5 autofreie Inseln in der Nordsee: Perfekt für einen Familienurlaub

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Familienurlaub auf autofreien Inseln – das klingt nach Ruhe und reichlich Erholung. Welche der Ostfriesischen Inseln sind top für Eltern und Kinder?

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Fünf der Ostfriesischen Inseln sind autofrei – und damit natürlich super geeignet für einen Urlaub mit Kindern. Fällt so schließlich schon mal ein Stressfaktor weg. Kein Ermahnen, dass die Kids auf dem Bürgersteig bleiben sollen, auch kein Autolärm. Stattdessen können die Kinder hier oft schon morgens alleine zum Bäcker flitzen oder mit dem Laufrad die Gegend erkunden, während ihr entspannt euren Kaffee genießt. Es entsteht eine Freiheit, die man im hektischen Stadtalltag kaum noch findet. Himmlisch!

Insgesamt gibt es sieben Ostfriesische Inseln, fünf davon sind autofrei ©lesniewskistock.adobe.com

Welche Ostfriesischen Inseln sind autofrei?

Auf Juist, Baltrum, Spiekeroog, Wangerooge und Langeoog fahren keine Autos. Doch abgesehen davon, können diese Inseln noch mit soooo viel mehr Trümpfen zu eurer Erholung beitragen. Jede Insel hat ihren ganz eigenen Rhythmus und Charme, der euch sofort gefangen nimmt, sobald ihr die Fähre verlasst. Von historischen Inselbahnen bis hin zu endlosen Stränden direkt vor der Haustür ist alles dabei. Hier kommt ein Überblick über die fünf autofreien Nordseeinseln.

Juist – die Fahrrad- und Pferdeinsel

Die Insulaner sagen, hier gäbe es den schönsten Strand der Welt – 17 Kilometer lang und schön feinsandig. Da Juist extrem schmal ist – von der Nord- zur Südküste sind es gerade mal 500 Meter – ist man nie mehr als ein paar Schritte vom Meer entfernt. Genau diese magische Verbindung aus endloser Weite und der Ruhe ohne Autolärm hat der Insel ihren Kosenamen „Töwerland“ eingebracht, was im Plattdeutschen schlicht „Zauberland“ bedeutet. Wer einmal auf der Insel angekommen ist, wird den Alltagsstress sofort vergessen.

Schön und sehr familienfreundlich: die Ostfriesische Insel Juist mit ihrem 17 Kilometer langen Strand ©Schiddrigkeit/stock.adobe.com

Anreise & Mobilität: Juist ist eine wahre Pferdeinsel. Sogar der Müll wird mit Pferdekutschen abtransportiert. Die Post wird mit Elektrofahrzeugen ausgeliefert, Notarzt und Feuerwehr sind die einzigen Ausnahmen für Einsatzfahrzeuge. Achtung bei der Planung: Die Fähre ab Norddeich Mole ist extrem von der Ebbe abhängig und fährt oft nur ein- bis zweimal am Tag.

©powell83/stock.adobe.com
Eines der Highlights auf Juist und den anderen Ostfriesischen Inseln: Wattwanderungen ©powell83/stock.adobe.com

Für Familien: Die Ruhe ist hier Programm. Mit dem Bollerwagen an den schier endlosen Strand ziehen und den Pferden bei der Arbeit zuschauen ist für Kinder oft spannender als jedes Animationsprogramm.
Highlight: Die weite Natur und die absolute Stille, die nur vom Hufgeklapper unterbrochen wird. Und natürlich die saubere Luft und Wattwanderungen.


Mehr über Familienurlaub auf Juist


Baltrum – die „autofreie Kinderinsel“

Mit nur fünf Kilometern Länge und 1,5 Kilometern Breite ist Baltrum ist die kleinste der autofreien ostfriesischen Inseln, was sie für Familien mit kleinen Kindern besonders attraktiv macht. Selbst mit Nachwuchs braucht ihr kaum mehr als drei Stunden, um die Insel zu umrunden. Und am Nordstrand – einem fünf Kilometer langen Sandkasten – werdet ihr euch fühlen wie in der Karibik.

Anreise & Mobilität: Ab Neßmersiel dauert die Überfahrt nur 30 Minuten. Auf der Insel gibt es keine Straßennamen, nur Hausnummern – das macht die Orientierung für Kinder zu einem Abenteuerspiel. Alles wird zu Fuß oder mit der Pferdekutsche erledigt.

