Aktivurlaube im Check: Spaß und Action für die ganze Familie

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Aktivurlaube sind nur was für Sportskanonen und Adrenalinjunkies? Völliger Quatsch! Wir stellen euch jede Menge Ideen für Aktivreisen vor, bei denen jedes Familienmitglied auf seine Kosten kommt.

Es ist ja so: Geschmäcker sind bekanntlich verschieden – vor allem, wenn es um Familienurlaube geht. Und während es für die einen die absolute Traumvorstellung ist, den ganzen Tag am Pool zu liegen oder Sandburgen zu bauen, schlafen den anderen allein beim Gedanken daran die Füße ein. Gehört ihr auch eher zur zweiten Kategorie? Ist für euch ein Urlaub erst dann perfekt, wenn ihr gemeinsam als Familie Spaß habt, neue Erfahrungen sammelt, Abenteuer erlebt und zusammen aktiv seid?

Hoch im Kurs bei Kids: Reiterferien! Allein in Deutschland gibt es unzählige Anbieter und Angebote ©Michael Amme

Dann solltet ihr jetzt unbedingt weiterlesen. Denn hier bekommt ihr jede Menge Anregungen für Aktivurlaube mit Kindern – alle draußen in der Natur und alle zu 100 Prozent familientauglich. Denn so viel sei schon einmal verraten: Es gibt eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten – in Deutschland und im Ausland, mit wechselnden oder festen Unterkünften, als Rund-um-sorglos-Paket oder als Aktivreise in Eigenregie.

Wasserwandern – unterwegs mit SUP, Kanu & Co

Ihr möchtet euch gerne mal ein bisschen wie Huckleberry Finn fühlen? Dann verbringt euren Aktivurlaub auf dem Wasser. Klamotten und Schlafsack in den Seesack und los geht die wilde Fahrt. Ob mit dem Stand-up-Paddling-Board, mit dem Kanu oder mit dem Hausboot, ob auf der Mecklenburgischen Seenplatte, einfach flussabwärts oder durch die schwedischen Schären – die europäischen Wasserwege sind vielseitig und die perfekte Kulisse für einen Aktivurlaub mit der ganzen Familie.

Ein top Revier für Kanutouren: das Altmühltal ©Michael Amme

Paddelt, rudert oder schippert einfach in eurem Tempo von Unterkunft zu Unterkunft. Je nach Alter und Fitnesslevel bestimmt ihr individuell die tägliche Etappe – viele Anbieter helfen euch mit kindgerechten Tourenvorschlägen und kümmern sich um euren Rücktransport (falls ihr keine Rundtour plant).

  • Unterkunft: Mietzelte auf Campingplätzen oder Pensionen in Wassernähe bzw. direkt im Hausboot
  • Ideales Alter: aufs Hausboot können schon Kleinkinder (mit Schwimmweste); bei Touren mit dem Kajak oder SUP empfehlen wir ein Alter von mindestens 8 Jahren
  • Voraussetzungen: Kondition und Muskelkraft; alle Familienmitglieder sollten sichere Schwimmer sein
  • Unser Tipp: Plant die Strecke und sucht euch die Unterkünfte vorab aus. Es gibt Anbieter, die einen Gepäcktransport zwischen den Unterkünften anbieten.

Backpacker goes Family – wandern mit Kids

Wer mit Kindern wandern geht, sollte ein paar Tipps und Tricks kennen © tunedin/stock.adobe.com

Wandern ist auch mit Kindern möglich – gerade für wanderbegeisterte Familien empfiehlt sich zum Beispiel eine mehrtägige Trekkingtour von Hütte zu Hütte, entweder durch die Bergwelt oder entlang eines Flusses.

Aber es gibt auch viele noch kinderfreundlichere Alternativen. Ihr könntet zum Beispiel mit kuschelweichen Alpakas von A nach B wandern oder mit Eseln im Bayerischen Wald! Der Vorteil hier: Die Tiere tragen euer Gepäck, damit ihr leichten Fußes wandern könnt. Außerdem ist so eine Wanderung mit Lamas oder Langohren natürlich ein besonderes Highlight für den Nachwuchs. Auch eine tolle Idee: Macht euch mit Pferd und Planwagen auf die Reise. Dann habt ihr euer Feriendomizil gleich mit dabei!

Manchmal dürfen kleine Kinder aufsatteln, aber eigentlich schleppen die Packesel nur das Gepäck © ReNatour
  • Unterkunft: Je nach Tour schlaft ihr in wechselnden Berghütten, auf Bauernhöfen oder auf dem Heuboden oder direkt im Planwagen.
  • Ideales Alter: Fahrten mit dem Planwagen ab 6 Jahre; Trekkingtouren und Eselwanderungen ab 8 Jahre, denn dann können die Kinder ihr (leichtes) Gepäck selber tragen
  • Voraussetzungen: gute Wanderstiefel, eine gewisse Kondition und Wanderfreude
  • Unser Tipp: Entscheidet euch für einen Anbieter, der sich um die Unterkünfte kümmert und die Etappen nach eurem Können plant. Einige Anbieter haben einen Gepäcktransport als Serviceleistung.

