Eure Kinder nörgeln, wenn ihr länger im Auto sitzt? Dann ist Teneriffa ein ideales Reiseziel! Denn die Atlantikinsel bietet auf vergleichsweise kleinem Raum viel Abwechslung. Das Meer, wilde Vulkan-Landschaften, grüne Pinien- und Lorbeerwälder: alle nah beieinander. Dazu der weltbeste Wasserpark und eine spannende Unterwasserwelt. Wir zeigen, was einen Familienurlaub auf Teneriffa besonders macht.

Schon aus dem Flugzeugfenster ist er nicht zu übersehen: der mächtige Teide-Vulkan, die höchste Erhebung Spaniens und der drittgrößte Inselvulkan der Welt. Im Winter ist die Gipfelkrone meist mit Schnee bedeckt, während die Strände im Tal ideale Badespots sind. Sommerliche Temperaturen und der blau glitzernde Atlantik bieten ganzjährig Badespaß – natürlich auch für Kinder. Seicht abfallende, helle Sandstrände, Naturpools aus Lava oder Rutschvergnügen im Wasserpark: ein Familienurlaub auf Teneriffa ist facettenreich!

Dies gilt nicht nur für Schwimmaktivitäten. Auch zum Wandern ist Teneriffa das perfekte Reiseziel. Familienfreundliche Wanderwege führen durch erkaltete Lava, mystische Lorbeerwälder oder hinein in eine Lavaröhre. Ob in einem der artenreichen Zoos oder lieber bei einer Wal- und Delfinbeobachtung in freier Natur: auch tierische Erlebnisse machen einen Familienurlaub auf Teneriffa spannend. Ein leckeres „Helado“ – das spanische Eis – genießt ihr am besten in einer der historischen Altstädte.
Ohne Frage: Teneriffa ist wie geschaffen für Familien! Wir – Jenny und Christian von unaufschiebbar.de – kommen seit vielen Jahren für eine mehrmonatige Winterauszeit hierher. Die nachfolgenden Tipps für Teneriffa mit Kindern sind also gut erprobt!
1. Beste Familienwanderung auf Teneriffa rund um den Chinyero
„Wann grillen wir denn?“, fragt unser vierjähriger Sohn, als wir am Straßenrand einer scheinbar anderen Welt parken. Wir sind auf etwa 1.400 Höhenmeter hinaufgefahren, in den Teide Nationalpark, der uns auch nach dem zwanzigsten Besuch immer wieder fasziniert. „Nach der Wanderung“, antworten wir schmunzelnd. Denn heute ist ein besonders eindrucksvoller Rundweg geplant: der „Sendero del Chinyero“. Wir haben gesunde Snacks in den Wanderrucksack gepackt, zudem ausreichend Trinkwasser und Sonnencreme, denn das vor uns liegende Wandergebiet ist nur stellenweise schattig.
Tipp: Die Wanderstrecke ist beliebt und ihr solltet die Mittagssonne hier nicht unterschätzen. Daher empfehlen wir, früh loszugehen.

Wir machen uns auf den Weg rund um den Chinyero, den Aschenkegel, der im Jahr 1909 für den letzten Vulkanausbruch auf Teneriffa sorgte. Mit Kindern planen wir rund drei Stunden Zeit ein. Der Weg führt uns zunächst durch den Pinienwald und schließlich auf das große Lavafeld, wo früher die heiße Lava des Chinyero floss. Auf der Rückseite des Vulkans zeigen einige sattgrüne Pinien, dass sie jede Chance zum Wachsen nutzen. Das sind echte Kämpfer, denken wir und machen uns auf den Weg zur letzten Etappe. Ab jetzt wird nicht mehr getrödelt, denn Wandern macht hungrig!
2. Familienurlaub auf Teneriffa unter Einheimischen: Wo gegrillt und gefeiert wird
Unser Sohn kann es kaum noch erwarten. Er hat genug vom Wandern und möchte endlich zum Grillplatz. Zweifelsohne ist dies eins seiner Highlights im Familienurlaub auf Teneriffa. – nicht nur wegen der leckeren Würstchen, sondern auch wegen dem Waldspielplatz. Auf dem letzten Wegstück sammeln wir bereits abgefallene Äste, Pinienzapfen und -nadeln ein. Denn wir grillen, wie es die Einheimischen tun: mit dem, was die Natur uns bietet.
Mit dem Auto geht es nach der Wanderung noch etwa drei Minuten hinauf. Wir entscheiden uns für den nahegelegenen Grillplatz „Pinar Chío“. Dort gibt es alles, was wir benötigen: gemauerte Grills mit Grillrost, Bänke und Tische, Wasserstellen und Toiletten. Die Nutzung ist für Einheimische und Touristen gleichermaßen kostenlos. Verständlich, dass es an Wochenenden und Feiertagen voll sein kann. Unser Sohn schaukelt, während wir das mitgebrachte Grillgut aus der Kühltasche holen und den Tisch decken.

