Raus geht ́s! Die besten Tipps für Mikroabenteuer mit (kleinen) Kindern

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Als Familie Abenteuer in der Natur erleben – das ist supereinfach und schweißt zusammen. Wir von Lumao haben die Bloggerin Stefanie Schindler gebeten, uns mehr über jene Mikroabenteuer zu verraten. Denn Stefanie hat ein Buch über Mikroabenteuer mit Kindern geschrieben …

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Kinder kommen als Abenteurer auf die Welt, denn für sie ist jede noch so kleine Entdeckung abenteuerlich groß. Draußen, direkt vor eurer Haustür, lassen sich mit ihnen spannende Mikroabenteuer erleben. Dabei ist es egal, ob ihr als Familie in der Stadt oder eher ländlich wohnt, ob ihr im Stadtpark oder im Wald unterwegs seid. In der Natur gibt es immer und überall Neues zu entdecken.

Familienauszeiten an der der frischen Luft schweißen zusammen ©ARochau/stock.adobe.com

Die Natur – der größte Abenteuerspielplatz für Kinder

Ein Mikroabenteuer ist ein Ausflug in die Natur oder zu naturnahen Plätzen. Abenteuer finden draußen statt. Ihr müsst euren Kindern keinen Zoobesuch organisieren oder für sie den nächsten ausgefallenen Spielplatz googeln. Die Natur selbst ist der größte Abenteuerspielplatz.

Wir Eltern haben meist verlernt, genau hinzuschauen und das Abenteuer jenseits von vorgegebenen Spielewelten zu sehen. Ein Familie-Nachmittag in der Natur ist für uns Erwachsene die Chance, wieder innezuhalten und mit unseren Kindern auf eine gemeinsame Entdeckungsreise zu gehen. Lassen wir uns darauf ein, dann ist die kindliche Neugierde ansteckend und die Draußen-Zeit eine Wohltat im stressigen Alltag.


Mikroabenteuer: Aller Anfang ist gar nicht so schwer

Das großartige an der Idee der Mikroabenteuer ist, dass sie in der näheren Umgebung stattfinden. Außerdem müsst ihr weder viel Zeit in die Planung investieren noch einen ganzen Tag im durchgetakteten Familienleben dafür reservieren. Mikroabenteuer sind simpel und benötigen wenig Zeit.

Eine Idee: essbare Pflanzen sammeln, Löwenzahn zum Beispiel. Den kann man als Tee, Saft, Pesto, Marmelade und Salat zubereiten  ©Stefanie Schindler

Da sollte das Anfangen doch gar nicht so schwerfallen? „Ja, aber das Wetter ist heute so schlecht.“ „Ja, aber ich habe noch so viel zu tun.“ Es gibt viele „Ja, aber“-Gedanken, die uns Eltern daran hindern, gemeinsam mit unseren Kindern Zeit in der Natur zu verbringen. Es hilft, wenn ihr genau wisst, warum ihr mit euren Kindern rausgehen wollt. Ich persönlich finde an einem Draußen-Nachmittag unschlagbar gut, dass meine Kinder drinnen kein Chaos anrichten können. Außerdem liebe ich es, an der frischen Luft zu sein. Diese zwei Argumente reichen bei mir vollkommen aus, um mit meinen Kids regelmäßig zu Mikroabenteuern aufzubrechen.

Auf Augenhöhe gemeinsam die Wunder der Natur entdecken ©/Maria Sbytova/stock.adobe.com

Nein, ich geh nicht raus! Wenn Kinder keine Lust haben, rauszugehen

Selbst bei uns kommt es vor, dass meine Kinder keine Lust haben, rauszugehen. Der Klassiker, um sie zu motivieren, sind ganz klar coole Ausrüstungsgegenstände. Keine Sorge, ihr müsst jetzt nicht losrennen und das nächste Spielzeug kaufen. Viele Dinge lassen sich ganz einfach selbst herstellen. Da wird aus zwei Klopapierrollen ein Fernrohr oder aus einer Dose, einem Gummi und Frischhaltefolie eine Unterwasserlupe.

Schnell gebastelt: ein Fernrohr aus Klopapierrollen ©iuricazac/stock.adobe.com

Grundsätzlich sollte ein Draußen-Nachmittag außerdem kein für die Kinder inszeniertes Abenteuer sein. Ihr müssen selbst Lust darauf haben, auf dem Waldboden zu hocken, in Pfützen zu springen oder einer Schnecke beim Kriechen zuzusehen. Kinder merken und lieben es, wenn wir ihnen und ihren Abenteuern die volle Aufmerksamkeit schenken.

