Acht gute Gründe für einen Familienurlaub auf Ibiza

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Ibiza ist nicht nur eine Partyinsel – sie ist auch perfekt für den nächsten Familienurlaub! Warum? Das erfahrt ihr hier!

Denkt man an Ibiza, denkt man an eine einzige lange Party. An wilde Feiern am Strand, an schrille Urlauberinnen und Urlauber, an sündhaft teure Discos. Aber an Familienurlaub? Auf keinen Fall!, werfen alle ein, die die Insel im Südwesten von Mallorca zu kennen meinen. Doch wer seinen Nachwuchs im Schlepptau hat, findet weit mehr als Nightlife-Spots. Von Felsen eingerahmte, zauberhafte Buchten. Endlose, wattweiche Strände. Erschwingliches Essen mit Meerblick. Bergdörfer, in denen die Zeit stehen geblieben ist. Märkte. Musik. Türkisfarbenes Meer. Kurzum: Ibiza ist eine Insel mit vielen Gesichtern. Und es gibt (mindestens) acht gute Gründe für einen Familienurlaub auf der großen Balearen-Insel.

Ibiza hat insgesamt mehr als 70 Strände zu bieten, die meisten sind ein Traum mit Puderzuckersand ©photophonie/stock.adobe.com

1. Vamos a la playa

Einer der Trümpfe der kleinen Balearen-Insel verzückt vor allem meine Kinder am ersten Morgen. Knorrige Pinien krallen sich an schroffen ockerfarbenen Felsen fest, davor feinster Eieruhrensand und das Meer, das in zahmen, kleinen Wellen an Land gurgelt – die Cala de Benirràs an der Nordwestküste ist wie geschaffen für Familien. Mein Ältester zieht seinen Kescher durch das seichte Wasser, meine Tochter springt von einem kleinen Felsvorsprung ins Meer. Und mein Jüngster hat schnell ein halbes Blech voll Sandkuchen gebacken. “Solche Strände gibt es massenweise hier”, sagt meine Strandlaken-Nachbarin, und lässt den Blick über die Bucht schweifen. Ganz genau: 55 Buchten mit insgesamt 18 Kilometer feinstem Sandstrand.

2. Tapas mit Meerblick

Als meine Kinder spät am Nachmittag Hunger haben, “und zwar ganz großen Hunger!”, stapfen wir durch den weichen Sand und lassen uns auf die wackeligen Holzstühle der Strandbar sinken, die hier auf Ibiza nicht Strandbar heißt sondern Kiosko. “An fast jedem Strand gibt es eine”, klärt Lou uns auf, die es von Freiburg hierher verschlagen hat. “Und obwohl es viele schöne Strände gibt auf den Balearen, Kioskos sind eine ibizenkische Spezialität!” Diesen Sommer jobbt die Mittzwanzigerin hier, serviert Sundowner und fangfrischen Fisch, “heute gibt es gegrillte Dorade, Tapas und Sandwiches”, sagt sie. Wir nehmen von allem etwas, genießen still und bohren unsere Zehen in den Sand. Bis das Essen kommt. “Schmeckt’s?”, fragt Lou irgendwann. Besser als überall sonst!

Kioskos sind auf Ibiza Kult – besonders empfehlenswert: Tapas ©M.Amme

3. Diese Stadt ist nicht ohne

“Ich will aber nicht in eine blöde Stadt!”, maulen meine Kinder ein paar Tage später im Einklang. “Eivissa ist ganz und gar nicht blöd!”, behaupte ich. Und verspreche für später noch einen Stopp am Strand. Dann rauschen wir dem Herzen der Insel entgegen, dem Stolz aller Ibizenkos: Eivissa, deren Oberstadt (Dalt Vila) von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Erobern die Wachtürme von Europas ältester Festungsstadt, begeben uns in geheime Tunnel, verlaufen uns fast im Labyrinth der steilen Treppenwege und engen Gassen und bewundern gemeinsam die dicken und bis zu 22 Meter hohen Stadtmauern.

Die Kathedrale thront hoch oben über der Altstadt von Ibiza-Stadt (Eivissa) ©M.Amme

4. Kamele, Ketten, Kunst

“Ich male dir nie wieder ein Bild!”, droht mein Ältester am nächsten Morgen im Auto. Ich zucke mit den Schultern, Mittwoch ist Markt-Tag, längst beschlossene Sache, basta. “Außerdem”, klärt meine Tochter ihren großen Bruder auf, “fahren wir nicht auf irgendeinen Markt. Wir fahren auf einen echten Hippiemarkt.” Ein paar Kilometer weiter weiß sogar der Jüngste, wie ein Hippie aussieht, “er hat ganz lange Haare und kämmt sich nicht gerne!” Und ein paar Stunden später sind wir um eine ganze Familie hölzerne Kamele und ein halbes Dutzend Ketten reicher und mein Ältester um die Erkenntnis, dass Märkte nicht zwangsläufig langweilig sein müssen.

