„Da ist aber ein Riesenbrot!”, ruft unser Sohn Anton und rennt los. Noch weiß er nicht, dass Bernd das Brot nur eine von vielen KiKA-Figuren ist, die wir heute noch entdecken werden. Wir, das sind mein Mann Stephan, unser vierjähriger Sohn und ich – und wir werden an diesem Wochenende Erfurt erkunden. Während ich mich in Gedanken schon auf den Zoo am nächsten Tag freue, bestaunt unser Sohn das Brot von allen Seiten und bemerkt: „Der hat ja gar keine Nase.” Nein, eine Nase hat Bernd das Brot nicht, dafür aber die unverwechselbaren kurzen Arme. Und bevor Anton noch in das überdimensionale Brot beißt, holt mein Mann den Stadtplan heraus. Darauf sind alle Fernsehfiguren markiert, die über die ganze Stadt verteilt sind.

Unsere Highlights für Familien in Erfurt auf einen Blick
- KiKA-Figuren und die Erfurter Altstadt
- Krämerbrücke
- Thüringer Zoopark
- Zitadelle Petersberg
- egapark mit dem Wüsten- und Urwaldhaus Danakil
Sandmännchen, Tigerente & Co: Die KiKA-Figuren auf einem Rundgang durch Erfurt entdecken
Ein Wochenende in Erfurt liegt vor uns, und wir starten gleich mit einem absoluten Highlight: mit Bernd dem Brot, einer der bekannten KiKA-Figuren. Wir breiten den Kinderstadtplan (man kann ihn hier herunterladen oder kostenlos in der Erfurt Tourist Information hinter der Krämerbrücke abholen) vor uns aus und stellen fest: Er ist so übersichtlich gestaltet, dass Anton sich fast selbstständig orientieren und die nächste Figur finden kann. Uns springen Sandmännchen, Tigerente und die Maus ins Auge. Nur wenige Minuten entfernt finden wir das Sandmännchen, das auf einer Bank sitzend scheinbar nur auf uns gewartet hat. Anton kuschelt sich daneben, später klettert er auf der Tigerente herum, die wir nach einer kurzen Pause auf dem Spielplatz besuchen.

Insgesamt stehen 14 KiKA-Figuren über Erfurt verteilt. Die Suche nach ihnen wird beim Stadtbummel schnell zur kleinen Schnitzeljagd: Es gibt immer ein neues Ziel, auf das sich die Kinder freuen, und ganz nebenbei lernen wir zusammen Erfurts Altstadt kennen. Auf dem Anger etwa stehen Maus und Elefant – und obwohl sich auf dem großen Platz alle Straßenbahnlinien treffen, zählen für unseren Sohn in diesem Moment nur die beiden Figuren.
| KiKA-Figur | Standort |
| Bernd das Brot | neben dem Rathaus |
| Das Sandmännchen | hinter der Krämerbrücke |
| Die Tigerente | am Fischmarkt, zur Predigerstraße |
| Maus und Elefant | auf dem Anger |
| KiKaninchen | Spielplatz hinter der Krämerbrücke |
| Käpt’n Blaubär und Hein Blöd | unterhalb der Schlösserbrücke |
| Rabe Rudi | im Flughafen Erfurt-Weimar |
| Drache Tabaluga | neben dem alten Wachhäuschen vor der Staatskanzlei |
| Fuchs und Elster | neben dem Theater Erfurt auf dem Theaterplatz |
| Der Goldene Spatz | vor dem Cinestar |
| Fidi, die Fledermaus | auf dem Petersberg |
| Pittiplatsch | auf der Rathausbrücke |
| Moppi und Schnatterinchen | hinter der Krämerbrücke |
| Jan und Henry | am Thüringer Zoopark |
Krämerbrücke mit Kindern: Eis, Fachwerk und Spielplatz
Nach der Ankunft in Erfurt wollten wir eigentlich nur ein paar Schritte gehen und uns mit einem Eis auf die nächsten Tage einstimmen. Dass daraus ein langer Stadtbummel mit KiKA-Figuren-Jagd wird, konnten wir nicht ahnen. Ebenso wenig, wie dass wir nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt gleich ein weiteres Highlight entdecken: den Goldhelm-Eiskrämer auf der Krämerbrücke – mit hausgemachtem Eis und so außergewöhnlich klingenden Sorten wie Bullerbüh, Elefantensnack, Limettenbrise Tahiti und Safrancisco. Wir entscheiden uns für Edelkakao-Dattel und Blaubär, letzteres kredenzen die Eisspezialisten aus Wildheidelbeeren und weißer Schokolade. Auch die Eiswaffeln werden hier selbst hergestellt – und all das schmeckt man. So saßen wir also schon am ersten Nachmittag auf den Stufen der alten Häuser – und genossen das superleckere Eis und die Atmosphäre in Erfurt.