An Tagen mit klarer Sicht lassen sich vom Grillplatz ganze drei Inseln in der Ferne sehen: La Palma, La Gomera und El Hierro. Wir genießen nicht nur die Aussicht, sondern auch unser Mittagessen und schmieden dabei Pläne für den nächsten Höhepunkt, der uns erwartet.
3. Wal- und Delfinbeobachtung im Familienurlaub auf Teneriffa
Bei einem tierischen Erlebnis denken die meisten Teneriffa-Urlauberinnen und Urlauber wohl an den viel beworbenen Loro Parque und seine Orcas. Doch auf einer Atlantikinsel geht Tierbeobachtung auch anders. Nachhaltig und tierfreundlich könnt ihr Meeresschildkröten, Wale und Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum sehen. Zusätzlich spannend: ihr macht einen Bootsausflug! Für Familien ist das Whale-Watching-Angebot groß. Ein Wikinger-Schiff, ein Boot mit Glasboden, ein Segelschiff oder ein Öko-Katamaran: Sie alle bieten euch eine nahezu hundertprozentige Sichtungsgarantie.

Denn vor der Küste Teneriffas leben sie das ganze Jahr über: springende Delfine und neugierige Grindwale. Sie im Atlantik aus der Nähe zu sehen, ist nicht nur für Kinder ein unvergessliches Erlebnis!
4. Ein Spaßgarant: der weltbeste Wasserpark
Das finden zumindest die Leser von TripAdvisor, die den Siam Park jährlich wiederkehrend zum weltbesten Wasserpark küren. Für den Familienurlaub auf Teneriffa ist er wie geschaffen! Kindgerechte Rutschen, Wasserpistolen, eine Reifenrundbahn, ein Kinderwellenbad, Wasserfontänen und ein Kletterparcours. Dass wir als Familie Jahreskarten besitzen, sagt wohl alles.

Ab einer Körpergröße von 1,10 Metern können eure Kinder sogar einige der großen Rutschen hinuntersausen. Und ab 1,25 Meter Körpergröße gibt es im Siam Park fast keine Grenzen mehr. Alles, was unser Sohn fragt, wenn wir mal wieder bis zur Schließzeit dort geblieben sind: „Wann kommen wir wieder?“
5. Höhlenabenteuer in Europas längster Lavaröhre
Eure Kinder sind fünf Jahre oder älter? Dann ist die Lavaröhre „Cueva del Viento“ ein unvergessliches Abenteuer für euren Familienurlaub auf Teneriffa! Auch wenn es sich um die längste Lavaröhre Europas und zugleich die fünftlängste der Welt handelt, haben die Wege eine kinderfreundliche Distanz. Bevor das vorab reservierte Höhlenabenteuer richtig startet, erhaltet ihr im Besucherzentrum Informationen zur vulkanischen Geschichte der Insel.

Richtig spannend wird es dann, wenn ihr mit Helm und Stirnlampe in die Lavaröhre steigt. Dort entdeckt ihr erkaltete Lava und kleine Höhlenbewohner. Zum Schluss wird es fast ein wenig gruselig: Wenn alle großen und kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Stirnlampen ausschalten, erlebt ihr eine Minute in völliger Ruhe und Dunkelheit.
6. U-Boot fahren im Familienurlaub auf Teneriffa
Wisst ihr, wie groß die Stachelrochen sind, die vor der Küste Teneriffas leben? „Soooo groß!“, würde unser Sohn antworten und dabei seine Arme weit ausbreiten. Doch ganz reicht seine Armspannweite nicht aus, denn die Stachelrochen werden etwa zwei Meter lang und bis zu drei Meter breit. Wie imposant sie durch das Meer schwimmen, seht ihr durch die runden Fenster der Sub Fun Cinco, dem U-Boot, das im Hafen von Amarilla Golf startet.

Statt Stachelrochen und Atlantik-Fische in ein Großaquarium zu bestaunen, könnt ihr sie auf Teneriffa auch direkt im Meer sehen – von einem U-Boot aus. So ist der Familienurlaub auf Teneriffa tierfreundlich gestaltet, denken wir, während das U-Boot den Hafen verlässt und kurze Zeit später ins Meer abtaucht. Was wir auf der Ausfahrt sehen? Tintenfische, Barrakudas, Flötenfische, Stachelrochen, Papageienfische und viele mehr. Top: Die Sub Fun Cinco fährt vollelektrisch und abgasfrei.

Unser Sohn findet nicht nur die Unterwasserwelt, sondern auch das U-Boot rundum spannend. „Wow“, ruft er aufgeregt, als er den Taucher sieht, der einen riesigen Stachelrochen näher ans U-Boot-Fenster heranführt. Keine Frage: Dieses Erlebnis macht nicht nur Kindern Spaß!
7. Exotik im Familienurlaub auf Teneriffa: Wo die Bananen wachsen
Bananen kennen eure Kinder sicher aus dem Supermarkt. Umso spannender zu sehen, wo und wie sie eigentlich wachsen. Rund 136.000 Tonnen werden auf Teneriffa jährlich geerntet und in verschiedene Länder Europas exportiert. Um eine Bananenplantage zu besuchen, bieten sich im Familienurlaub auf Teneriffa viele Möglichkeiten. Unser Favorit: die kostenfrei zugänglichen Bananenfelder in El Guincho.

Vom Camino la Coronela führt ein kurzer Schotterweg durch die Bananenfelder hinab zum Meer. Schwimmen könnt ihr dort nicht, dafür aber Steintürme bauen und den Blick aufs Meer genießen. Je nach Jahreszeit schlagen entweder imposante Wellen ein oder der türkisblaue Atlantik schimmert fast surreal. So schön kann er sein, der Familienurlaub auf Teneriffa!















