Erste Skiversuche mit Kindern: Unsere besten Tipps für den Start!

Euer erster Skiurlaub steht bevor? Hier erfahrt ihr, was wirklich wichtig ist – von der Skischule bis zur Pausengestaltung.

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Eine grüne Schlange liegt im frisch planierten Schnee in 1.500 Metern Höhe. Langsam bewegt sich der dreijährige Nelion auf sie zu. „Beine auseinander, nicht die Schlange berühren“, ruft die Skilehrerin, während sie Nelion stützend am Arm hält. Die Schlange ist natürlich keine echte Schlange, sondern ein grünes Nylonseil, doch in Nelions Fantasie befindet sie sich nicht in „Bertas Kinderland“ im Tiroler Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis, sondern irgendwo im Dschungel. Also berührt er sie besser wirklich nicht!

Auf den Anfang kommt es an! Lumao-Autorin Astrid verrät, worauf ihr bei den ersten Skiversuchen eurer Kids achten solltet ©Astrid Därr

▶️ Hier gehts zu den Tipps für die ersten Skiversuche

Skilehrerin Fabienne hat etwas Mühe, den kleinen Skianfänger bei Laune zu halten. Immer wieder schaut er nach der Mama und lässt sich leicht ablenken, statt sich auf die steifen Bretter unter seinen Füßen zu konzentrieren. Mit viel spielerischer Animation gelingt es Fabienne immer wieder, Nelion zu motivieren, auf dem flachen Hang die Schneebremse zu üben. „Jetzt machst du Pizza: Skispitzen vorn zusammendrücken und hinten auseinander ziehen“, erklärt sie dem Kleinen.

Bei Dreijährigen spielt spielerische Animation eine große Rolle, so bleiben die Kleinen eher bei der Sache ©Astrid Därr

Wichtig: eine Skischule, die auf Kinder eingestellt ist

Die Skischule Fiss Ladis gilt als Vorreiter bei der Kinderanimation. Hier hat man sich besonders intensiv Gedanken zum Kinder-Skikurs und bei der Entwicklung eines speziell auf das jeweilige Alter und Können abgestimmten Skilehrplans gemacht.

Serfaus-Fiss-Ladis: Die Kulisse mit den vielen Dreitausendern ist wirklich beeindruckend ©Astrid Därr

„Wir versuchen, die Kinder mit Spielen unbewusst an die Bewegungsabläufe heranzuführen – also ohne lange Erklärungen“, erzählt Eva Stark, Leiterin der Kinderkurse der Skischule, in ihrem Büro in Bertas Kindervilla. „So lernen die Kids spielerisch erst die breite Skiführung, dann die Schneebremse und schließlich das Drehen der Füßchen. Am dritten oder vierten Kurstag können sie die erste leichte Abfahrt versuchen“, erklärt sie den Ablauf einer Skikurswoche mit den Zwergen. „Dann dürfen sie verschiedene Slaloms fahren und bekommen lustige Handgeräte, um das Kurvenfahren zu üben“. Am Freitag gibt es schließlich das Abschlussrennen, das Nelion besonders motiviert, mit der Sonnenbahn von Fiss wieder hinauf zu Bertas Kinderland zu fahren.

Infos zum Skigebiet:
Serfaus-Fiss-Ladis/Tirol
Die auf einem Hochplateau gelegenen Orte Serfaus, Fiss und Ladis sind über das Skigebiet miteinander verbunden. Das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis mit über 200 Pistenkilometern ist auf Familien spezialisiert und bietet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.
Bei der Skischule Fiss Ladis sind die Kleinsten in Privat- oder Gruppenkursen in Bertas Kinderland gut betreut.

Auch für die Kleinsten wichtig: die obligatorischen Abschlussrennen ©Astrid Därr

Für die kleinsten Skifahrer, die „Bambinis“, endet der Kurs nach einem halben Tag, ab vier Jahren dürfen die Kids auch am Nachmittagsprogramm teilnehmen. Gut für Nelion, der sich nach dem Skifahren auf den großen Indoor-Spielplatz und die Familien-Wasserwelt im Hotel in Fiss freut.