Doch nicht nur das Eis lohnt den Stopp: Auch die Krämerbrücke selbst ist ein echtes Highlight. Sie ist die längste, durchgängig bebaute und bewohnte Brücke Europas. Hier reiht sich Fachwerkhaus an Fachwerkhaus, es gibt kleine Galerien und Handwerkskunst. Auf den Stühlen davor sitzen jetzt Menschen in der Abendsonne und genießen ihren Aperitif. Da könnte ich mich direkt dazu setzen, denke ich. Stattdessen schlendern wir weiter, gehen einige Stufen hoch und lassen unsere Blicke vom Roten Turm der Ägidienkirche am Brückenkopf über die Dächer bis zum Dom schweifen.

Hinter der Krämerbrücke liegt ein großer Spielplatz: Dort wartet das KiKaninchen auf Anton, dazu ein Ausguck mit Fernrohr, verschiedene Schaukeln und Wasserspielgeräte. Hier schmieden wir die Pläne für die kommenden Tage.
Kurze Wege, viele Ziele: Darum funktioniert Erfurt mit Kindern so gut
Schon jetzt ist uns klar, warum sich Erfurt so gut für einen Städtetrip mit Kindern eignet: Die Altstadt ist kompakt, die Wege sind kurz und auch für kleine Kinderfüße geeignet. Dazu kommen die vielen KiKA-Figuren, die überall in der Stadt stehen, und schöne Spielplätze. Und: Zwei bis drei Tage reichen gut aus, um die wichtigsten Familienziele kennenzulernen. Für uns stehen in den nächsten zwei Tagen einige auf dem Programm: der Zoopark zum Beispiel, der egapark mit dem Danakil und die Zitadelle Petersberg.

Thüringer Zoopark Erfurt: Elefanten, Löwen und Lemuren
Nach einem ausgiebigen Frühstück steuern wir den Thüringer Zoopark Erfurt an. Mit der Straßenbahnlinie 5 sind es von der Altstadt aus rund 20 Minuten bis zur Endhaltestelle Zoopark. Da wir die ErfurtFamilyCard nutzen, haben wir auch freien Eintritt und können kostenlos mit dem ÖPNV fahren. „Können wir einen Bollerwagen mitnehmen?”, fragt Anton, als er den Verleih am Eingang sieht. Später am Tag werde ich wissen, dass das vielleicht eine gute Idee gewesen wäre, denn mit fast 63 Hektar ist der Thüringer Zoopark Erfurt einer der flächengrößten Zoos Deutschlands.

Doch wir wollen flexibel bleiben und machen uns zu Fuß auf den Weg, um die über 1.000 Tiere zu bestaunen. Zum Glück gibt es auf dem Rundweg viele Gehege, sodass man die Größe des Zoos gar nicht bemerkt. „Warum schlafen die Löwen denn immer noch? Es ist doch schon fast Mittag”, beschwert sich Anton. „Die haben kein Kleinkind, das sie so früh weckt”, antwortet mein Mann trocken und ist schon auf dem Weg zu den nächsten Tieren. Wir beobachten Zebras, Strauße, Pelikane und dürfen sogar zu den Lemuren ins Gehege, das begehbar und besonders aufregend für Kinder ist. Die Äffchen flitzen frei herum, turnen durch die Bäume und springen uns fast auf den Kopf.

