerfeuerstelle. „Wow, das ist ja richtig luxuriös“, sage ich staunend, als wir die Edelweiß-Alm betreten, eines von insgesamt acht Chalets in dem Feriendorf.

Sayed zeigt uns die zwei gemütlichen Schlafzimmer nebst Bädern und erklärt uns, wie die modernen Geräte und der Kamin in der Wohnküche funktionieren. Als er uns mit in den privaten Wellnessbereich mit Sauna und Ruheraum nimmt, denke ich kurz, dass ich meinen Lieblingsort im Chalet gefunden habe. Aber dann öffnet er die Terrassentür zu unserem eingezäunten Garten und da steht sie: die heiße Außenbadewanne. „Ich weiß schon, wo ich heute Abend unterm Sternenhimmel liege“, sage ich grinsend zu meiner Familie. Wer hätte gedacht, dass Urlaub auf dem Bauernhof so luxuriös sein kann?

Kostenfreie Winteraktivitäten mit Kindern in Großarl und Hüttschlag
Die nächste Überraschung wartet am nächsten Tag – zumindest für die Kinder. „Wir gehen heute nicht skifahren?“, fragt unser Jüngster überrumpelt, während wir uns gemeinsam über die Leckereien unseres reich bestückten Frühstückskorbs hermachen.

„In den Schnee geht es trotzdem“, lächle ich und erzähle ihnen vom Verein Berg-Gesund im Großarltal, der für die Gäste ein kostenfreies Wochenangebot hat, darunter Skitouren, Sportklettern oder Winterwandern. Heute wird eine geführte Schneeschuhwanderung angeboten – und für die habe ich uns angemeldet. Denn ganz ehrlich: Winterurlaub ist so viel mehr als nur Skifahren. Deshalb werden wir in diesem Urlaub einen Mix machen – aus Alpinski und sanften Winteraktivitäten. Ein netter Nebeneffekt: Der Winterurlaub mit Kindern wird dadurch deutlich günstiger.

Schneeschuhwandern mit Berg-Gesund im Großarltal
Ich sehe es: Unsere Teenager sind ein bisschen skeptisch, als sie sich die Schneeschuhe unterschnallen und die Stöcke einstellen. Aber mit jedem Schritt, dem wir unseren Bergführer Sepp hinterherlaufen und immer weiter eintauchen in dieses Winterwunderland, wandern auch die Mundwinkel Stück für Stück nach oben. Die Natur ist hier so unberührt und still, wie es eine Skipiste niemals sein könnte. Und so entdecken wir den Winter auf eine ruhige Weise, stapfen über schmale Pfade, durch verschneite Wälder und über weite Schneefelder.

Und dann kommt noch ein echtes Highlight, das ein bisschen beängstigend, aber auch ganz schön spannend ist: Sepp erklärt uns, was wir im Falle einer Lawine machen müssten. Wir kramen unsere Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS-Geräte), die Lawinensonden und Schaufeln aus unseren Rucksäcken – Pflichtausrüstung bei einer Schneeschuhwanderung – und lassen uns von dem erfahrenen Wanderführer erklären, was im Notfall zu tun wäre. „Ich habe ihn gefunden“, freut sich Jette, als wir bei einer abschließenden Übung einen versteckten Piepserl im Tiefschnee orten.

Skifahren mit Kindern im Skigebiet Dorfgastein-Großarltal
„Endlich“, sagt Tom, schnallt sich die Skier unter und saust am nächsten Morgen die erste Piste hinab. Die Skischaukel Dorfgastein-Großarltal gehört mit 70 Pistenkilometern nicht zu den größten Skigebieten im Salzburger Land, aber definitiv zu einem der familienfreundlichsten. Die meisten Abfahrten sind blau oder rot und nur drei sind als schwarze Pisten eingestuft.

An zwei Tagen wedeln wir die meisten dieser Pisten hinunter, gondeln wieder und wieder hoch auf Kreuzkogel (2.027 Meter) und Fulseck (2.033 Meter), statten Funslope und Snowpark einen Besuch ab und nehmen die himmlisch breite Familienabfahrt, die Gastis Family Line, unter die Lupe. Und zwischendurch kehren wir in den gemütlichen Hütten mit ihren Sonnenterrassen ein, lassen uns Kaiserschmarrn, Germknödel und Skiwasser schmecken.

„Eigentlich dürften wir mit unserem Skipass ganz Skigastein nutzen, also auch mit dem Bus nach Bad Gastein und Sportgastein fahren“, sagt Jan mit Blick auf den Pistenplan, „aber für unsere zwei Skitage brauchen wir das gar nicht.“ Recht hat er, schließlich wollen wir in diesem Urlaub nicht nur skifahren. Und deshalb stehen noch Rodeln auf der Fischbacherwiese, eine Schnupperstunde Sportklettern in der Kletterhalle Großarl (ebenfalls ein kostenloses Berg-Gesund-Angebot!) und natürlich Wellness auf dem Programm. Wozu haben wir sonst unser eigenes kleines Spa im Chalet?

