Frankreich: Familienurlaub im Seaside Camp in der Bretagne

-

In eigener Sache: Einige unserer Recherchen entstehen durch Unterstützung von Partnern - so auch die zu diesem Artikel.

Lust auf Surfen, Strand und Savoir-vivre? Lumao-Autorin Kirsten war mit Mann und Teenagern in einem Sommercamp in der französischen Bretagne – und restlos begeistert von dieser Art des Aktivurlaubs.

Beitrag teilen:

Auf einen Blick!
Das Seaside Camp befindet sich auf einem 4-Sterne-Campingplatz im Badeort Pléneuf-Val-André in der französischen Bretagne. Bis zum herrlich breiten Sandstrand ist es nur ein Katzensprung. Und auch die regionalen Sehenswürdigkeiten wie Cap Fréhel, die Hafenstadt Saint-Malo und das weltberühmte Le Mont Saint-Michel sind gut mit dem Auto erreichbar.
Zielgruppe Das Familiencamp wird von elan Sportreisen angeboten und richtet sich an sportbegeisterte Familien und Alleinerziehende. Es gibt eine Betreuung für Kinder ab 5 Jahren, aber auch für Teenager und Jugendliche ist das Aktivcamp top geeignet.
Highlights Der Hauptfokus des Sportcamps liegt auf Wassersport, allen voran Wellenreiten. Ebenfalls im Programm: Wanderungen, Beachvolleyball, Fitness und gemeinsame Spieleabende.
Übernachten Ihr habt die Wahl: Möchtet ihr euch in komfortablen Cottages mit zwei Schlafzimmern, Küche, Bad und überdachter Terrasse einquartieren oder in einem der gemütlichen Mietzelte?

Eine Reportage von Kirsten Düspohl

„Die sehen doch nett aus“, flüstert Tom (12) kurz nach unserer Ankunft im Seaside Camp seiner Schwester Jette (15) zu. Nein, unser Sohn spricht nicht von den durchaus komfortablen Cottages des Campingplatzes, von denen wir gerade eines beziehen. Und er meint auch nicht die typisch bretonischen Steinhäuser, die süßen Häfen und breiten Strände, an denen wir bei unserer Anreise vorbeifuhren und die dafür sorgten, dass ich ganz kribbelig wurde vor lauter Vorfreude auf diesen Frankreichurlaub.

Es gibt Dutzende zauberhafte Sandstrände in der Bretagne, allein 11 ziehen sich an der Nordküste zwischen Saint-Malo und Minihic entlang ©Kirsten Düspohl

Die Einschätzung unseres Sohnes gilt den anderen Kindern, die an den Ferienbungalows vorbeischlendern und schüchterne, erste Blicke auf ihre Mitcamperinnen und -camper werfen. Und ja, ich ertappe mich dabei, wie auch ich die anderen Eltern abscanne. Sehen sie sympathisch aus? Haben sie Kinder im Alter unserer Kids? „Der normale Beginn eines Familiencamps“, grinst mein Mann Jan und schleppt weiter Koffer und Taschen in unser Urlaubsdomizil für die nächsten sieben Tage.

Perfekt für Familien mit größeren Kindern: das Seaside Camp von elan Sportreisen ©Kirsten Düspohl

Eine besondere Art des Aktivurlaubs: Familiencamps

Ein Familiencamp – absolut nicht zu vergleichen mit einem gewöhnlichen Familien-Campingurlaub. Klar, auch hier befindet man sich auf einem Campingplatz, ist die meiste Zeit an der frischen Luft, schläft in Zelten oder Mobile Homes. Aber es geht um viel mehr: um das Gruppenerlebnis – gemeinsam mit anderen Familien Spaß haben, Sport treiben, Neues lernen.