Dünen, Strände und jede Menge Angebote für Familien – das sind die Trümpfe der Nordsee-Insel Baltrum ©Ingmar Könemundstock.adobe.com

Für Familien: Baltrum gehört zu den familienfreundlichsten Inseln Deutschlands, da der Nachwuchs hier ein riesiges Programm geboten bekommt: Neben weiten Dünen und dem fünf Kilometer langen Puderzuckerstrand gibt es Bastel- und Theaterangebote, Kinderturnen direkt am Strand, spezielle Kinderwattwanderungen und regelmäßige Clown-, Jongleur- und Zaubervorführungen. Nicht umsonst trägt Baltrum den Beinamen „autofreie Kinderinsel“.
Highlight: Im „Onnos Kinderspöölhus“ können sich die Kleinen austoben, wenn das Wetter mal nicht mitspielt. Wer die Insel ganz spielerisch kennenlernen möchte, nutzt das Schatzkofferspiel, das Eltern und Kinder gemeinsam über das Eiland führt.

Auf Baltrum ist das Meer nie fern ©JEFs-FotoGalerie/stock.adobe.com

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Eine Nordsee-Insel für Familien: Baltrum

Die kleinste der Ostfriesischen Inseln ist wie geschaffen für Familienferien. Es gibt einen Strand mit feinem Puderzuckersand, das Watt und die Nordsee. Dazu Pferde, Bollerwagen – und reichlich Ruhe.

Spiekeroog – Insel mit historischer Pferdebahn statt PKWs

Spiekeroog ist wie geschaffen, um einmal tief durchzuatmen. Auf der einen Seite findet ihr Wälder mit Kiefern und Eichen, auf der anderen das endlose Watt. Die Luft hier ist so rein, dass man den Unterschied sofort spürt.

Anreise & Mobilität: Die Insel pflegt das Konzept „autofrei“ besonders streng. Im Gegensatz zu manch anderer Insel verzichtet man im Dorf fast komplett auf moderne Elektro-Fahrzeuge. Stattdessen wird alles mit Muskelkraft und Handwagen transportiert. Ein Highlight ist auch die Museumspferdebahn, die einzige ihrer Art in Deutschland. Sie transportiert euch wie vor 100 Jahren ganz gemütlich auf Schienen vom Fähranleger bis direkt ins historische Zentrum.

Spiekeroog liegt zwischen Langeoog und Wangerooge und wird von 15 Kilometer feinstem Sandstrand umrahmt ©Aufwind-Luftbilder/stock.adobe.com

Für Familien: Es gibt Spielplätze ohne Ende. Toll ist das Kinderspielhaus „Trockendock“, wo die Kleinen auch bei Regen im Sand buddeln können. Für größere Kinder bietet der Circus Tausendtraum tolle Mitmach-Aktionen.
Highlight: Ein Schiffsausflug zu den Seehundbänken.

Ebenfalls ein Must-see auf Spiekeroog: der kleine Hafen ©Stephan Sühling/stock.adobe.com

Wangerooge – autofreie Nordseeinsel mit Inselbahn

Wangerooge ist perfekt auf kleine Gäste eingestellt. Das einzige, was ihr hier hört, ist die Natur. Die Insel ist „platt wie eine Flunder“, was sie ideal zum Radeln und Reiten macht.

Anreise & Mobilität: Der Urlaub beginnt direkt am Hafen. Nach der Ankunft mit der Fähre steigen alle in die bunte Inselbahn. Sie zuckelt gemütlich durch die Salzwiesen bis ins Dorf. Da keine Autos fahren, dominieren Fahrräder und Bollerwagen das Bild.

Die Inselbahn verbindet den Hafen mit dem Bahnhof Wangerooge ©kranidi/stock.adobe.com

Für Familien: Die Insel bietet alles, was Eltern brauchen – von Wickelmöglichkeiten über Babyschwimmen bis hin zu einem Babysitterdienst. Falls das Wetter mal nicht mitspielt, ist das Meerwasser-Erlebnisbad „Oase“ ein toller Tipp.
Highlight: Der Ausblick vom neuen Leuchtturm über das gesamte Wattenmeer.

Platt wie eine Flunder und wunderschön: Wangerooge. Im Hintergrund sieht man schon die Jugendherberge … ©Holger Luck/stock.adobe.com

Unser Übernachtungstipp für Wangerooge

Langeoog – die größte autofreie Insel in der Nordsee

Mit fast 20 km² ist Langeoog die größte der autofreien Inseln. Die Langeooger sind besonders stolz auf ihren 14 Kilometer langen Sandstrand, den sie selbst als den längsten der Welt bezeichnen.

