Urlaub mit Teenagern: Familiencamp Korsika

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Action, Abenteuer, Freiheit – drei wichtige Zutaten für einen Familienurlaub mit Teenagern. Das Familiencamp Korsika bietet weitere: Aktivangebote, coole Campvibes und die traumhafte Natur Korsikas.

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Auf einen Blick!
Korsika ragt wie ein Gebirge aus dem Mittelmeer hervor. Die französische Insel begeistert mit zahlreichen Bergen, schönen Stränden, zauberhaften Städten und einer wilden Natur.
Zielgruppe Das Familiencamp Korsika von elan Sportreisen eignet sich für sportbegeisterte Familien und Alleinerziehende mit Kindern im Alter zwischen 8 bis 17 Jahren.
Highlights Das Sport- und Aktivprogramm besteht aus Wanderungen, Radtouren, Kletterangeboten sowie Kanutouren und Stand-up-Paddling. Außerdem gibt es Familienausflüge, etwa in den Hochseilgarten oder zu einer Gumpe.
Übernachten Das Camp befindet sich auf dem Campingplatz „U Sommalu“ im Westen Korsikas. Ihr übernachtet im eigenen Zelt oder Camper, im geräumigen Steilwand-Mietzelt, in einer Minivilla oder in Bungalows.

„Wir sind dann mal weg.“ Rumms, fällt die Tür unseren kleinen Ferienbungalows ins Schloss, davoneilende Schritte, aufgeregtes Gekicher – und dann Stille. Mein Mann Jan und ich schauen uns vielsagend an, fragen uns vermutlich beide im Stillen, wie oft wir unsere Kinder in den nächsten zwei Urlaubswochen zu Gesicht bekommen werden. Kleiner Spoiler: Es wird häufiger sein, als wir in diesem Moment annehmen, aber deutlich seltener als bei früheren Familienurlauben.

Es gibt verschiedene Unterkunftstypen im Familiencamp Korsika. Eine davon: gemütliche Bungalows ©Kirsten Düspohl

Kein Wunder, unsere Kids sind 14 und 16 Jahre alt, typische Teenager. Reisen mit Teens, das bedeutet: ein altersgerechtes Urlaubsprogramm, Kompromisse und viel Freiraum. Loslassen können – und dabei als Eltern die sentimentalen „Sie sind so schnell groß geworden“-Gedanken beiseiteschieben und stattdessen Paarzeit und Me-Time genießen. Ob uns das gelingen wird? Die nächsten 13 Tage werden es zeigen.

Immer wieder Zeit für Familienmomente – zum Beispiel beim Eisessen in Bastia ©Kirsten Düspohl

Perfekt für Familien mit Teenagern: Familiencamps und Aktivurlaube

Die besten Bedingungen zumindest haben wir: Wir sind auf einem Campingplatz im Westen der französischen Mittelmeerinsel Korsika – Camping U Sommalu am Golf von Sagone. Und genau hier befindet sich auf einem eigenen Areal das Familiencamp Korsika von elan Sportreisen. Es ist nicht unser erster Urlaub dieser Art, wir waren schon bei anderen Familiencamps des deutschen Reiseanbieters, in der Provence und in der Bretagne. Wir mögen diesen Mix aus Familienzeit und Gruppenerlebnis, aus Action und Entspannung.

Korsika begeistert mit einer traumhaften Natur, zauberhaften Städten und superleckeren Spezialitäten ©Kirsten Düspohl

Und wir lieben es, dass wir die Verantwortung einfach mal abgeben dürfen, dass uns Tag für Tag nicht nur leckeres Essen, sondern auch ein abwechslungsreiches Campprogramm serviert wird. Warum wir uns in diesem Jahr das Familiencamp Korsika herausgepickt haben? Ganz einfach: Es eignet sich besonders für Familien mit Teenagern.

Familienurlaub als Gruppenreise mit Gleichgesinnten

„Wir haben richtig Glück mit unserer Gruppe, die sind alle voll nett“, sind sich unsere Tochter Jette und unser Sohn Tom beim ersten gemeinsamen Abendessen einig. Direkt nach der Ankunft hatten sie erste Kontakte geknüpft und schnell herausgefunden, dass sich unser Camp aus zehn Familien zusammensetzt, die meisten mit Kindern im Alter zwischen 13 und 18 Jahren.

Im großen Gemeinschaftszelt lernen sich die Familien schnell kennen ©Kirsten Düspohl

„Willkommen im Familiencamp Korsika“, begrüßt uns Campleitung Luisa nach dem Hauptgang und stellt uns das achtköpfige, deutsche Team und das Wochenprogramm vor. Letzteres wird vielseitig: Wanderungen und Radtouren, Ausflüge zu Kletterfelsen und Badegumpen, Wassersport und Badevergnügen.