Gehört zum Winterurlaub dazu: eine rasante Rodelpartie! ©Astrid Därr

„Bei Dreijährigen lässt die Konzentration schnell nach. Sie sind mental noch nicht so weit und man muss viele Pausen einbauen“, sagt Fabienne. Sie sagt: „Vier Jahre ist das perfekte Alter, um Skifahren zu lernen. Die Kids sind dann einfach mehr bei der Sache“, fügt sie hinzu. Um den Kindern ein Gefühl für Schnee zu vermitteln, schadet es aber nicht, sie schon mit drei Jahren auf die Bretter zu stellen.

Beste Rahmenbedingungen für den Skiurlaub mit (kleinen) Kindern: das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis

Das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis liegt auf einem Hochplateau über dem oberen Tiroler Inntal. Das auf Familien spezialisierte Skigebiet möchte es den Eltern so einfach wie möglich machen. So kann die Skiausrüstung direkt an der Seilbahn ausgeliehen und in Schließfächern verstaut werden. In Bertas Kindergarten direkt an der Gondelbahn ist der Nachwuchs bestens betreut, wenn die Eltern mal ein paar Stunden ohne Kinder Skifahren möchten.

Allgegenwärtig: die angeblich coolste Kuh der Alpen, Maskottchen Berta ©Astrid Därr

Nur beim Abschlussrennen darf die Mama natürlich nicht fehlen. Schneefall und Kälte stören Nelion nicht, als er mit der Startnummer auf dem Bauch und Fabienne im Rücken das Rennen startet. Freudestrahlend nimmt er später auf der Bühne von Kuh Berta seine erste Medaille entgegen.

Tipps für die ersten Skiversuche

Voraussetzung für die Teilnahme an einem Zwergerlskikurs ist eine gewisse körperliche Fitness und Körperspannung, damit das Kind stabil auf den Skiern stehen kann. Außerdem muss sich das Kind (ohne Eltern) in die Gruppe einfügen können und Geduld beim Warten aufbringen.
Vorbereitung Das Kind muss wissen, was es im Skikurs erwartet. Deshalb sollten die Eltern das Kind in einem Gespräch darauf vorbereiten, dass es ohne sie in einer Gruppe Ski fahren wird und sich die Familie danach wieder trifft.
Warme Kleidung Kalte Finger und Füße sind kontraproduktiv, daher das Kind lieber warm einpacken. Auch ein warmer Tee in der (isolierten) Flasche hilft.
Spielend lernen Mit Hilfsmitteln wie Seilen, Ringen etc. lernt das Kind die Bewegungen spielerisch und bleibt länger bei der Sache.
Pausen Da die Konzentration der Zwerge schnell nachlässt, sollte man ihnen genügend (Snack-/Trink-) Pausen gönnen.
Geduld Für die ersten Skiversuche reicht meist eine Stunde. Je nach Lust des Kindes kann verlängert werden. Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, einfach nächstes Jahr wieder versuchen, wenn das Kind körperlich und geistig weiterentwickelt ist.
Überforderung vermeiden Eltern sollten mit dem Kind auf Niveau weiter üben, auf dem es den Skikurs beendet hat – also in leichtem Gelände und angepasstem Tempo.
Extra-Tipp: Kind nicht zwischen die Beine nehmen Das Kind fährt so nur passiv mit, lernt aber nicht die richtige Körperhaltung und Kontrolle der Ski. Stattdessen kann sich das Kind seitlich an einer Slalomstange festhalten, die ein Erwachsener hält, oder ein Elternteil kontrolliert das Tempo mit einem großen Ring um den Bauch des Kindes.

Egal wie alt euer Nachwuchs ist: Nach dem Abschlussrennen sind alle Kids stolz ©Astrid Därr

Hier findet ihr viele weitere Ideen für den nächsten Winterurlaub mit Kindern.

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