Neues lernen – zum Beispiel Hockey. Das geht auch am Strand wunderbar ©Kirsten Düspohl

Und natürlich: ein großes Stück Verantwortung einfach mal abgeben, indem man an dem Camp-Programm teilnimmt und sich abends lecker bekochen lässt. Savoir-vivre und Laisser-faire statt Organisation und Familien-Diskussionen …

Sich gemeinsam durch das abendliche Buffet schlemmen – auch das gehört im Seaside Camp dazu ©Kirsten Düspohl

Warum wir uns ausgerechnet für das Seaside Camp von elan Sportreisen entschieden haben? Ganz einfach: zum einen, weil der sportliche Fokus dieses Camps auf Wellenreiten liegt. Zum anderen: aufgrund der Lage. Das Familiencamp befindet sich im hübschen Badeort Pléneuf-Val-André in der Bretagne, nur einen kurzen Fußmarsch von den tosenden Wellen des Atlantiks entfernt.

Ein Familienurlaub mit vielen anderen Familien

„Willkommen im Seaside Summercamp“, begrüßt uns Gastgeber Cleon abends vor dem großen Essenszelt. Gerade hat uns der gebürtige Hamburger mit einem leckeren Vier-Gänge-Menü verwöhnt, bei dem nicht nur die selbstgemachten Köstlichkeiten beschnuppert wurden. „Ein bisschen habt ihr euch ja schon beim Essen kennengelernt, nun möchte ich euch das Team und unser Camp vorstellen“, Cleon zeigt auf sieben grinsende, junge Menschen in grünen Seaside-Shirts, bis auf zwei Niederländerinnen alle Studierende aus Deutschland und in der nächsten Woche verantwortlich für Spiel, Spaß und Action – und dafür, dass in unserer 35-köpfigen Gruppe aus Familien und Alleinreisenden mit Kindern zwischen sieben und 17 Jahren alle auf ihre Kosten kommen.

Im Seaside-Camp im Fokus: Wellenreiten ©Kirsten Düspohl

Wie das klappen soll? Mit einem Kinder- und Jugendprogramm, Angeboten nur für die Eltern und Aktivitäten für die ganze Familie. Eines wird schnell klar: Die nächste Woche wird abwechslungsreich und sportlich, verspricht viel Spaß, aber auch genug Freiraum für Erholung und Familienzeit. „Hier ist sowieso alles freiwillig“, sagt Cleon und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Bis auf den Küchenspaß mit mir – einmal in der Woche darf jeder Gast beim Schnippeln und beim Abwasch helfen.“

Die große Küche ist professionell ausgestattet und perfekt geeignet, um große Gruppen zu versorgen ©Seaside Camp

Eines der Highlights im Seaside Camp: die Surfkurse

Der breite Strand ist fast menschenleer, nur ein paar Möwen stolzieren auf der Suche nach Wattwürmern über den feuchten Sand. Im Hintergrund glitzert der Atlantik dunkeltürkis in der Sonne, lässt seine Wellen klatschend auf den Strand rollen. Mittendrin: eine Horde Kinder in schwarzen Neoprenanzügen mit knallgrünen, roten und sonnengelben Surfbrettern.

Erste Lektion: sich mit dem Brett und der Theorie vertraut machen … ©Kirsten Düspohl

Es ist der nächste Morgen und das Camp-Programm startet mit der ersten Surfstunde. Einige der Kinder rudern bäuchlings auf den Brettern aufs Meer hinaus, anderen gibt Surflehrer Thomas noch ein paar Tipps. „Schaut, die ersten stehen tatsächlich schon auf den Boards“, sage ich erstaunt zu zwei anderen Müttern, die neben mir am Strand stehen und wie ich die ersten Versuche unserer Sprösslinge verfolgen, „mal sehen, ob wir das auch gleich hinbekommen.“

… kurz darauf stehen die ersten Kids schon auf dem Brett! ©Kirsten Düspohl

Bekommen wir nicht. Keine halbe Stunde später stelle ich fest: Wellenreiten ist viel schwerer, als ich dachte. Das Gleichgewicht halten, die perfekte Welle abwarten, im richtigen Moment aufstehen – was bei den Kindern so einfach aussah, wirkt bei uns Großen etwas unbeholfen. Wir plumpsen reihenweise ins Wasser, schlucken reichlich Salzwasser und sind nach der 90-minütigen Kurseinheit völlig erschöpft. Aber: Wir haben alle ein breites Grinsen im Gesicht – und unser Ehrgeiz ist geweckt. „Wir haben ja noch zwei weitere Einheiten vor uns, das sollte doch machbar sein“, sage ich mehr zu mir selber, als wir uns am Ende der Stunde aus unseren nassen Anzügen pellen.

