Niederlande: Familien-Surfurlaub am Veluwemeer

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Das Veluwemeer in den Niederlanden ist der perfekte Ort für ein Familiensportcamp! Warum? Weil hier nicht nur unzählige (Wasser-)Sport- und Freizeitmöglichkeiten für euch und eure Kids bereitstehen, sondern ihr auch wunderbar entspannen könnt.

Auf einen Blick!

Das Veluwemeer liegt in der niederländischen Provinz Gelderland. Am nordöstlichen Ende des rund 16 mal zwei Kilometer großen Sees befindet sich die historische Hanse- und Festungsstadt Elburg. Hier findet ihr den Bungalowpark Veluwestrandbad, in dem das Familiensportcamp zu Hause ist.
Zielgruppe Das Familiensportcamp von Lifetime-Sport eignet sich für Familien mit Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren.
Highlights Ob Windsurfkurs, Kajaktour oder Stand-up-Paddling – im Mittelpunkt steht der Wassersport. Wem das noch nicht genug Action ist, der schnappt sich ein Fahrrad, spielt Beachvolleyball, Basketball oder Fußball, hüpft auf dem Riesentrampolin oder nimmt an einem der Fitness- und Yogakurse teil. 
Übernachten Ihr wohnt in Steinhäusern (Bungalows) für bis zu sechs Personen oder in gemütlichen Holzhäusern (Mobilheime) für bis zu acht Personen. Alle Ferienunterkünfte befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Surfstation und zum Wasser.

Eine Reportage von Kirsten Düspohl

„Wir gehen mit den SUPs aufs Wasser“, rufen Jette (11) und Tom (9) unisono und stürmen in Badesachen aus unserem Ferienbungalow. Das ging nun aber flott, schließlich sind wir erst vor gut einer Viertelstunde in unserem Ferienhaus am niederländischen Veluwemeer angekommen. Mein Mann Jan und ich schauen den beiden schmunzelnd hinterher, wie sie über den Rasen in Richtung Surfstation rennen, um sich dort Bretter und Paddel auszuleihen. Dicht auf ihren Fersen: ihre Freunde, die aus den benachbarten Häusern flitzen und den Wassersport scheinbar ebenfalls dem Kofferauspacken vorziehen. „Ich glaube, die Kinder werden wir in den nächsten zwei Wochen selten zu Gesicht bekommen“, spricht Jan meine Gedanken laut aus.

Im Familiensportcamp können sich die Kinder SUPs schnappen, wann immer sie Lust haben ©Kirsten Düspohl

Spaß, Sport und Erholung im Familiensportcamp

Warum die Kinder sich so gut auskennen? Ganz einfach: Wir sind „Wiederholungstäter“ und waren bereits im letzten Jahr hier. Aber auch Neulingen fällt es nicht schwer, hier augenblicklich in den Urlaubsmodus zu schalten. Denn das Familiensportcamp von Lifetime-Sport ist wie ein kleiner Mikrokosmos mit modernem Bullerbü-Charme – perfekt, um als Familie vom Alltag abzuschalten.

Einen Steinwurf vom Ferienbungalow entfernt: eine kleine Brücke, die wie geschaffen ist für Sprünge ins Wasser ©Kirsten Düspohl

Das Areal befindet sich mitsamt Steinhäusern und Mobilheimen, Surfstation, Beachvolleyballfeld und Basketballplatz am Rand des Bungalowparks Veluwestrandbad in der niederländischen Provinz Gelderland. Hier kann man die Kinder einfach mal machen lassen und ihnen ein Maximum an Freiraum gönnen – vorausgesetzt, sie sind geübte Schwimmer, denn das Veluwemeer mit kleinem Sandstrand und üppig grünem Schilfgürtel ist nur einen Steinwurf entfernt.

Perfekt für Urlaube mit mehreren Familien

„Wir wollen zur Surfstation und uns Neoprenanzüge ausleihen. Kommt ihr mit?“ Meine Schwester Birgit steckt ihren Kopf zur Terrassentür herein. Sie und ihre Familie sind nebst zwei weiteren Familien mit von der Partie. Denn auch diese Erfahrung haben wir bereits im letzten Jahr gemacht: Das Sportcamp ist wie geschaffen für Gruppenreisen. Die weißen Steinhäuser mit den roten Holzgiebeln sind kreisförmig um eine große Wiese angeordnet, die ausreichend Platz für gemütliche Grillabende, eine Runde Wikingerschach oder gemeinsames Faulenzen in der Sonne bietet. Die besten Voraussetzungen für einen Urlaub mit befreundeten Familien!

