Geheimtipp in der Steiermark: Familienurlaub auf der Planneralm

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Malerische Bergblicke, gemütliche Ferienapartments und jede Menge (Natur-)Erlebnisse – das sind die Zutaten eines Familienurlaubs auf der Planneralm, höchstgelegenes Bergdorf der Steiermark und ein echtes Ferienjuwel Österreichs.

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Auf einen Blick!
Die Planneralm ist das höchstgelegene Bergdorf (1.600 Meter) in der Steiermark. Obwohl sie gerade im Sommer ein echter Geheimtipp ist, hat die Planneralm für Familien viel zu bieten: familientaugliche Wanderungen, erfrischende Bergseen, Spielplätze, Kletterstrecken und Bilderbuchausblicke.
Zielgruppe Naturliebhaber und Ruhesuchende sind hier ebenso goldrichtig wie Familien, die Lust auf einen abwechslungsreichen Bergurlaub abseits des Massentourismus haben.
Highlights Wanderwege, Plannersee, Bogenschießen und Co – eigentlich könnte man ganze Urlaubswochen nur auf der Planneralm verbringen. Aber auch die Umgebung trumpft mit 1A-Ausflugszielen auf, von einer Ziegenwanderung über schwindelerregende Mutproben auf dem Dachstein-Gletscher bis hin zur Riesneralm
Übernachten Top für Familien sind die komfortablen, neu renovierten Apartments der „Hideaway Planneralm“ – operated by JUFA Hotels. Direkt daneben: das JUFA Hotel Planneralm***.

Eine Reportage von Birgit Durak

Ferdinand guckt mich mit seinen grün-braunen Augen an, klimpert mit seinen langen Wimpern und kommt neugierig auf mich zu. Berührungsängste hat der kleine Draufgänger nicht – ganz im Gegenteil. Vorsichtig geht er auf Tuchfühlung, tastet ab, ob ich vielleicht irgendwo Leckereien verstecke. „Wer sich das Schimpfwort ‚Dumme Ziege‘ ausgedacht hat, hatte keine Ahnung von diesen intelligenten Tieren“, lacht Sandra.

Für Kinder ein erstes Highlight auf der Planneralm: ein Spaziergang mit Ferdinand, Emil und Co ©Birgit Durak

Die gelernte Elementarpädagogin ist die Besitzerin einer fünfköpfigen Ziegenherde und bietet Urlaubsgästen Spaziergänge und Yoga mit Ferdinand, Emil und Co an. Ich streiche vorsichtig durch das weiß-braun gescheckte Fell des Kleinen, während unser Sohn Tjark (12) bereits damit beginnt, die anderen Ziegen zu striegeln. „Unser Urlaub auf der Planneralm beginnt tierisch“, schmunzelt mein Mann Christian und schnappt sich ebenfalls eine Bürste.

Hideaway Planneralm – eine tolle Urlaubsunterkunft

Die Planneralm. Eher zufällig waren wir auf das auf 1.600 Metern und somit höchstgelegene Bergdorf in der Steiermark in Österreich gestoßen. Vor allem im Sommer ist die Alm in der ansonsten doch recht trubeligen Tourismusregion Schladming-Dachstein noch ein echter Geheimtipp. Und das liegt keinesfalls daran, dass dieses Urlaubsjuwel mit seinen Almen und glasklaren Bergseen nicht viel zu bieten hätte. Der Grund ist viel mehr, dass es in dem Bergdorf keine Sommer-Seilbahnen gibt.

Wer auf der Planneralm seinen Familienurlaub verbringt, hat gute Aussichten! ©Birgit Durak

„Dafür haben wir hier wunderschöne Wanderwege hoch auf den Berg“, hatte uns Ingeborg Theisen bei unserer Ankunft wenige Stunden zuvor erzählt. Die freundliche Hoteldirektorin des JUFA-Hotel Planneralm*** hatte uns direkt mit ein paar Ausflugstipps versorgt, bevor sie uns den Schlüssel überreichte – nicht zu einem Hotelzimmer, sondern zu unserem Ferienapartment im Hideaway Planneralm.

Rund um das JUFA Hotel Planneralm*** gibt es für Kinder reichlich zu entdecken ©Birgit Durak

Bei diesem Urlaubsdomizil ist der Name Programm: sieben moderne, mit viel Naturmaterialien ausgestattete Ferienwohnungen, fußläufig vom Hotel erreichbar und doch ein bisschen versteckt mitten in der Natur.

