Es gibt viele gute Gründe, den Urlaub vor der eigenen Haustür zu verbringen: null Reisekosten und null Anfahrtsstress mit wann-sind-wir-endlich-da-Chor auf der Rückbank. Und das Allerbeste: Im Touristen-Modus entdeckt man die eigene Stadt oder Region noch einmal ganz neu und sammelt gemeinsam unvergessliche Momente. Auch gut: Der Erholungsfaktor ist immens! Denn um zu relaxen, sind weite Reisen nicht notwendig – unser Kopf schaltet am besten ab, wenn er etwas Neues erlebt, aber nicht überfordert ist. So sind Daheim-Urlauberinnen und -Urlauber am Ende der Ferien vermutlich deutlich entspannter als alle Rückkehrerinnen und Rückkehrer, die viele Stunden im Stau oder Flugzeug verbracht haben. Klingt gut? Dann los!

1. Staycation für Familien: genauso kreativ planen wie eine Reise
Damit sich der Urlaub zu Hause auch wirklich nach Ferien und Freiheit anfühlt, solltet ihr ihn ebenso planen wie eine Reise in die Ferne. Denn Urlaub fängt im Kopf und mit ganz viel Vorfreude an. Legt am besten mit der Unterkunft los – denn Staycation bedeutet nicht zwingend, dass man im gleichen Bett schläft wie sonst auch. Schaut doch mal, welche AirBnB-Unterkünfte ihr in eurer Region findet, ob es ein Hotel mit Familienzimmern gibt, ein cooles Hostel oder eine Jugendherberge, in die ihr euch für ein paar Tage einmietet.

Es muss ja nicht für die gesamte Dauer der Ferien sein, aber schon ein paar Tage an einem anderen Ort in eigentlich vertrauter Umgebung können ganz schön aufregend sein! Oder ihr plant einen Camping-Trip im eigenen (Schreber-)Garten. Wichtig ist allein, dass sich der Urlaub deutlich von eurem Familienalltag unterscheidet. Denn je mehr ihr vorher festlegt, desto weniger kommt ihr in die Verlegenheit, einfach alles wie immer zu machen.

Für echtes Urlaubsgefühl ist ein Tapeten- oder Perspektivwechsel essenziell. Auch eine Idee: Bettentausch! Entweder in den eigenen vier Wänden – oder ihr bezieht für ein paar Tage die Wohnung von Freunden. Spannend ist auch ein Mix aus allen Optionen, das macht Staycation noch abwechslungsreicher.
2. Shoppen, Strand oder Spielplatz: coole Ferienbeschäftigungen für alle Familienmitglieder einplanen
Einer will chillen, die andere durch Boutiquen bummeln und der Jüngste auf den Spielplatz. Damit alle ein ganz besonderes Urlaubsgefühl haben, solltet ihr bereits vorher festlegen, wie ihr die Ferientage konkret gestaltet. Warum statt eines Alltags- nicht mal einen Urlaubsplaner an den Kühlschrank hängen? Nicht nur, dass sich alle Familienmitglieder schon vorab auf Kino, Kajak oder Kunstmuseum freuen können – auch hier hilft gute Planung, nicht in Alltagstrott zu verfallen.

Am besten funktioniert das mit ganz besonderen Aktivitäten: mit deinem Besuch im Freizeitpark, den man sich sonst nicht leistet, mit dem coolen Spaßbad oder einem Wellness-Tag im Day-Spa – Hauptsache, jeder kommt auf seine Kosten. Was übrigens nicht heißt, dass man alles immer Hand in Hand unternehmen muss. Gerade, wenn man eine Altersspanne vom Kitakind bis zum Teenie hat, hilft es, sich aufzusplitten: Die einen relaxen bei einer Beauty-Auszeit, die anderen erleben Abenteuer im Kletterpark – und abends trifft man sich zum gemeinsamen Essen wieder. Und apropos Essen: Gerade für Eltern ist es in den Ferien die größte Erleichterung, einfach mal nicht am Herd zu stehen. Deswegen ist ein Urlaub in der eigenen Stadt die beste Möglichkeit, jede Menge neue Gastro-Spots auszuprobieren!