Der 14 Kilometer lange Strand mit seinem feinen Sand ist und bleibt die Hauptattraktion von Langeoog ©Gylando501/stock.adobe.com

Anreise & Mobilität: Die Fähre ab Bensersiel ist gezeitenunabhängig, was die Anreise sehr flexibel macht. Auch hier bringt euch eine Inselbahn vom Hafen in den Ort. Da die Wege auf der größten Insel etwas weiter sind, ist das Fahrrad hier das Hauptverkehrsmittel.
Für Familien: Das „Spöölhus“ (Spielhaus) ist die Rettung bei Regen. Für Jugendliche gibt es das Jugendhaus am Meer mit Billard, Kicker und Beachvolleyball-Treffs.
Highlight: Die Melkhörndüne – mit knapp 20 Metern die höchste Erhebung Ostfrieslands.

1.750 Menschen wohnen dauerhaft auf Langeoog, die meisten im Inseldorf ©LianeMi/stock.adobe.com

Ohne Auto auf die Insel: Infos zu Parkplätzen und Fähren

Damit der Urlaub entspannt beginnt, lasst ihr das Auto einfach an den großen Häfen auf dem Festland stehen. Überall gibt es bewachte Langzeitparkplätze oder Garagen, auf denen euer Wagen sicher wartet, während ihr euren Urlaub genießt. Hier eine Übersicht, von wo ihr auf die jeweiligen Inseln kommt:

Juist: Die Fähre legt in Norddeich Mole ab. Da die Schifffahrt hier extrem von den Gezeiten abhängig ist, fährt sie oft nur ein- bis zweimal am Tag. Plant für die Überfahrt etwa 90 Minuten ein. Euer Auto parkt ihr auf den großen Inselflugplatz-Parkplätzen der Reederei Frisia.

Die Fähren nach Juist legen in Norddeich und fahren in der Regel zweimal täglich ©nordenfan/stock.adobe.com

Baltrum: Eure Reise startet im Hafen von Neßmersiel. Die Fahrt ist mit ca. 30 Minuten sehr kurz und damit ideal für ungeduldige Kids. Auch hier bestimmen Ebbe und Flut den Fahrplan. Parken könnt ihr direkt am Hafen bei der Baltrum-Linie.

Spiekeroog: Vom Hafen Neuharlesiel aus seid ihr in etwa 45 bis 50 Minuten auf der Insel. Die Abfahrtszeiten variieren täglich mit der Tide. Parkplätze und Garagen findet ihr bequem am Ortsrand (Spiekeroog-Garagen), von wo aus euch oft ein Shuttle zum Anleger bringt.

Langeoog: In Bensersiel geht es an Bord. Das Beste für die Planung: Die Schiffe fahren hier weitgehend gezeitenunabhängig nach einem festen Fahrplan. Die Fahrt dauert ca. 30 bis 45 Minuten. Parkplätze gibt es reichlich direkt im Hafenbereich.

Wangerooge: Los geht es ab Harlesiel. Die Überfahrt ist stark tideabhängig und dauert inklusive der Fahrt mit der Inselbahn etwa 45 bis 90 Minuten. Parken könnt ihr auf den ausgewiesenen Stellflächen und in Garagen direkt am Hafen.

Wer nach Wangerooge fahren möchte, parkt sein Auto auf den großen Parkplätzen in Harlesiel ©hbw_images/stock.adobe.com

Wie kommt das Gepäck auf den autofreien Nordseeinseln zur Unterkunft?

Die größte Sorge vieler Eltern bei der Reise auf eine autofreie Insel lautet: „Wie bekomme ich unser ganzes Zeug ohne Auto zum Hotel oder zur Ferienwohnung?“ Die gute Nachricht: Die Inseln sind perfekt auf Familien eingestellt. Es gibt zwei Wege, wie ihr entspannt ankommt:

1. Das Gepäck verschicken: Der Haus-zu-Haus-Service

Wer es maximal entspannt mag, lässt die Koffer schon ein paar Tage vor der Abreise direkt an der Haustür abholen. Die Deutsche Bahn oder Kurierdienste wie Hermes liefern das Gepäck direkt bis in die Ferienwohnung oder das Hotel auf der Insel. Ihr reist dann nur noch mit leichtem Tagesgepäck und den Kindern im Zug oder Auto an den Hafen.