Ein Highlight für uns Erwachsene ist die Gepardenfütterung, bei der wir die Tiere aus nächster Nähe beobachten können. „So einem Geparden möchte ich aber auch nicht in freier Wildbahn begegnen”, flüstere ich meinem Mann ehrfürchtig zu, als ich sehe, wie die Wildkatzen zu ihrem Fressen sprinten. Die Elefantenanlage mit mehreren Jungtieren, kleinen Kletter-Elefanten aus Stein und den Nashörnern direkt daneben, dazu der begehbare Berberaffenberg mit seinem Abenteuerweg über Stock und Stein – all das schaffen wir an einem halben Tag. Aber man kann im Zoopark Erfurt auch locker einen ganzen Tag verbringen. Doch wir haben noch weitere Pläne …

Zitadelle Petersberg: Festung, Aussicht und Mitmach-Ausstellung
Am Nachmittag steigen wir hinauf auf die Zitadelle Petersberg, die direkt neben dem Erfurter Dom liegt. Schon der Domplatz mit dem imposanten Mariendom und der Severikirche ist eine eindrucksvolle Kulisse. Nach oben zur Zitadelle auf den Petersberg führen Treppen, mit Kinderwagen oder Rollstuhl fährt man einfach im Zickzack den Alternativweg. Mit dem kostenlosen Aufzug geht es dann auf das obere Plateau. Von hier oben haben wir den schönsten Rundblick über Erfurt. Meinem Mann wird kurz mulmig, er hat ein bisschen Höhenangst. Nach kurzer Zeit kann aber auch er den Ausblick genießen. „Komm, wir gehen auf die Burg”, drängelt Anton und läuft über die Brücke Richtung Festung.

Die Zitadelle Petersberg ist eine der größten und besterhaltenen barocken Stadtfestungen Europas. Sie wurde im 17. Jahrhundert sternförmig angelegt. Der Eintritt für die interaktive Ausstellung ist ebenfalls in der ErfurtFamilyCard enthalten, also gehen wir rein ins Kommandantenhaus. Hier wird die Geschichte der Zitadelle kindgerecht mit Video-Animationen und Mitmachstationen erklärt. Wir bauen virtuell die Mauern der Festung auf: Mein Mann sägt das Holz fürs Gestell, mein Sohn bearbeitet die Steine und ich bediene den Kran. „Schneller, Mama”, feuert mein Sohn mich an. Das macht so viel Spaß, dass wir sogar zweimal virtuell die komplette Festungsmauer bauen. Was für eine coole Art, Kindern Geschichte zu erklären, denke ich. Kein Wunder, dass Anton genau diesen Programmpunkt später als sein persönliches Highlight nennen wird.

Lumao-Tipp: Für ältere Kinder gibt es außerdem noch die Petersberg-Rallye, bei der man das Areal auf eigene Faust erkundet und Führungen durch die unterirdischen Horchgänge macht. Beides wird eher ab dem Grundschulalter empfohlen.
egapark Erfurt: Danakil, Spielplatz und jede Menge Natur
Ein neuer Tag in Erfurt, ein neuer Programmpunkt auf unserem Erfurt-Städtetrip mit Kind: Heute geht’s in den egapark. Direkt hinter der Kasse, an der wir dank ErfurtFamilyCard übrigens wieder nichts extra bezahlen müssen, wartet passenderweise schon der ega-Express. Mit der kleinen Parkbahn drehen wir eine Runde über das gesamte Gelände. Bei der rasanten Fahrt bekommen wir einen guten ersten Eindruck, was wir uns hier alles anschauen können: einen Bauernhof, den großen Spielplatz natürlich und den Japanischen Garten. Erstmal zieht es uns aber auf die Wiese – für ein Picknick zwischen den bunten Blüten. Überall im egapark blüht es – bei unserem Besuch leuchten vor allem Dahlien und farbenfrohe Sommerblumen in den Beeten.