3. Alltag aus, Urlaubsgefühl an: Mit einem Ritual in die Staycation starten
Ihr geht am Ferien-Ankunftstag sonst immer ins Restaurant? Oder kauft den örtlichen Supermarkt leer für ein opulentes Picknick am Strand? Dann solltet ihr genauso in eure Staycation starten – mit einem Ritual. Damit klar ist: Ab jetzt bleibt der Alltag draußen, hier beginnt das Feriengefühl. Auch immer schön: Der Urlaubs-Überraschungskorb, der im Auto auf langen Fahrten mitkommt, auch der darf gern mit, selbst wenn man nur eine Dreiviertelstunde an den nächsten See fährt. Es geht immer um das besondere Gefühl, das den Glitzer über Urlaubstage streut: Das neue (Vorlese-)Buch für faule Stunden am Strand, Karten für ein gemeinsames Urlaubsevent, eine Von-allem-etwas-Auswahl des Lieblingskonditors.

4. Familienurlaub zu Hause: Jeder Tag ein neues Abenteuer
So habt ihr eure Stadt garantiert noch nie gesehen: Wer sich als Tourist durch die eigentlich so vertraute Heimat bewegt, wird staunen! Denn am besten erkundet man dabei ganz neue Viertel, um sich wirklich ein wenig fremd in der eigenen Stadt zu fühlen. Bummelt über einen anderen Markt. Entdeckt neue Spielplätze, coole Cafés oder einfach Orte, an denen ihr noch nie wart. Geht ins Heimatmuseum, macht eine Bootsfahrt, oder bucht eine Bustour an den Sehenswürdigkeiten entlang. Guter Tipp: Besorgt euch vorher einen Reiseführer – ihr werdet schnell merken, dass ihr ganz schön viele spannende Spots noch nicht kennt! Daraus lässt sich auch gut eine Familien-Rallye entwickeln, die einen an unbekannte Orte führt.
5. Staycation-Muss: sich gönnen können
Das Schönste am Urlaub: Dass wir uns und unseren Kids gönnen, was im Alltag oft nicht geht. Die drei Kugeln Eis mit Sahne on top nach der XXL-Pizza. Hübsche Urlaubserinnerungen. Wer zuhause bleibt, kann das besonders zelebrieren, weil: Das Geld, das man für die Fernreise spart, kann man besten Gewissens in kleine und größere Spaß-Aktivitäten stecken. Also ab in den Zoo und gleich am nächsten Tag in den Trampolinpark – Tagesausflüge sind eine der Hauptzutaten! Oder jedes Mitglied sucht sich reihum ein Restaurant seiner Wahl aus, das alle zusammen testen. Denn Urlaub zu Hause soll Spaß machen und nicht das Gefühl erzeugen, man würde etwas verpassen. Von den schönen Sachen also lieber zu viel als zu wenig einplanen!

6. Kreative Ideen für regnerische Ferien-Erlebnisse zu Hause
Das Gute daran, wenn man zuhause bleibt: Man hat alles da, was man braucht. Vor allem, wenn es draußen Bindfäden regnet und der Badeseebesuch ins Wasser fällt. Wie wär’s mit einem großen Bastelprojekt, das schon lange auf den richtigen Zeitpunkt wartet? Mit einer Familien-Koch-Challenge? Ihr könnt ein Indoor-Zeltlager im Wohnzimmer aufbauen und eine Movie-Night veranstalten. Oder wann habt ihr das letzte Mal ein Familien-Spieleturnier veranstaltet? Eben. Hauptsache, nicht die Urlaubsstimmung vermiesen lassen – morgen scheint bestimmt wieder die Sonne!

7. Unsere fantastische Familienferien zu Hause: Bastelt ein Fototagebuch mit euren schönsten Staycation-Erlebnissen
Damit der Familienurlaub unvergesslich wird, braucht’s nicht nur schöne Erlebnisse, sondern auch bleibende Erinnerungen. Deswegen ist ein Reisetagebuch auch für eure Staycation eine super Idee – und ein Fotobuch auch! Also sammelt fleißig Eintrittskarten, Fundstücke und schöne Motive, aus denen ihr dann euer ganz individuelles Familienbuch gestaltet. Denn Urlaub ist dreifach schön: In der Vorfreude, wenn man mittendrin ist – und im Nachhinein, wenn man in besonderen Erinnerungen schwelgt.