Fackelwanderung, Ponyreiten und Co: Familienurlaub im Feriendorf Holzlebn ist vielseitig
„Ist das ein schöner Abschluss“, raune ich meiner Familie zu. Es ist der letzte Urlaubsabend und mit flackernden Fackeln und einer geselligen Gruppe aus kleinen und großen Gästen stiefeln wir den Waldpfad auf den Berg hinterm Hof hinauf. Die meisten Familien im Feriendorf Holzlebn* haben eher kleinere Kinder. Wir haben uns trotzdem bei einigen Aktionen im Hofprogramm angeschlossen, waren reiten, haben Ponys gestriegelt und bei der Fütterung geholfen.

Und nun wandern wir hoch zum Abenteuerspielplatz mitsamt verwunschenem Baumhaus, in dem heißer Glühwein, Kinderpunsch und selbstgebackene Kekse auf uns warten.

Fazit: Winterurlaub im Großarltal ist so viel mehr als ein Skiurlaub
Und während meine Familie angeregt darüber fachsimpelt, was ihr Highlight in diesem Urlaub war, denke ich, dass diese Tage wirklich ein spannender Mix waren: Skiurlaub und sanfte Winteraktivitäten, ein bisschen Landidyll und Bauernhofleben und eine große Portion Wellness und Komfort. Fast ein bisschen so, als hätten alle Familienmitglieder ihre völlig unterschiedlichen Urlaubsvorstellungen in einen Topf geschmissen, einmal kräftig umgerührt und danach diesen Familienurlaub serviert bekommen. Und eines steht dabei fest: Geschmeckt hat uns dieser Winterurlaub im Großarltal allen.

Weitere Infos für Winterurlaub mit Kindern im Großarltal
Wie schneesicher ist das Großarltal?
Die Skischaukel Dorfgastein Großarltal gilt von Anfang Dezember bis April als schneesicher, denn 90 Prozent der Pisten können beschneit werden. Auch die Höhe von bis zu 2.033 Metern sorgt für gute Bedingungen zum Skifahren.
Welche Winteraktivitäten für Familien mit Kindern gibt es im Großarltal?
Im Großarltal im Salzburger Land gibt es neben dem klassischen Abfahrtski auch die Möglichkeit für Langlauf und Skitouren. Ihr könnt winterwandern und rodeln oder ihr nehmt an einem der Angebote vom Verein Berg-Gesund teil. Für Gäste der Mitgliedsbetriebe sind diese kostenlos. Im Winter werden zum Beispiel Schneeschuhwanderungen, Skitouren oder Schnupperstunden im Sportklettern angeboten.
Was kostet ein Skiurlaub im Großarltal?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn die Preise hängen hauptsächlich von der Unterkunft und der Saison ab. Die Tageskarte für die Skischaukel Dorfgastein-Großarltal kostet ab 65 Euro, ein 4-Tages-Skipass für Ski amadé gibt es ab 255 Euro. Für Kinder gelten andere Tarife.
Unser Tipp: Es gibt immer wieder attraktive Angebote zu günstigeren Preisen wie den Frühbucher-Bonus, die Family Spring Days, die Lady-Skiwoche, Best Ager, den Ski amadé Start zum Saisonauftakt sowie den Sonnenskilauf zum Saisonende.
Eignet sich das Feriendorf Holzlebn für einen Chaleturlaub mit Kindern in Österreich?
Das Feriendorf Holzlebn* ist mit seinen exklusiven Chalets und den gemütlichen Ferienwohnungen voll und ganz auf Familien eingestellt. Neben einem Streichelzoo, einem großen Spielplatz und einem Gokart-Fuhrpark gibt es ein kunterbuntes Hofprogramm mit Ponyreiten, Tierfütterungen, Fackelwanderungen, Kreativangeboten und Co. Für kleinere Kinder eignen sich das Spielzimmer und Woodies Welt, ein Abenteuerpfad mit Waldspielplatz.
Wie sind die Preise im Feriendorf Holzlebn`?
Die Preise im Feriendorf Holzlebn* unterscheiden sich nicht nur nach Saison, sondern hängen auch davon ab, ob ihr euch mit euren Kindern in einer der sieben Ferienwohnungen oder in einem der acht exklusiven Chalets einquartiert. Die Ferienwohnungen gibt es ab 175 Euro/Nacht. Die Chalets mit eigenem Wellnessbereich kosten ab 505 Euro/Nacht (Stand: Oktober 2026).
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