„Mir ist kalt, lasst uns langsam mal in die Wüste gehen”, scherze ich, als wir unser Picknick verputzt haben. Direkt neben unserer Wiese liegt nämlich das Danakil: ein Wüsten- und Urwaldhaus mit zwei Klimazonen. Wir sind beeindruckt, wie unterschiedlich sich die Klimazonen anfühlen. Im Wüstenteil stehen Kakteen in allen Größen und Formen, dazwischen leben Kröten, Echsen, Mäuse und Ameisen. Unzählige Male müssen wir Anton daran erinnern, dass es wehtun könnte, die Kakteen zu berühren. Im Urwaldteil wachsen statt Kakteen Schlingpflanzen, Schmetterlinge flattern durch die feuchte Luft und im Wasser entdecken wir Fische und Schildkröten. Im unteren Geschoss führt ein teils unbefestigter Abenteuerpfad ganz naturnah durch das satte Grün.

Die letzte Stunde gehört dem GärtnerReich, dem riesigen Spielplatzbereich im egapark. Der große Wasserspielplatz ist nur saisonal geöffnet, es gibt aber auch so genug Platz zum Toben und Spielen. „Ich will damit fahren”, ruft Anton begeistert, als er die vielen verschiedenen Zwei- und Dreiräder entdeckt. In dem abgesperrten Bereich können Kinder jedes Gefährt sogar auf hügeligem Untergrund testen. Anton probiert die vielen Holzspielgeräte aus, die mit viel Liebe zum Detail extra für den egapark entworfen und gebaut wurden. Es gibt ein großes Hüpfkissen, viele Klettergerüste, Wasserelemente und jede Menge Sand. Anton klettert, fährt und matscht – und mein Mann und ich genießen die Sonne. Was für ein schöner und gelungener Abschluss unseres Besuchs im egapark.

Lumao-Tipp: Mit der Stadtbahnlinie 2 sind es aus der Innenstadt rund 15 Minuten bis zum Haupteingang. Die aktuellen Öffnungszeiten findet ihr auf der Website des egaparks. Für alle Familien, die Zeit für das GärtnerReich einplanen – Wechselkleidung nicht vergessen!
Unser Fazit nach drei Tagen Erfurt mit Kind
„Ich will noch hierbleiben”, verkündet Anton am letzten Tag. Alternativ sollen wir wenigstens gleich unseren nächsten Familien-Städtetrip nach Erfurt planen. Und auch wir Eltern sind begeistert: Erfurt mit Kindern funktioniert überraschend gut – vor allem, weil die Wege so kurz sind und es so viele tolle Ziele für Familien mit Kindern gibt. Nach drei Tagen kehren wir Erfurt den Rücken, aber wahrscheinlich war das nicht unser letzter Besuch. Wer soll schließlich sonst die Mauern der Zitadelle noch einmal aufbauen?

Familienfreundlich übernachten in Erfurt: Hotel Am Kaisersaal
Wir haben im „Hotel am Kaisersaal” übernachtet, das nicht umsonst das Prädikat „Familienfreundlich” trägt. Hier ist man auf Kinder vorbereitet: So durfte sich unser Sohn an der Rezeption seine eigene Zimmerkarte aussuchen. Und auch beim Frühstück standen nicht nur extra Kinderstühle bereit, es gab sogar eine richtige Spielecke mit Malsachen, Büchern und Spielen. So konnten wir Eltern in Ruhe das ausgiebige Frühstücksbuffet genießen, während unser Kleiner beschäftigt war.