Unbedingt ausprobieren: Canyoning ist ein Familienabenteuer und ein absolutes Korsika-Must-do ©Kirsten Düspohl

„An den meisten Tagen bieten wir ein Kinder- und Jugendprogramm an und es gibt zusätzliche Angebote für die Erwachsenen. Aber natürlich haben wir auch Familientage und gemeinsame Erlebnisse“, erklärt Luisa den Ablauf und verweist auf die Listen, in die sich alle für den folgenden Tag eintragen können. Können, nicht müssen – denn das ganze Angebot ist genau das: nur ein Angebot.

Richtig viel los: Das Campprogramm bietet Spaß, Sport und Entspannung ©Kirsten Düspohl

Naturgewaltig, wild und bergig: Korsika, die Île de Beauté

„Mir war gar nicht bewusst, dass Korsika so bergig ist“, sage ich am nächsten Tag zu meinem Mann und hoffe, dass er mich trotz meines Schnaufens verstehen kann. Ja, ich gebe es zu, ich bin keine eingefleischte Sportskanone und vielleicht wäre ich vorher doch einmal mehr joggen gegangen, wenn ich geahnt hätte, dass hier jede Wanderung und Radtour mit so einigen Höhenmetern verbunden ist. Korsika, von den Einheimischen liebevoll ihre Île de Beauté, Insel der Schönheit, genannt, erhebt sich wie ein Gebirge über dem Mittelmeer – über 120 Zweitausender ragen hier auf gerade einmal 8.700 Quadratkilometern in den Himmel.

Die Insel Korsika ist mit ihren vielen Bergen ein echtes Wanderparadies ©Kirsten Düspohl

Das Beruhigende: Die anderen Eltern um mich herum scheinen zwar alle fit zu sein, aber sie schwitzen auch. Kein Wunder, schließlich zeigt das Thermometer 32 Grad und wir stiefeln den Hausberg von Tiuccia hoch. „Heute sind es nur 120 Höhenmeter, das wird sich in den nächsten Tagen noch steigern“, zwinkert mir Luisa zu, „aber keine Sorge, man gewöhnt sich schnell an die Temperaturen.“

Aufstieg geschafft! Im Familiencamp Korsika muss man keine Sportskanone sein, sollte aber durchaus eine gewisse Fitness mitbringen ©Kirsten Düspohl

Sie wird Recht behalten, an das sommerliche Klima gewöhne ich mich ebenso wie an die Tag für Tag weniger zwickenden Oberschenkel. Und dann gibt es noch etwas, was mich die Anstrengungen schnell vergessen lässt: der malerische Ausblick vom Gipfel aus. Unter uns schillert das Meer in den schönsten Blautönen, Klippen leuchten in der Sonne. Berge und Hügel ziehen sich mal karg, mal plüschgrün über die Insel, kleine Städte liegen wie hingetupft an der Küste. Keine Frage, Korsika trägt ihren Beinamen völlig zu Recht.

Eine Urlaubskulisse wie gemalt: Meer, Berge, Wälder und Strände ©Kirsten Düspohl

Wanderungen, Radtouren und Ausflüge: auf Entdeckungstour durch Korsika

Von unserem Campingplatz aus können wir fußläufig und mit den campeigenen Mountainbikes einiges erreichen: nicht nur unseren Hausberg mit seinem Bilderbuchausblick, breite Sandstrände sowie die Küstenstädte Tiuccia und Sagone, sondern auch den Fluss Liamone, perfekt für Touren mit dem Stand-up-Paddleboard und dem Kajak.

Ein Programmpunkt im Familiencamp Korsika: Wassersport auf der Liamone ©Kirsten Düspohl

Aber Korsika hat noch mehr zu bieten. Viel mehr! Deshalb heißt es in diesem Urlaub immer wieder: Fahrgemeinschaften bilden und mit dem Auto auf kurvigen Straßen zu Entdeckungstouren aufbrechen, vorbei an freilaufenden Ziegen, Schweinen und Kühen, die ebenso zum Inselbild gehören wie urige Bergdörfer und die korsische Macchia, die überall ihren Duft verströmt und über die Napoleon Bonaparte einst sagte, dass er seine Heimat mit verbundenen Augen erkennen könne.

Definitiv einen Ausflug wert: die hübschen Städte Korsikas, wie hier Bastia im Norden der Insel ©Kirsten Düspohl

Highlight im Familiencamp Korsika: Familientag am Kletterfelsen von Porto

An einem Tag fahren wir alle – Eltern, Kinder und Teamer – Richtung Norden nach Porto. Die Küstenstraße führt mitten durch die Calanche, der rote Felsengarten steil über dem Meer ist eines der berühmtesten Naturphänomene der Insel und anerkanntes UNESCO-Weltnaturerbe. Deutlich weniger steil ist die Felswand am Strand von Porto – zum Glück.