Zu den Ferienwohnungen gehört auch je eine Terrasse ©Birgit Durak

Außerdem sind die Hideaway-Apartments die perfekte Ausgangsbasis, um die steirische Ferienregion mit all ihren Familien-Highlights zu erkunden. Womit wir wieder bei Ziegenbock Ferdinand wären. „Wir nehmen Ferdinand und Emil mit auf unseren Ziegenspaziergang„, Sandra legt den beiden Ziegen-Halbbrüdern Halsbänder um, drückt Tjark eine und mir die andere Leine in die Hand.

Ein Highlight für Familien: eine Ziegenwanderung

Schnell stelle ich fest: Ziegen sind neugierige und ganz schön gefräßige Tiere. An jedem saftigen Grasbüschel bleiben sie stehen, knabbern drauflos. Das ist nicht nur wahnsinnig niedlich, sondern auch herrlich entschleunigend. Auch, weil die Natur ringsherum wie geschaffen dafür ist, um zur Ruhe zu kommen. Der Weg führt bergauf und bergab durch Wälder, grüne Wiesen und entlang des plätschernden Donnerbachs. „Pure Idylle“, bestätigt Christian meine Gedanken. „Und die Ziegen sind super Wandermotivatoren“, fügt er hinzu, schaut vielsagend zu Tjark, der mit Emil an der Leine lächelnd vor uns spaziert.

Ein Spaziergang mit Ziegen – der motiviert auch Kinder zum Wandern ©Birgit Durak

Absolutes Must-visit: der Dachstein-Gletscher in der Steiermark

„Wandern wir heute wieder?“, fragt Tjark am nächsten Morgen beim Frühstück. Da wir noch gar nicht dazu gekommen sind, Lebensmittel einzukaufen, frühstücken wir einfach im angrenzenden JUFA-Hotel. Ein (kostenpflichtiger) Service, der auch den Hideaway-Gästen offensteht und den wir schon gestern Abend wahrgenommen und uns am Buffet die Bäuche vollgeschlagen hatten. Und nicht nur das Restaurant öffnet für die Apartmentgäste seine Pforten. Wer mag, darf auch den Spielplatz nebst Kraft- und Motorikparcours, die Sporthalle sowie die Sauna nutzen.

Eine hoteleigene Sporthalle ist ein Riesenhit bei Familien ©Birgit Durak

Dafür bleibt uns heute allerdings keine Zeit. „Heute stehen Mutproben auf dem Programm“, verspreche ich geheimnisvoll, beiße in mein Marmeladenbrötchen und hoffe im Stillen, dass das nachher in meinem Magen keine wilden Kapriolen schlägt. Eine gute Stunde später gondeln wir von der Talstation am Dachstein-Gletscher hoch auf 2.700 Meter Höhe – für mich mit meiner Höhenangst im Grunde schon die erste Herausforderung und trotzdem nur ein Klacks im Vergleich zu dem, was gleich noch kommt.

Wer mit der rundum-verglasten Dachstein-Panoramagondel hinaufschwebt, genießt einen super Ausblick ©Birgit Durak

Da wir ein Kombiticket haben, klappern wir nacheinander alle fünf Attraktionen ab – und bei so manchem davon klappern und schlackern mir die Beine. Bei dem Sky Walk zum Beispiel, einer Plattform aus Glas, die den Blick freigibt auf die 250 Meter senkrecht abfallende Felswand unter unseren Füßen. Oder bei der Himmelsleiter, bei der zwölf Stufen hoch auf ein Glaspodest führen, das einen atemberaubenden Blick zum Dachstein eröffnet.

Ein absolutes Highlight: die Dachstein Himmelsleiter ©Birgit Durak

Ebenfalls ein Nervenkitzel: Österreichs höchstgelegene und 100 Meter lange Hängebrücke. „Schau lieber auf die Berge vor uns, Mama“, versucht mein schwindelfreier Sohn mich zu beruhigen, „und nicht auf die Felsen 400 Meter unter uns.“

Die Dachstein-Hängebrücke verspricht Nervenkitzel mit Aussicht ©Birgit Durak

Und während ich diese Mutprobe mit feuchten Händen meistere, muss ich vor der „Treppe ins Nichts“ kapitulieren. Den krönenden Abschluss lass ich mir aber nicht entgehen: den Dachstein Eispalast, eine magische Welt im Inneren des Gletschers.

Sechs Meter unter dem ewigen Eis könnt ihr hier die die Ausstellung „Erforsche den Gletscher“ bestaunen ©Birgit Durak

Einfach himmlisch: der Plannersee

„Vorhin Eis und Schnee, jetzt schönster Sommer“, sage ich, strecke mich genüsslich auf unserer Decke aus. Nach unserem Ausflug auf den Dachstein-Gletscher hatten wir in unserem Apartment schnell die Badesachen zusammengepackt, die Wanderschuhe zugeschnürt und waren losgestiefelt. Unser Ziel: der rund 40 Gehminuten entfernte Plannersee.