Besonders toll: Vieles in Erfurt kostet mit Kindern gar nichts. Die KiKA-Figuren-Tour durch die Altstadt, der Kinderstadtplan, die Spielplätze mitten im Zentrum und das frei zugängliche Gelände der Zitadelle Petersberg mit einem weiten Blick über die Stadt. Wer dann noch besondere Erlebnisse haben möchte, den Zoopark oder den egapark zum Beispiel, der sollte sich die ErfurtFamilyCard genauer anschauen.
Weitere Tipps, Aktivitäten und Ausflugsziele für Familien in Erfurt
Wir haben in drei Tagen längst nicht alles geschafft, was Erfurt für Familien zu bieten hat. Wenn ihr nach Altstadt, Zoopark und egapark noch Zeit habt, haben wir noch diverse Tipps für euch.
Luisenpark: Spielplatz und Planschen an der Gera
Tipp Nummer eins: ein Abstecher in den Luisenpark. Rund um die Gera gibt es hier viel Platz für eine Pause im Grünen, mehrere Spielmöglichkeiten und gerade im Sommer Stellen am Fluss, an denen Kinder im Wasser planschen können. Am Spielplatz beim Espach Café lässt sich die Pause wunderbar mit Kaffee und Kuchen verbinden – und nebenbei gibt es Enten zu beobachten. Den Luisenpark erreicht ihr mit der Straßenbahnlinie 6 bis zur Haltestelle Milchinselstraße.

Kressepark: Tiere füttern und Piratenboot entern
Ganz in der Nähe liegt der Kressepark – ebenfalls ein schönes Ziel mit kleineren Kindern. Hier können sie unter anderem Ziegen, Kaninchen und Fische beobachten und füttern oder den Schläger beim Minigolf schwingen. Auch für eine kleine Pause oder etwas zu essen gibt es vor Ort Gastronomie. Wer daraus einen entspannten Familiennachmittag machen möchte, kann Luisenpark und Kressepark gut miteinander verbinden.

Hirsch Heinrich: Entspannter Sommergarten für Familien
Eine weitere Möglichkeit für den späteren Nachmittag ist der Hirsch Heinrich Sommergarten. In entspannter Atmosphäre könnt ihr hier etwas trinken oder essen, außerdem finden immer wieder familienfreundliche Veranstaltungen und Kinderprogramme statt. Der Hirsch Heinrich Sommergarten öffnet ab 15 Uhr und lässt sich mit den Straßenbahnlinien 1, 2, 3 und 6 über die Haltestelle Robert-Koch-Straße erreichen.
Nordpark: Spielplätze, Murmelbahn und Freibad
Auch der Nordpark eignet sich gut für ein paar zusätzliche Familienstunden. Entlang der Gera könnt ihr gleich mehrere Spielplätze ansteuern – darunter auch einen mit Murmelbahn. Dazu kommen eine Skateranlage und im Sommer das Nordbad mit Freibad. Für eine Pause bieten sich das Café Pony oder das Kreativcafé an. Den Nordpark erreicht ihr unter anderem mit den Straßenbahnlinien 3 und 6 über die Haltestelle Bergstraße.

Maislabyrinth: Familienausflug im Spätsommer
Wer im Spätsommer in Erfurt unterwegs ist, kann außerdem einen Ausflug zum Maislabyrinth unternehmen. Die Challenge: zwischen hohen Maispflanzen den richtigen Weg finden und versteckte Hinweise entdecken. Rund um das Maislabyrinth gibt es weitere Spiel- und Freizeitangebote wie Beachvolleyball, Tischtennis und Kicker.

Das Maislabyrinth liegt etwas außerhalb und ist mit den Straßenbahnlinien 1 und 3 bis zur Haltestelle Europaplatz erreichbar. Da Saison und Programm jährlich wechseln, solltet ihr vor dem Besuch die aktuellen Öffnungstage und Termine auf der Website prüfen.
Erfurt mit Kindern bei Regen: die besten Indoor-Tipps
Auch bei Regen müsst ihr in Erfurt nicht auf Familienprogramm verzichten. Gute wetterunabhängige Ziele sind das Danakil sowie das Deutsche Gartenbaumuseum im egapark, die interaktive Ausstellung im Kommandantenhaus auf dem Petersberg, das Puppentheater Waidspeicher und die Roland-Matthes-Schwimmhalle. Unser Favorit mit kleinem Kind ist allerdings das Naturkundemuseum.
Naturkundemuseum Erfurt: unser Regentipp mit kleinen Kindern
Wer mit kleinen Kindern nach Erfurt reist, sollte das Naturkundemuseum besuchen. Im Untergeschoss liegt die „Arche Noah“: lebensecht inszenierte Tierszenen mit passender Geräuschkulisse, ein Steuerrad zum Drehen und kleine Ecken zum Hineinkrabbeln. Weiter oben hört man bei einem interaktiven Spiel Vogelrufe und muss den richtigen Singvogel erraten – ein echter Spaß für unseren Sohn. Im offenen Treppenhaus des Museums wächst eine über 300 Jahre alte Eiche durch mehrere Stockwerke, an ihr klettert ein Eichhörnchen hoch. Die Ausstellung zeigt heimische und ausgestorbene Tiere sowie echte, lebendige Mäuse. Wichtig mit Buggy: In die oberen Etagen kommt man nur über Treppen.