Einer der Tagesordnungspunkte im Familiensportcamp: Beachvolleyball ©Kirsten Düspohl

Windsurfkurse für die ganze Familie

„Die Kinder haben morgen um 11 Uhr ihre erste Windsurfstunde“, empfängt uns Jörn an der Surfstation. Der sympathische Bochumer führt die Wassersportschule seit 2014 zusammen mit seiner Frau Jenni. Er und sein junges Team, zumeist Sportstudentinnen und -studenten aus dem Ruhrgebiet, übernehmen die verschiedenen Wassersport- und Fitnessangebote und sorgen für jede Menge Spaß und Action.

Auf die Theorie folgt die Praxis – auf dem Veluwemeer ©Kirsten Düspohl

Zum Familiensportcamp gehört nämlich nicht nur die freie Nutzung von SUPs, Kajaks und Co, sondern auch ein Windsurfkurs für die Kinder. Die Erwachsenen können ebenfalls einen Kurs buchen oder – wenn sie wie wir das Surfen schon beherrschen – einfach während des Urlaubs Segel und Bretter nutzen. „Bei den Kurszeiten müssen wir uns natürlich ein bisschen nach dem Wind richten, aber die Vorhersagen sehen gut aus“, macht Wassersportexperte Jörn Hoffnung auf einen windreichen Surfurlaub. „Vor 11 Uhr findet kein Kurs statt, schließlich seid ihr im Urlaub und wollt sicher ausschlafen.“ Das ist noch so eine Besonderheit, die den Urlaub hier entspannt und unbeschwert gestaltet: Bewegung, Sport und Entspannung genießt jeder in seinem eigenen Rhythmus. Stress und ein straffes Tagespensum? Fehlanzeige!

Besonders bei den Erwachsenen beliebt: die Yogastunden am Nachmittag ©Kirsten Düspohl

Das Veluwemeer bietet beste Surfbedingungen

„So, dann zeigt mal, was ihr vom letzten Jahr noch wisst“, ermuntert Surflehrer Thomas die Kinder am nächsten Vormittag und gibt ihnen erste Anweisungen: Füße rechts und links vom Mastfuß stellen, langsam das Segel hochziehen, warten, bis sich das Brett quer zum Wind ausrichtet, und ab die Post. Die Kinder frischen ihr Können im Wenden und Halsen auf und haben sichtlich Spaß. „Wenn ihr nicht mehr zurückkommt, steigt einfach ab und zieht euer Brett zurück zu mir“, schlägt Thomas vor. Denn das Veluwemeer hat einen entscheidenden Vorteil: Fast überall ist das Wasser maximal hüfttief. Das schenkt nicht nur Anfängern ein großes Gefühl der Sicherheit.

Windsurfen steht im Zentrum des Familiensportcamps von Lifetime-Sport ©Kirsten Düspohl

Nach 90 Minuten endet die erste Stunde und Jette, Tom und ihre Freunde sind eindeutig wieder vom Windsurf-Fieber infiziert. Wir Erwachsenen ebenso – auch wenn sich die Arme nach dieser ungewohnten Tätigkeit ein bisschen schlapp anfühlen. Für eine Runde mit dem großen Gruppen-Stand-up-Paddle-Board reicht die Kraft aber trotzdem noch – und so geht es mit allen einmal quer über den See bis zur schwimmenden Plattform und wieder zurück. „Wenn ihr Lust habt, könnt ihr heute Nachmittag noch beim Yoga mitmachen“, begrüßt uns Jörn an der Surfstation, als wir die Paddel zurückbringen. Haben wir – zumindest die Großen unter uns. Die Kids wollen lieber schwimmen gehen und anschließend eine Runde Basketball spielen.

Ein Riesenspaß für Eltern und Kinder: eine Fahrt mit dem Gruppen-Stand-up-Paddle-Board ©Kirsten Düspohl

Sport und Erholung im Urlaubs-Mix

Auch in den folgenden Tagen treiben die meisten von uns deutlich mehr Sport in diesem Aktivurlaub als im Alltag zuhause: Windsurfing, Beachvolleyball, Stand-Up-Paddling und verschiedene Fitnesskurse stehen ebenso auf dem Programm wie eine Runde Fußballgolf im benachbarten Ermelo. Dennoch bleibt genug Zeit für Ausflüge mit der ganzen Familie. Zum Beispiel nach Elburg.