Ein Highlight für große und kleine Ibiza-Fans: die Hippie-Märkte ©M.Amme

5. Zeitreise ins Inselinnere

Ein paar Tage später fahren wir kreuz und quer über die Insel und ganz hinauf in den Norden. Schlengeln uns über eine kurvige Straße, bis uns schwindelig wird und wir im kleinen, verschlafenen Sant Vicent de sa Cala landen, in dem die alten Männer auf steinernen Bänken sitzen und uns bestaunen. Scheuchen Ziegenherden von der Straße. Streunen durch das nächste Dorf, das nicht mal einen Namen zu haben scheint, nur eine Handvoll Häuser um einen Kirchhügel herum. “Sind wir immer noch auf Ibiza?”, fragt meine Tochter später in Balàfia, einem winzigen Dörfchen aus längst vergangenen Zeiten. “Es ist so anders hier, so einsam.” Hier eine alte Frau ganz in schwarz, da zwei Jüngere, die tuscheln. Sieben Häuser und zwei torlose Wehrtürme, in die sich die Bewohner früher mit Hilfe von Strickleitern vor Piraten gerettet haben.

Wunderschön: die Kirche des 300-Seelen-Ortes Sant Vicent de sa Cala ©pkazmierczak/stock.adobe.com

6. Mystik und Musik

Zurück an der Küste, Musik schwappt uns entgegen. Die ganze Insel ist mit einem Geräuschteppich überzogen, überall swingt und chillt es, pamm pamm, es drummt oder “fetzt”, wie mein großer Sohn behauptet, der gerade die ersten Schritte unternimmt, sich für echten Rhythmen zu interessieren. “Ibiza hat einen ganz eigenen Rhythmus”, hatte Lou uns am ersten Tag aufgeklärt. Nun hätten wir gern eine CD von der Insel. Unsere Blicke wandern hinüber nach Es Vedrà, zu der Insel, die vor Ibizas Südwesten im Meer schwimmt. Da fragt meine Tochter: “Weißt Du was, Mama? Lou hat erzählt, dass das der Rest von Atlantis ist. Dass manchmal Ufos auf dem Felsen landen. Und dass die Ziegen, die da leben, vom Teufel besessen sind. Stimmt das?”

Auf Ibiza liegt Musik in der Luft – an nahezu jedem Strand, in nahezu jedem Ort ©M.Amme

7. Formentera – das letzte Paradies des Mittelmeers

Dunst hängt über der Insel, als wir am nächsten Morgen früh aufbrechen. Dann wirft die Sonne ihre ersten gleißenden Strahlen übers Meer und deutet den Weg zur Nachbarinsel an – nach Formentera. Eine kurze Seereise, kaum länger als 20 Minuten, dann steigen wir aus und landen im “letzten Paradies des Mittelmeeres“, wie Reiseführer und Einwohner gleichermaßen versprechen. Wir wandern durch den kleinen Hafen von La Savina, dann durch endlose Dünengürtel. Bis wir irgendwann an einem Strand stehen, am Platja de ses Illetes, unverbaut, kilometerlang, watteweich, karibisch. Und ehe wir über das weitere Programm diskutieren können, sind die Kinder schon fort. Angeln. Baden. Sandkuchen backen.

Formentera, die kleinste Baleareninsel, ist für ihre endlosen Strände bekannt ©M.Amme

8. Legendär: das Café del Mar

Am letzten Abend sitzen wir im legendärsten Café der Insel – im Café del Mar in Sant Antoni. Rundherum Hippies, Schickimickis, Techno-Tänzer, Künstler, Familien wie wir. Und vor uns die Sonne, die postkartenschön und glutrot ins Meer gleitet. Chillout-Musik schwappt aus den Lautsprechern über die Terrasse, über die Felsen, ins Meer. Ein Segler schaukelt vorüber. Und meine Kinder fangen Krebse und setzen sie in die kleinen, mit Meerwasser gefüllten Felsnischen. Logisch ist Ibiza eine Familieninsel!

Legendär und vor allem zum Sonnenuntergang toll: das Café del Mar in Sant Antoni ©M.Amme

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