Roland-Matthes-Schwimmhalle: Badespaß bei Regen
Die Roland-Matthes-Schwimmhalle ist Erfurts größte Schwimmhalle und ein guter Tipp für Familien: Neben dem 50-Meter-Becken gibt es ein flacheres Attraktionsbecken mit Sprudlern und Massagedüsen sowie ein Babybecken mit kleiner Elefantenrutsche.

Kinderprogramme in der Alten Oper, im Theater Erfurt und im Puppentheater
In Erfurt gibt es auch ein vielfältiges Kulturprogramm für Kinder. Die Alte Oper hat diverse Veranstaltungen für Familien im Programm, die sogar nach dem Alter der Kinder sortiert sind. Auch das Theater Erfurt bietet Vorführungen und Mitmachprogramme für euren Nachwuchs an. Wenn gerade ein passendes Kinderstück läuft, ist auch das Puppentheater Waidspeicher eine schöne Alternative für einen verregneten Nachmittag.
Auf der Website von Erfurt findet ihr eine Seite speziell für Familien, dort gibt es viele weitere Tipps für Eltern und Kinder.

Häufige Fragen zu Erfurt mit Kindern
Wie viele Tage sollte man für Erfurt mit Kindern einplanen?
Zwei bis drei Tage sind ideal: ein Tag für die Altstadt mit KiKA-Figuren und Krämerbrücke, ein Tag für den Zoopark oder den egapark und ein weiterer halber bis ganzer Tag für die Zitadelle Petersberg oder das jeweils andere große Ziel. So müsst ihr nicht hetzen und habt einfach eine gute Zeit in der Landeshauptstadt Thüringens.
Ist Erfurt für einen Städtetrip mit Kleinkind geeignet?
Ja. Die Altstadt ist kompakt, die Wege zwischen den Sehenswürdigkeiten sind kurz und es gibt mehrere Spielplätze mitten im Zentrum. Beachten solltet ihr das Kopfsteinpflaster auf der Krämerbrücke und den Anstieg zum Petersberg, mit Buggy alles machbar, aber teils ruckelig.
Lohnt sich die ErfurtFamilyCard?
Ja – vor allem, wenn ihr in drei Tagen mindestens zwei der großen Familienziele besuchen und den Nahverkehr nutzen möchtet. Die ErfurtFamilyCard gilt drei aufeinanderfolgende Kalendertage für ein bis zwei Erwachsene mit bis zu vier Kindern bis einschließlich 14 Jahre. Enthalten sind unter anderem Thüringer Zoopark, egapark inklusive Danakil, städtische Museen wie das Naturkundemuseum, die Ausstellung auf dem Petersberg sowie Bus und Straßenbahn im Stadtgebiet. Für weitere Angebote gibt es Rabatte. Praktisch fanden wir vor allem, dass wir unterwegs kaum über einzelne Tickets nachdenken mussten – gerade mit Kind macht das einen Städtetrip deutlich entspannter.
ErfurtFamilyCard auf einen Blick: drei Tage gültig, für Familien mit bis zu vier Kindern bis 14 Jahre, inklusive vieler wichtiger Eintritte und Nahverkehr. Erhältlich online bei Erfurt Tourismus, in der Tourist Information und im Besucherzentrum auf dem Petersberg. Die Karte kostet aktuell je nach Familienkonstellation ab 69 Euro.