Ein Camphighlight: Klettern an der Felswand in Porto mit Blick aufs Meer ©Kirsten Düspohl

„Nehmt euch jeweils einen Klettergurt und einen Helm und dann könnt ihr nacheinander die Wand hochklettern“, erklärt Timo, Sportstudent aus Köln und mit für das Aktivprogramm im Camp zuständig. Er erläutert die Knoten und Kommandos und dann geht es gut gesichert die karge Felswand hinauf. Mir wird schon beim Zuschauen schwindelig, also erkläre ich mich freiwillig zur Fotografin, aber Tom und Jette kraxeln erst vorsichtig, dann immer mutiger die schroffen Klippen hinauf. Und Jan? Der breitet mit einigen anderen die Handtücher auf dem Kiesstrand aus, stürzt sich in die Fluten und übt sich in französischer Lebensart. Wo könnte Savoir-vivre besser funktionieren als an Traumspots wie diesen?

Auch auf der To-do-Liste im Familiencamp: Entspannung – etwa beim Schnorcheln und Baden ©Kirsten Düspohl

Besonderheit Korsikas: Badegumpen und Flusswanderungen

Einen weiteren Lieblingsplatz lernen wir ein paar Tage später kennen: die Gumpe an der Pont de Belfiori zwischen Vico und Murzo. Hier im Landesinneren plätschert die Liamone glasklar durch ihr steiniges Flussbett, hat im Laufe der Jahrhunderte natürliche Badewannen in die Felsen gespült. „Das würde den Kindern gefallen“, denke ich, während ich mit anderen Eltern über hüfthohe Felsen klettere, im smaragdgrünen Wasser treibe und mich anschließend auf den Felsen in der Sonne aufwärme. Nachwuchs ist heute keiner dabei, das Angebot im Kinder- und Jugendprogramm war zu verführerisch: ein entspannter Strandtag mit Eis in Tiuccia.

Gumpen wie an der Pont de Belfiori sind eine Besonderheit Korsikas und himmlisch erfrischend ©Kirsten Düspohl

Mix aus Familienzeit und Me-Time im Familiencamp

Überraschenderweise kommen wir dennoch häufig mit den Teens auf einen Nenner: Wir spielen zusammen Beachvolleyball, klettern durch den Hochseilgarten und haben jede Menge Spaß bei der Familienolympiade.

Auf dem Areal des Campingplatzes U Sommalu gibt es ein Volleyballfeld ©Kirsten Düspohl

Aber ich gebe mich da keinen Illusionen hin: Klar finden die Kinder es cooler, Zeit mit ihren neuen Freundinnen und Freunden zu verbringen, mit ihnen am Pool des Campingplatzes zu chillen, gemeinsam am Strand zu übernachten oder Spiele im großen Gemeinschaftszelt zu spielen. Aber es gibt eben auch jede Menge Familienmomente. Zum Beispiel an den zwei programmfreien Tagen im Familiencamp, an denen wir beim Canyoning ein echtes Familienabenteuer erleben. Oder beim gemeinsamen Bummel durch Ajaccio, Inselhauptstadt mit einer zauberhaften Altstadt.

Ajaccio ist die Hauptstadt der Mittelmeerinsel und versprüht mediterranes Flair ©Kirsten Düspohl

Unser Fazit: Familiencamps sind perfekte Urlaube für Familien mit Teenagern

„Das war ein richtig schöner Abschluss“, Jette und ich schlendern an der Klippe entlang Richtung Campingplatz, schauen immer wieder in den sternengesprenkelten, tiefschwarzen Himmel über uns, das Meer rauscht neben uns und vor uns hört man das Gelächter und die leisen Gespräche der anderen. Gerade war der gemeinsame Abschiedsabend auf einem Felsvorsprung am Strand. Es gab Burger, selbstgemachte Sangria für die Eltern, kreative Urkunden für die Teens und einen Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch.

Urlaubsmomente wie aus dem Bilderbuch – im Familiencamp Korsika keine Seltenheit ©Kirsten Düspohl

Und dann stellt mir meine Tochter die Frage, die für mich das i-Tüpfelchen des Abends ist: „Wollen wir nächstes Jahr wieder in ein Familiencamp?“ Warum mich diese Frage lächeln lässt? Weil sie zeigt, dass dieses Familiencamp die perfekte Entscheidung war – ein Urlaub, den alle Familienmitglieder genossen haben: Eltern und Teenager.

Begeistert von Korsika und dem Familiencamp: Lumao-Autorin Kirsten und ihre Familie ©Kirsten Düspohl

Infos zum Camp

Das Familiencamp Korsika von elan Sportreisen richtet sich vor allem an Familien mit etwas älteren Kindern. Das Camp dauert 13 Tage und findet immer von Anfang Juli bis Mitte September statt. Alle Infos und Preise dazu findest du hier.



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