Lumao-Autorin Kirsten steht – fast! ©Seaside Camp

Der perfekte Mix aus Familienzeit und Me-Time

„Habt ihr Lust auf eine Runde Beachvolleyball?“, die beiden Teamerinnen Svenja und Valeria gehen von Strandhandtuch zu Strandhandtuch, um zwei Mannschaften zusammenzustellen. Ein Stück weiter spielen einige Familien Wikingerschach, Tom und ein paar Jungs tragen ein Schlauchboot zum Wasser, während Jette mit einer Handvoll Gleichaltriger in der Sonne chillt.

Faulenzen oder Beachvolleyballspielen – solche Fragen stellen sich im Seaside Camp ständig ©Kirsten Düspohl

Ich entscheide mich auch fürs Faulenzen – meine Arme sind lahm vom Wellenreiten –, aber Jan schlendert zum Volleyballfeld. Noch so ein Vorteil eines Familiencamps: Die Kinder finden direkt Anschluss, die Erwachsenen ebenfalls. Ganz ungezwungen und leicht, sodass uns Eltern auch Zeit zu zweit oder sogar alleine bleibt. Auch mal schön – vor allem, wenn man weiß, dass wir spätestens beim Abendessen und beim geplanten Sundowner am Strand wieder alle zusammenfinden werden.

Me-Time – die ist gerade für Eltern besonders wichtig! ©Seaside Camp

Für jeden das passende Programm im Familiencamp

In den nächsten Tagen nehmen wir an verschiedenen Programmpunkten teil. Jette und Tom bemalen im Kinder- und Jugendprogramm alte Surfboards, rennen bei Capture the Flag über die gesamte Campinganlage und bekommen am Strand eine Einführung ins Hockey.

Einer der großen Vorteile solcher Camps: Die Kids finden schnell Anschluss und reichlich Beschäftigung ©Kirsten Düspohl

Und während unsere Kids mit ihren neu gewonnenen Freundinnen und Freunden den Sommer genießen, schließen Jan und ich uns einer Cidre-Verkostung an, baden im Meer und erkunden die malerische Bretagne.

Die Bretagne ist für ihren Cidre bekannt, da ist eine Verkostung eine gute Idee! ©Kirsten Düspohl

Und da gibt es rund um Pléneuf-val-André wirklich viel zu entdecken: das Cap Fréhel, eines der bekanntesten Naturdenkmäler der Bretagne, den süßen, kleinen Hafen von Port de Dahouet und natürlich das weltberühmte UNESCO-Kulturerbe Le Mont-Saint-Michel.

Le Mont-Saint-Michel hat gerade mal 25 Einwohnerinnen und Einwohner ©Kirsten Düspohl

Postkartenschön: die Bretagne mit ihren Klippen und Heidelandschaften

„Wow, wie ein Spiegel“, sagen Jette und Tom unisono, lassen den Blick über den Weiher schweifen, auf dessen schwarzer Oberfläche sich die umliegenden Felswände und wild wuchernden Gräser spiegeln. Heute steht im Camp eine Familienwanderung auf dem Programm. Gemeinsam sind wir ins zehn Kilometer entfernte Örtchen Erquy gefahren, haben unsere Autos am Hafen geparkt und sind losgestiefelt.