2. Der Gepäckdienst am Hafen

Wenn ihr die Koffer selbst im Auto oder Zug zum Hafen mitnehmt, müsst ihr sie trotzdem nicht weit schleppen:

  • Am Anleger: In Häfen wie Bensersiel oder Norddeich Mole gibt es große Gepäckcontainer. Ihr stellt eure Koffer dort hinein (achtet auf die richtige Nummer eurer Unterkunft!), und das Personal verlädt diese auf die Fähre.
  • Auf der Insel: Sobald das Schiff anlegt, müsst ihr euch oft gar nicht um die Koffer kümmern. Auf Inseln wie Juist oder Spiekeroog stehen meist Elektrokarren oder Pferdefuhrwerke der Gepäckdienste bereit, die die Koffer direkt zu eurer Adresse bringen (oft gegen eine kleine Gebühr von ca. 5 bis 10 € pro Stück).
  • Bollerwagen-Taxis: Viele Vermieter stellen euch auch einen eigenen Bollerwagen am Hafen oder Bahnhof bereit. Das ist für Kinder oft das Highlight: Die Koffer kommen rein, das Kind obendrauf – und der Urlaub beginnt mit einem gemütlichen Spaziergang zur Unterkunft.
Ein absolutes Highlight für Kinder: Spaziergänge mit dem Bollerwagen ©KETTLER Trading GmbH


Gibt es noch mehr autofreie Inseln in Deutschland?

Insgesamt gibt es sieben bewohnte Inseln, die offiziell als autofrei gelten.

Die fünf in diesem Artikel vorgestellten – Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog, Baltrum und Juist – bilden dabei das Herzstück in der Nordsee. Sie liegen wie eine Kette vor der ostfriesischen Küste. Aber es gibt noch zwei weitere:

  1. Helgoland: Deutschlands einzige Hochseeinsel gehört ebenfalls zur Nordsee, liegt aber weit draußen. Sie ist so klein, dass dort sogar das Fahrradfahren (außer für Kinder) verboten ist – man geht konsequent zu Fuß.
  2. Hiddensee: Sie ist die einzige autofreie Insel in der Ostsee. Wer seinen Familienurlaub auf Hiddensee Urlaub verbringt, tauscht das Auto gegen das Fahrrad oder die Pferdekutsche, ganz ähnlich wie auf Juist.
Der Hafen von Vitte ist ein lebendiges Zentrum der Insel, hier machen auch die meisten Fähren fest ©M. Moog

Während andere große Nordseeinseln wie beispielsweise Sylt, Norderney oder Borkum den Autoverkehr erlauben, bleibt bei den „echten“ autofreien Inseln das Auto zwingend am Festlandhafen stehen. Für euch als Eltern bedeutet das: Sobald ihr die Fähre verlässt, gibt es keine Parkplatzsuche, keine Ampeln und vor allem keinen Verkehrslärm.

Lassen sich die autofreien Inseln in der Nordsee auch per Flugzeug erreichen?

Einige der ostfriesischen Inseln haben kleine Flugplätze. Wenn ihr die tidenabhängigen Fährzeiten umgehen wollt, kann das eine spannende (wenn auch teurere) Alternative sein. Hier ist eine Übersicht, welche der fünf Inseln ihr auch per Propellerflugzeug ansteuern könnt:
Wangerooge: Die Insel ist hervorragend angebunden. Es gibt regelmäßige Linienflüge (die sogenannten „Insel-Flieger“) ab Harle. Der Flug dauert nur etwa 5 Minuten – kaum ist man in der Luft, setzt man schon wieder zur Landung an.
Juist: Da die Fähre nach Juist extrem abhängig von der Ebbe ist und oft nur einmal am Tag fährt, ist das Flugzeug hier eine sehr beliebte Alternative. Geflogen wird ab Norddeich. In nur ca. 5 Minuten seid ihr auf der Insel.
Langeoog: Auch Langeoog besitzt einen Flugplatz und wird regelmäßig von Bensersiel oder auch vom Festland (z. B. Harle) aus angeflogen.
Baltrum: Die kleinste Insel hat ebenfalls einen eigenen Flugplatz (einer der kürzesten in Deutschland!). Flüge starten meist ab Neßmersiel.

Die Ostfriesischen Inseln Wangerooge, Juist und Langeoog sind per Flugzeug erreichbar ©gerckens.photo/stock.adobe.com

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