Ein See, nur für Lumao-Autorin Birgit und ihre Familie – der Plannersee ©Birgit Durak

Und an dessen Ufer liegen wir nun, genießen die Sonne und den Sprung ins erfrischende Nass. Außer uns befindet sich hier keine Menschenseele, weshalb wir uns ungestört im Jodeln versuchen und über das beeindruckende Echo staunen, das von den dicht bewucherten Felswänden rund um den See widerhallt. Zum Glück wurden wir gestern von einem großen Schild am Eingang der Planneralm begrüßt und kennen nun den richtigen Jodelruf: „Planneralm – Murmerl, Latschen & Holla-di-ri-ti-jo“.

Neben den Momenten in der Natur mit Österreich-Feeling gibt es hier auch ganz viele Highlights für Familien ©Birgit Durak

Die Planneralm – das höchstgelegene Bergdorf der Steiermark und ein Familienparadies

Die Tage vergehen viel zu schnell, bilden einen Mix aus Familienhighlights und stillen, naturnahen Momenten: die Wanderung auf der Riesneralm zum Beispiel mit anschließender Entspannung im 24 Grad warmen Gipfelbad „Anno dazumal“, lange Abende auf der Terrasse unseres Apartments mit Blick auf den tausendfach gesprenkelten Sternenhimmel und Streifzüge über die Planneralm, begleitet vom Gebimmel der Kuhglocken.

Für Tjark weit oben im Ranking: der Mountainbike-Trail im Hopsiland ©Birgit Durak

„Oder vielleicht auch das Bogenschießen gerade. Ich kann mich gar nicht entscheiden, was mir am besten gefallen hat“, grübelt unser Sohn, als wir vom 3D-Bogenparcours auf der Planneralm rüber zur Latschenbrennerei schlendern. Es ist der letzte Urlaubstag und vor uns liegt noch ein besonderer Programmpunkt: ein Besuch der höchsten Naturapotheke der Steiermark.

Auch das Bogenschießen liegt weit oben im Ranking der Lumao-Familie ©Birgit Durak

Wirklich sehenswert: die Latschenbrennerei auf der Planneralm

„Seit über 50 Jahren wird in der Latschenbrennerei das ätherische Öl der Bergkiefer gewonnen“, erklären uns Thomas Lasser-Luidolt und seine Frau Ingrid. Wir erfahren, dass es auf der Planneralm 100 Hektar Latschen gibt und dass man für 40 Liter Öl rund 16 Tonnen Latschen benötigt.

Das Ehepaar Lasser-Luidolt hat die Brennerei erst vor Kurzem übernommen ©Birgit Durak

„Und nun gibt es ein schönes Fußbad für euch“, sagt Brennmeister Günther und führt uns zu einer Holzbank, vor der drei große Holzzuber stehen. Kurz bin ich verwirrt: in den Bottichen befinden sich Hackschnitzel. Wir ziehen unsere Wanderschuhe aus, stecken unsere Füße in die vom Prozess der Ölgewinnung noch warmen Hackschnitzel. Viele heiße Latschenhäcksel später gibt es noch eine dicke Schicht Latschenbalsam auf die Füße. „Das ist ja verrückt – wo ist denn meine Hornhaut hin?“, frage ich meine Männer verwundert, streiche über meine Füße, die sich nun wunderbar zart anfühlen.

Fußpflege à la Planneralm – das beschert Lumao-Autorin Birgit ganz neue Erlebnisse ©Birgit Durak

Top für Familien: Urlaub im Hideaway Planneralm

Abends sitzen wir auf der Terrasse unseres Hideaway-Apartments, genießen ein letztes Mal den Sonnenuntergang vor der Bergkulisse, lauschen dem rhythmischen Geläut der Kuhglocken. Dieser Ort ist magisch – und der Name unseres Urlaubsdomizils absolut treffend. Hier kann man sich wirklich vorm Alltagstrubel verstecken, abschalten und die Seele baumeln lassen.

Fast wie ein Hideaway, ein Versteck: die Hideaway-Apartments von JUFA ©Birgit Durak

Ich muss wieder an das Schild am Ortseingang denken: „Planneralm – Murmerl, Latschen & Holla-di-ri-ti-jo“. Gejodelt haben wir, sogar in Latschenhäckseln gebadet, aber Murmeltiere haben wir keine gesehen. „Dann müssen wir wohl einfach nochmal wiederkommen“, denke ich schmunzelnd, während der orangefarbene Feuerball langsam hinter den Berggipfeln versinkt.

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