Wandern mit Ausblick: Die Umgebung des Seaside Camps bietet 1A-Wanderwege ©Kirsten Düspohl

Der spiegelglatte Teich ist nur einer der postkartenschönen Orte, die wir auf der rund acht Kilometer langen Wanderung entdecken. Der Weg führt vorbei an schroffen Klippen, duftendem Ginster und knorrigen, uralten Bäumen, schlängelt sich durch Farnwälder und eine bunt blühende Heidelandschaft – mit einer Fläche von 400 Hektar übrigens eine der größten Heidelandschaften Europas.

Gemeinsam wandern ist gut, da wird auch nicht genörgelt … ©Kirsten Düspohl

Viele Schritte und fantastische Ausblicke später haben wir unser Ziel erreicht: den Plage de Lourtuais, eine einsame, fast karibisch wirkende Bucht mit pudrigem Sand, muschelüberwucherten Felsen und herrlich türkisfarbenem Wasser. „Zeit für eine ausgiebige Pause“, ruft Teamerin Svenja, „in rund zwei Stunden wandern wir weiter.“ Kaum hat sie ausgesprochen, lassen wir unsere Taschen fallen, schlüpfen schnell in die Badesachen und stürzen uns in die Fluten. Himmlisch!

Mal auf dem Felsen, mal auf dem Teller. Miesmuscheln sieht man in der Bretagne ständig ©Kirsten Düspohl

Zum Wiederkommen schön: das Seaside Camp in der Bretagne

Die Woche im Camp vergeht wie im Flug. Viel zu schnell ist der letzte Urlaubsabend da, an dem wir mit allen Familien im Essenzelt Abschied feiern. Cleon und sein Küchenteam haben groß aufgefahren und uns ein üppiges Büffet mit Leckereien und regionalen Köstlichkeiten gezaubert. Während wir uns die Bäuche vollschlagen, werden Nummern getauscht, Pläne geschmiedet – für Treffen in Deutschland oder für die anderen elan-Camps in Slowenien, in der Provence oder auf Korsika.

Die kleinen Cottages verfügen alle über eine überdachte Terrasse ©Kirsten Düspohl

„Damit ihr sehen könnt, was ihr diesen Urlaub erlebt habt, gibt es jetzt eine kleine Diashow“, kündigt Cleon an und startet eine Bilderflut mit einzigartigen Urlaubsmomenten: unsere Ausflüge an den Strand, die Beacholympiade, gemeinsame Spieleabende, der Besuch der Cidrerie und natürlich die vielen, vielen Surfversuche.

Kirsten und Familie sind sich einig: Das Seaside Camp von elan Sportreisen war grandios! ©Kirsten Düspohl

„Mama, du hast es ja doch noch geschafft“, ruft Tom lachend, als ich in Großaufnahme auf dem Bildschirm zu sehen bin: auf dem Board stehend, wenn auch ein bisschen krumm und wackelig. Aber – und das fasst diesen Urlaub perfekt zusammen – mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht …

Das könnte dich auch interessieren

Augsburg mit Kindern: Unsere besten Tipps für Familien

Bayerns drittgrößte Stadt hat viel zu bieten: Lumao-Autorin Marion hat mit ihrer Familie 48 Stunden in Augsburg verbracht.

Kos mit Kindern: 7 Ausflugsziele auf der griechischen Insel

Auf der Insel Kos ist so ziemlich alles für Familien dabei: einsame Strände und trubelige Orte, antike Ruinen, heiße Quellen und rosa Flamingos.

Usedom mit Kindern: Die besten Tipps für euren Familienurlaub

Lust auf endlose Strände und auf Abenteuer in der Wildnis? Dann legen wir euch die Ostsee-Insel Usedom ans Herz. Denn hier gibt’s von beidem reichlich!

Lüneburg mit Kindern: Die schönsten Ziele in der Salzstadt

Unser Tipp für eure nächste Städtereise mit Kindern: Lüneburg mit seiner historischen Altstadt, den schönen Gassen und der Imenau.

Kommentar verfassen

Meistgelesene Artikel

Auch interessant

Los geht´s

Entdecke mehr von Lumao

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen