7 Tipps für Städtetrips mit Kids

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Neue Städte entdecken, Sehenswürdigkeiten bestaunen und entspannt durch die Einkaufsstraßen bummeln – ist das auch mit Kindern möglich? Unbedingt! Ihr braucht nur ein paar gute Tipps, und schon wird euer Städtetrip zum tollen Erlebnis für die ganze Familie!

Klar, eine Reise mit dem Nachwuchs verläuft immer anders als damals, als ihr euch noch allein mit eurem Liebsten durch die Gassen treiben lassen habt. Da bestand so ein City-Urlaub aus einer großen Portion Kultur, einem langen Shoppingbummel und nächtlichen Touren durch Bars und Clubs. Heute muss das Programm kinderfreundlicher sein. Aber dann wird auch der Städtetrip mit Kids ein voller Erfolg!

Gemütlich durch Gassen schlendern – das geht auch mit kleineren Kindern ©Michael Amme

Egal, ob ihr mit Kleinkind, Schulkind oder pubertierendem Teenager unterwegs seid – mit der richtigen Planung und einem altersgerechten Programm kommen sowohl die Kleinen als auch die Großen auf ihre Kosten. Wir haben da sieben gute Tipps für euch! Mit denen wird der nächste Städtetrip garantiert ein voller Erfolg!

1. Plant ausreichend Zeit ein

Ganz wichtig: Nehmt euch ausgiebig Zeit für eure Stadterkundung. Als Paar oder Single reicht oftmals ein Wochenende aus, um eine Stadt zu erkunden, mit Kindern dürfen es ruhig ein bis zwei Tage mehr sein. Denn zum einen haben Kinder beim Sightseeing häufig nicht so eine große Ausdauer, zum anderen stehen dazu ja noch ganz andere, familienfreundliche Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Ein paar Tage mehr in petto entzerren den Kurzurlaub und entspannen Eltern und Kinder. Und falls es sich anbietet, könnt ihr euren Städtetrip auch noch mit einer kleinen Rundreise oder einem Badeurlaub kombinieren.


2. Wichtig: der richtige Termin

Bei 40° C durch Pisa spazieren, bei Minusgraden Helsinki erkunden oder sich am Pfingstwochenende gemeinsam mit unzähligen anderen Touristen durch den deutschen Großstadtdschungel kämpfen? Klingt nicht unbedingt nach Spaß! Wenn ihr keine Lust auf quengelnde Kinder habt, wählt ein Reisedatum, das zum einen angenehme Temperaturbedingungen verspricht und zum anderen nicht unbedingt auf ein langes Wochenende fällt.

Sightseeing bringt Kindern mehr Spaß, wenn die Temperaturen stimmen ©Michael Amme

3. Hilfreich: eine passende Unterkunft

Unser Tipp: Sucht euch ein kinderfreundliches, zentral gelegenes Hotel oder eine Ferienwohnung mitten in der Stadt. Das erspart lange Wege und ermöglicht es euch, mittags ohne großen Aufwand eine Pause einzulegen.

Wunderbar für die Pausen zwischendurch: ein Ferienhäuschen mit Pool ©Michael Amme

Eine kleine Küchenzeile ermöglicht die schnelle Zubereitung von Snacks und macht euch ein Stück weit unabhängig von den Essenszeiten des Hotels. Ein besonderes i-Tüpfelchen ist ein Pool, in dem sich eure Sprösslinge zwischendurch austoben können.

4. Pflicht: ein altersgerechtes Programm

Weniger ist manchmal mehr! Achtet bei der Tagesgestaltung auf ein abwechslungsreiches und kindgerechtes Angebot. Natürlich dürfen auch Museen, Schlösser und die Wahrzeichen der Stadt auf dem Programm stehen, aber ebenso wichtig sind regelmäßige Pausen auf Spielplätzen, in Parks oder im Zoo.

Viele Museen – wie hier das Louvre in Paris – sind auch für Kinder spannend ©Michael Amme

Außerdem könnt ihr euch im Vorfeld erkundigen, welche Kultureinrichtungen ein spezielles Kinderprogramm anbieten. In vielen Museen gibt es mittlerweile spezielle Audio-Guides, Führungen für Kinder oder Ausstellungen, die sich besonders an ein jüngeres Publikum richten. Sind eure Kids schon etwas älter oder bereits im Teenageralter, bezieht sie in die Reiseplanung mit ein. Übergebt ihnen Verantwortung und lasst sie selber ein paar Programmpunkte oder sogar ganze Tage planen. Das motiviert und sorgt dafür, dass sie voller Begeisterung dabei sind.

Toll für Familien: Berlin und Potsdam

Städtetrip: Berlin mit Kindern

Auch ein Städtetrip kann eine wohltuende Insel im stressigen Familienalltag sein. Unser Vorschlag für das nächste freie Wochenende: Fahrt nach Berlin! Denn hier könnt ihr richtig was erleben!

5. Cool: außergewöhnliche Verkehrsmittel

Viele Städte sind so schön und malerisch, dass eine Sehenswürdigkeit die nächste jagt. Da gerät man schnell in Versuchung, noch diese oder jene Straße entlangzulaufen, um ja nichts zu verpassen. Damit Füße und Motivation nicht schlappmachen, solltet ihr zwischendurch auf öffentliche Verkehrsmittel und andere Fortbewegungsmittel umsteigen. Das müssen nicht zwangsläufig Busse oder U-Bahnen sein.

Dieses Amphibienfahrzeug ist seit 2016 auf der Hamburger Elbe unterwegs ©Michael Amme

Warum nicht einmal mit der Kutsche durch Wien fahren, mit der Gondel durch die Kanäle Venedigs schippern, mit der Seilbahn Barcelona aus der Vogelperspektive bestaunen oder mit dem HafenCity RiverBus eine Stadtkreuzfahrt durch Hamburg erleben? So wird der Weg bereits zur größten Attraktion!

6. Das richtige Tagesgepäck

Ob Blasenpflaster, Trinkflasche, Stadtplan oder der Schokoriegel für zwischendurch – wer mit Kindern unterwegs ist, sollte gerade bei einem Städtetrip immer einen Rucksack mit den wichtigsten Utensilien dabeihaben. Sind eure Kinder schon etwas größer, dürfen sie gerne ihre eigene Tasche mit Fotoapparat und Verpflegung schultern. Wichtig im Sommer: ein geeigneter Sonnenschutz und Sonnencreme – und natürlich das nötige Kleingeld für das erfrischende Eis zwischendurch …

Trinkbrunnen wie diesen findet ihr vor allem in Südeuropa häufig ©Michael Amme

Hilfreich: Reiseführer für Städtetrips mit Kids

7. Sicher in Straßenverkehr und Stadt

Zu einer Großstadt gehören ein reger Straßenverkehr, Menschenmassen und Verkehrslärm. Für viele Kinder, die sowieso in einer Stadt leben, ist das kein Neuland – und garantiert kein Grund, um auf einen Städtetrip mit Kindern zu verzichten! In Situationen, in denen es besonders wuselig zugeht, setzt euer Kleinkind in den Buggy oder nehmt es an die Hand und bittet euren Teenager darum, in Sichtweite zu bleiben. Bei gut besuchten Attraktionen, in Zoos oder auf Märkten gibt es ein beruhigendes Gefühl, wenn größere Kinder ihre Smartphones dabeihaben und die Kleinen einen Zettel mit der Handynummer der Eltern in der Tasche haben.

Gut, wenn man in Bus und Bahn alle Kids im Blick hat ©Michael Amme

Und dann heißt es: Auf ins Getümmel! Entdeckt die Stadt, genießt die gemeinsame Zeit und findet einen ausgewogenen Rhythmus, der sowohl euch als auch eure Kids glücklich macht!

Kirsten Düspohl wuchs dort auf, wo andere Urlaub machen: in einem kleinen Ostseebad in Schleswig-Holstein. Inzwischen lebt sie seit mehr als zehn Jahren gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Hamburg. Die selbstständige Texterin und Redakteurin schreibt für verschiedene Werbeagenturen, Stiftungen sowie Blogs und Online-Portale.

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