Alt und wunderschön: die Fischerstadt Elburg ©Kirsten Düspohl

Das belebte Zentrum der entzückenden, kleinen Hanse- und Festungsstadt ist nur ein paar Gehminuten vom Bungalowpark entfernt. Schmale Gassen, hübsche Häuser mit reich dekorierten Fensterbänken und ein kleiner Hafen mit imposanten Traditionsseglern laden zum Bummeln ein. Nicht fehlen darf natürlich das Softeis „met nootjes“ – eine niederländische Spezialität, die uns jeden Tag versüßt.

Holland – perfekt zum Surfen und zum Radfahren

So abwechslungsreich wie das Sportangebot zeigt sich auch das Wetter. Manchmal weht nur ein laues Lüftchen – beste Bedingungen, um ein paar coole Surftricks zu lernen. Und manchmal ist der Wind so stark, dass man jauchzend mit ordentlich Tempo übers Wasser gleitet. Aber es geht auch ganz anders: „Die Surflehrer sagen, dass der Kurs heute ausfällt. Es ist totale Flaute!“, sagt Tom eines Morgens. Von Frust keine Spur, denn Surflehrerin Willy hat bereits ein Alternativprogramm ausgeheckt: Wasserrugby. „Anschließend können wir alle zusammen eine Radtour machen“, schlage ich vor. Schließlich gelten die Niederlande nicht zu Unrecht als Fahrradland. Auf gut ausgebauten Wegen radeln wir auf unseren sogenannten Dirtbikes los. Das Ziel: eine riesige Dünenlandschaft in der Nähe von Doornspijk, die ebenso Spaß bringt wie der kleine Mountainbike-Trail auf der Route.

Die Niederlande sind ein Wasserland – klar, dass man da immer wieder auf Brückenöffnungen warten muss ©Kirsten Düspohl

Über den Deich nach Enkhuizen

An einem anderen Tag geht es nach Enkhuizen. Die hübsche Hafenstadt mit vielen sehenswerten Bauwerken und einer trubeligen Einkaufsstraße liegt in der Provinz Nordholland direkt am IJsselmeer. Das Besondere: Um von Elburg aus nach Enkhuizen zu gelangen, fahren wir über den Houtribdijk, ein 26 km langer Deich, der das Markermeer vom IJsselmeer trennt. „Wie sie den wohl gebaut haben?“, fragt Tom staunend. Seine Schwester Jette hingegen lässt sich eher von der Stadt beeindrucken. „Total schön“, sagt sie, während wir am Oude Weeshuis, dem alten Waisenhaus der Stadt, vorbeischlendern.  „Ja, die Fußgängerzone erinnert ein bisschen an die Winkelgasse aus Harry Potter“, stimme ich ihr zu. Ein Geschäft für Zauberstäbe finden wir nicht – dafür jede Menge niederländische Urlaubssouvenirs und natürlich den obligatorischen Käseladen.

Die Niederländer produzieren jedes Jahr 650 Millionen Kilo Käse und sind der größte Käseexporteur der Welt ©Kirsten Düspohl

Das Gelderland ist ein top Reiseziel für Familien

Der Urlaub vergeht wie im Flug und besteht aus einem ausgelassenen Mix aus Sport und Action, ganz viel Erholung und gelegentlichen Ausflügen. „Man könnte problemlos die ganzen Ferien ausschließlich hier im Camp verbringen, ohne sich zu langweilen“, wirft mein Mann am letzten Abend in die Runde. Wir sitzen gemütlich am Strand und genießen den Sonnenuntergang, während die Kids noch eine Abendrunde mit den SUPs drehen. Der Rest der Gruppe stimmt ihm zu – so richtig viel von den Niederlanden gesehen haben wir wirklich nicht. Dabei liegt das Walibi quasi genau vor der Tür, ein großer Freizeitpark mit Achterbahnen, Wildwasserbahn und vielen anderen Attraktionen für kleine und große Adrenalinjunkies. Die schmucken Hafenstädte Harderwijk und Kampen wären definitiv einen Besuch wert. Und auch bis nach Amsterdam ist es nur eine gute Stunde mit dem Auto. „Na, dann müssen wir einfach im nächsten Jahr wiederkommen“, schmunzele ich. Denn für mich steht bereits fest: Dieser Urlaub war garantiert nicht der letzte hier.

Ein Bild wie aus einem Urlaubsprospekt: der Sonnenuntergang am Veluwemeer ©Kirsten Düspohl

Weitere Infos und Buchung: Familiensportcamp von Lifetime-Sport

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