Sich Zeit nehmen, jedes noch so winzige Detail in Ruhe anschauen – das gehört zum Mikroabenteuer dazu ©Maria Sbytova/stock.adobe.com

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3 Mikroabenteuer-Ideen für Familien

Ihr habt Lust, die Idee der Mikroabenteuer einmal auszuprobieren? Dann habe ich drei Ideen für euch, die ihr heute Nachmittag spontan als Familie umsetzen könnt. Ein Abenteuer kommt übrigens selten allein. Die folgenden drei Ideen sind für euch ein kleiner „Schubser“, um gemeinsam als Familie in die Natur einzutauchen. Was dann folgt, sind meist viele unvorhergesehene Abenteuermomente. Überlasst euren Kindern die Führung und schaut was passiert.

Ein perfekter Platz für Versteckspiele: schöne, unsprüngliche Wälder ©Stefanie Schindler

Barfuß laufen

Barfuß laufen ist mein persönlicher Lieblings-Mikroabenteuer-Warm-Up. Schuhe aus und los geht ́s. Das könnt und solltet ihr bei jedem Wetter ausprobieren. Eigentlich wird es erst bei nicht perfekten Bedingungen so richtig abenteuerlich, denn im Sommer kann barfuß laufen schließlich jeder. Wenn ihr viel Zeit habt, dann baut euch doch einen eigenen kleinen Barfußpad aus Naturmaterialien. MeinTipp: Packt ihr euch ein kleines Handtuch in euren Gepäck, damit könnt ihr schmutzige Füße immer notdürftig sauber machen.

Mal pieksig, mal watteweich: der Waldboden ©Stefanie Schindler

Essbare, wilde Pflanzen pflücken

Im Frühling erwacht die Natur und überall wächst und sprießt es. Das ist eure Chance, essbare Pflanzen zu suchen und gleich zu verkosten. Keine Sorge, ihr müsst dafür keine Experten auf dem Gebiet der wilden Pflanzen sein. Gänseblümchen zum Beispiel kennt wirklich jeder, sie sind nahezu unverwechselbar. Im Frühling sind sie vor allem auf sonnigen Wiesen zu finden. Gänseblümchen können direkt von der Hand in den Mund wandern oder ihr nutzt sie als Deko auf einem Butterbrot.
Die jungen, hellgrünen Fichtentriebe könnt ihr im Mai und Juni direkt roh vom Baum naschen. Lasst euch überraschen, wie sie schmecken. Mit dem Merkspruch „Die Fichte sticht, die Tanne nicht“, könnt ihr die beiden Bäume auseinanderhalten.

Sie schmecken leicht bitter: Gändeblümchen ©Per/stock.adobe.com

Naturschätze sammeln

Kleine Kinder heben ohnehin ständig Dinge auf. Packt euch also einen leeren Eierkarton ein und geht gemeinsam dieser Sammelleidenschaft nach. Gesammelt werden darf, was ihr als Schätze anseht, ganz ohne Wertung. Bei dieser Naturschatzsuche lenkt ihr den Fokus bewusst auf die kleinen Dinge am Boden. Erstaunlich, was Kinder dort entdecken, betrachten, fühlen und beschnuppern können. Eine simple Idee, die sich zu einer spannenden Sinneserfahrung für große und kleine Abenteurerentwickeln kann.

Es gibt so vieles, was Kinder im Wald sammeln können – zum Beispiel Tannenzapfen ©Stefanie Schindler

Ein Tipp für alle eure Mikroabenteuer

Ein allerletzter und gut gemeinter Mikroabenteuer-Ratschlag: Kinder dürfen sich draußen schmutzig machen! Und zwar so richtig. Mit dem Satz: „Macht euch nicht so schmutzig“, erstickt ihr jede, wirklich jede kindliche Abenteuerlust im Keim.

Die Fachfrau für Mikroabenteuer für (kleine) Kinder: Steffi Schindler ©Stefanie Schindler

Und nun: Raus mit euch!

Steffi ist die Macherin von a daily travel mate, dem Reise-und Outdoorblog für Familien und die Autorin des Buches „Mikroabenteuer mit Kindern. Tolle Familien-Auszeiten an der frischen Luft, die zusammenschweißen. Mit ihren zwei Kindern hat sie (fast) alle 55 Mikroabenteuer-Ideen in ihrem Buch ausprobiert.

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