Aktivurlaub: mit der Familie auf Radtour gehen

Bei einer Familien-Radreise ist der Weg das Ziel. Es gibt viele tolle Fernradwege, die ihr euch gemeinsam mit euren Kids vornehmen könnt – an der Ostsee, an Elbe, Rhein, Main oder Mosel, um den Bodensee herum oder in Skandinavien, zum Beispiel durch den finnischen Schärengarten. Ihr könnt die Reisen selbst organisieren oder euch einem Veranstalter anschließen – die Vorteile: die Entfernungen und Strecken eignen sich für euch und eure Familie und die Unterkünfte sind bereits gebucht. Und in der Regel wird auch das Gepäck von Unterkunft zu Unterkunft transportiert.

Es gibt Aktivreiseveranstalter, die sich auf Radtouren spezialisiert haben ©Michael Amme

Bleiben nur noch einige wenige Frage: Wie fit seid ihr, wie viele Kilometer schaffen eure Kids? Unser Tipp: Um die Kleinen nicht zu überfordern, legt ihr am besten regelmäßig Pausen ein und baut tolle Highlights ein, zum Beispiel Besuche im Freibad oder im Zoo.

  • Unterkunft: Campingplätze oder spezielle „Bed & Bike“-Unterkünfte
  • Ideales Alter: ab 7 Jahre; sind eure Kinder noch nicht so verkehrssicher, achtet darauf, dass ihr fernab von befahrenen Straßen radelt
  • Voraussetzungen: wetterfeste Fahrradtaschen und stramme Waden
  • Unser Tipp: Falle ihr die Tour selber plant: Bucht vorab die Unterkünfte! Und sind eure Kinder noch etwas jünger, nehmt am besten einen Fahrradanhänger fürs schwere Gepäck mit – so sparen die Kids Kräfte und bleiben motiviert.

Sportcamps – Aktivreisen für Eltern und Kinder

Ein Urlaub ist die perfekte Zeit, um mal ganz in Ruhe in eine neue Sportart reinzuschnuppern oder um sich gemeinsam als Familie sportlich zu betätigen. Ob ein Surfcamp, Reiterferien für Klein und Groß, eine Tennisreise, Eltern-Kind-Yoga oder einfach von allem ein bisschen – es gibt ein riesiges Angebot an Sportcamps, die sich speziell an Familien mit Kindern richten.

Auch beliebt im In- und Ausland: Fußballcamps ©Michael Amme

In denen erlebt ihr gemeinsam als Familie eine sportliche, ausgelassene Zeit und trefft auf Gleichgesinnte. In der Regel gibt es täglich feste Trainingszeiten – den Rest der Zeit erkundet ihr die Umgebung oder liegt einfach entspannt in der Sonne.

  • Unterkunft: Bei vielen Anbietern ist die Unterbringung inklusive – meist in Ferienbungalows oder im Hotel.
  • Ideales Alter: abhängig von der Sportart; in der Regel ab dem Grundschulalter für alle Alters- und Leistungsklassen
  • Voraussetzungen: Sportsgeist und eine gewisse Grundfitness
  • Unser Tipp: Wählt eine Sportart, die für euch alle Neuland ist – so könnt ihr gemeinsam Erfahrungen sammeln.

Aktivcamps – Urlaube voller Abenteuer

Aktivcamps sind genau das Richtige für Familien, die Abenteuer und die Natur lieben. Der Grundgedanke eines Aktiv- oder Abenteuercamps ist, dass ihr gemeinsam etwas erlebt und Spaß habt – als Familie, aber auch ganz ungezwungen zusammen mit anderen Familien. Bei den meisten Anbietern erwartet euch ein buntes Programm –vom Hochseilgarten über Klettertouren bis hin zu Rafting, Kanufahrten oder Radtouren.

Bogenschießen, auf Bäume klettern, Boot fahren – das Programm in den Aktivcamps ist meist sehr abwechslungsreich ©Michael Amme

Aber keine Angst, auch wenn das Rahmenprogramm steht, gibt es immer dennoch ausreichend freie Zeit, die ihr selbst gestalten könnt. Aktivcamps eignen sich übrigens perfekt für Alleinerziehende, denn hier findet jeder Anschluss. Versprochen!

  • Unterkunft: Je nach Anbieter finden die Aktivcamps auf Campingplätzen, in Bungalowparks oder Jugendherbergen statt.
  • Ideales Alter: je nach Anbieter; einige bieten Aktivcamps für Kinder ab 3 Jahren an, die meisten ab 6 Jahren
  • Voraussetzungen: Teamgeist, Offenheit und Lust auf Action und Abenteuer
  • Unser Tipp: Sucht euch einen Anbieter aus, der sich speziell an Familien mit Kindern richtet. Dann passt das Programm und es gibt viele Familien mit gleichaltrigen Kids im Camp.

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